
Auslieferung für die Schweiz: Verlag Neue Zürcher Zeitung.
Summary
Ein einzigartiges Nachschlagewerk internationalen Ranges!
Migration und Integration prägen die europäische Geschichte seit ihren Anfängen. Heute stehen sie aus aktuellen Gründen im Mittelpunkt öffentlicher Aufmerksamkeit.
Viele Europäer halten die neuen Herausforderungen für eine historische Ausnahmesituation. Sie irren. Wanderungsbewegungen waren seit jeher Teil der europäischen Geschichte. Viele, die sich gegenwärtig über die Integration von Fremden sorgen, wissen nicht, dass sie selber ferne Nachfahren von Zuwanderern sind. Die Vielfalt der Gruppen, die sich innerhalb Europas bis heute über die Grenzen staatlicher, kultureller und sozialer Räume bewegten oder von außerhalb nach Europa zuwanderten und dies weiter tun, ist nur wenigen bewusst. Dieser Mangel an Information hat erhebliche politische und gesellschaftliche Folgen.
Das notwendige Wissen über Migration und Integration stellt jetzt die neue Enzyklopädie Migration in Europa übersichtlich, klar und kompetent bereit – von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart.
Die Enzyklopädie ist ein Gemeinschaftswerk internationaler Fachleute. Ihr erster Teil behandelt alle europäischen Großregionen und Länder in ausführlichen Überblicksartikeln. Sie beschreiben die Wanderungsgeschichte der jeweiligen Räume und untersuchen die sozialen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Rahmenbedingungen von Integration. Diese raumbezogenen, epochenübergreifenden Überblicke bieten den Orientierungsrahmen für die im zweiten Teil der Enzyklopädie folgenden mehr als 220 Lexikonartikel.
Diese beleuchten das Thema detailliert und in ganzer Breite: Es geht zum Beispiel um afrikanische Sklaven in Europa, um philippinische »Mail-Order«-Bräute, Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg oder deutsche Deportierte in der UdSSR nach 1945. Andere Beispiele sind Artikel zu albanischen Siedlern in Italien, pakistanischen Einwanderern in Großbritannien, deutschen Siedlern in Russland oder »deutschstämmigen« Aussiedlern. Einträge zu Glaubensflüchtlingen wie Hugenotten oder Salzburger Protestanten finden sich ebenso wie zu italienischen Saisonarbeiterinnen im Reisanbau, irischen Arbeitern in England, Schweizer Söldnern in Europa oder den verschiedensten Gruppen von politischen Flüchtlingen oder Vertriebenen.
Inhalt
Pressemeldungen
, 07.01.2008
Alle Beiträge verfolgen den Weg der Wanderer von der Ausgangsgesellschaft in ihre neue Heimat. Sie fragen nach den Bedingungen der Aufnahme und analysieren, unter welchen Bedingungen die Integration erfolgreich verlief - oder nicht. Wer sich zuverlässig und schnell über die Eigenheiten bestimmter Wanderungsbewegungen informieren will, hat hier das geeignete Handwerkszeug.
, 14.11.2007
In diesen Tagen ist das drei Kilo schwere, knapp 1200 Seiten starke Buch nach fast zehn Jahren Entwicklungszeit nun erschienen. Und es ist mehr als nur ein Denkmal für den Homo migrans, der in uns allen steckt. Es ist auch eine höchst informative Handreichung an all jene Politiker, die sich im Dickicht der Begriffe Einwanderungsland oder Fachkräftemangel gerne mal verlieren. Die Enzyklopädie bietet Überblicksartikel über das Wanderungsgeschehen in den einzelnen Ländern Europas, sie geht aber auch ins Detail mit Schilderungen einzelner Wanderungen - von den "Französischen Seekaufleuten in Hamburg seit 1680" über "Deutsche Flüchtlinge" und Vertriebene [...] seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges" bis hin zu den "Polnischen Illegalen in Berlin seit den 1980er Jahren". Geschrieben hat die Artikel ein interdisziplinäres Team von mehr als 200 Autoren.
, 18.01.2008
Bisher ist es keinem europäischen Land gelungen, die Probleme der Migration und Integration überzeugend zu lösen. Die politischen Schwierigkeiten spiegeln sich in der sprachlichen Verweigerungshaltung im neuen Wort „Integrationsland“. Offenkundig dient dieses Wort dazu, die missliebigen, schwierigen Themen ‚Einwanderung', ‚Einwanderungsland' und ‚Einwanderungsgesellschaft' semantisch zu überspringen. Integrationspolitik erscheint dabei mehr als Bekämpfung der Schäden einer unerfreulichen migrationshistorischen Ausnahmesituation, die sich vor allem nicht wiederholen sollte. [...] Die vielfältige Migration in ihrer religiösen, ethnischen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Perspektive an ausgewählten Einzelbeispielen darzustellen, ist das Ziel der neuen Enzyklopädie „Migration in Europa“. Sie umfaßt die europäischen Wanderungsbewegungen vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. [...] Dass die einzelnen Artikel sprachlich wie inhaltlich unterschiedlich gelungen erscheinen, liegt in der Natur einer Enzyklopädie. Doch dieses Nachschlagewerk lohnt sich, weil es eine Lücke füllt.
, 15.01.2008
Die Enzyklopädie, die demnächst auch auf Englisch erscheinen wird, bietet für künftige Forschungen ein solides Fundament. Und vielleicht lässt sich ja auch der eine oder andere Politiker durch das Werk dazu inspirieren, seine Ausführungen zu Einwanderung und Integration mit mehr historischer Tiefe zu versehen.
, 03.02.2008
"Auswanderung", weiß der Migrationsforscher Jochen Oltmer, "ist eine anthropologische Konstante". Oltmer ist einer von vier Herausgebern der Enzyklopädie "Migration in Europa", die Wanderbewegungen und Integrationsproblematik vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart untersucht. Man kann diese Enzyklopädie als Mahnmal für die Tatsache verstehen, dass Migration zur Conditio humana gehört wie Geburt und Tod. Zudem kann man in diesen Bewegungsbildern des Homo migrans blättern wie in einem Lesebuch, das aufregender und aktueller ist als jeder Abenteuerroman.
, 15.02.2008
Die Enzyklopädie ist nicht nur ein wunderbar zu handhabendes Nachschlagewerk über Wanderungsbewegungen seit dem 17. Jahrhundert, es bietet auch einen glänzenden Überblick über die europäische Migrationsgeschichte. Schließlich stellt es das öffentliche Sorgenthema Integration in den Mittelpunktfast jeden Beitrags, ohne sich jedoch von einer normativen Assimilierungserwartung leiten zu lassen. [...] Es überzeugt auch in redaktioneller Hinsicht: Die einzelnen Artikel folgen einem strikten Aufbau, sie sind gut geschrieben und die Autoren gehören in der Regel zu den führenden ihres Sujets.
, 18.02.2008
Die Beiträge untersuchen den Weg der Menschen von der alten in die neue Heimat und die Bedingungen für ihre erfolgreiche Integration. Fazit: Zuverlässige Informationen in kompakten, gut lesbaren Texten in einem ansprechend aufgemachten Band.


