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Informationen zum Buch
Da mag von der Rückkehr der Religion noch so sehr die Rede sein: Dem Glaubenden, der nach dem Heiligen Ausschau hält, weht im liberalen Gemeinwesen ein profaner Wind entgegen, der ihn stören muss. Dabei sind es nicht die inneren Überzeugungen geistig beweglicher Atheisten, die seine religiöse Lebensführung behindern. Mit intellektuellen Atheisten, die an sich selbst zweifeln, kann er ins Gespräch kommen. Es ist die zum Dogma erstarrte a-religiöse Gesamttendenz unserer Kultur, die ihm zum Problem geworden ist. Denn in ihrem Sog werden alle Phänomene des Lebens unbedacht profan gedeutet. Dadurch sind die Glaubenden genötigt, ihre religiösen Überzeugungen in der Öffentlichkeit zurückzuhalten und sie zu einer bloßen Privatsache zu degradieren. Mit dieser Zumutung leben sie unter den kulturellen Bedingungen einer zementierten laïcité.
Band 2 der FUGE erörtert diese Tendenz aus unterschiedlichen Perspektiven. Es kommen Stimmen zu Wort, die vor der religiösen Verwahrlosung unserer Kultur warnen, aber auch solche, die von den Vorzügen der Freiheit sprechen. »Profane Zumutungen« enthält Beiträge von Léon Bloy, Franz-Xaver Kaufmann, Friedrich Wilhelm Graf, Terry Eagleton, Rainer Bucher, Anthony Carty, Robert Lembke und Jürgen Manemann.
Die »FUGE. Journal für Religion & Moderne« erscheint halbjährlich mit wechselnden Themenschwerpunkten.
