
Informationen zum Buch
Das deutsche Konsensmodell Soziale Marktwirtschaft ist in die Kritik geraten und mit ihm auch zwei seiner Hauptakteure: die Sozialpartner, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände. Ihnen wird der Vorwurf gemacht, in ihren Tarifabschlüssen Verträge zu Lasten Dritter zu schließen – zu Lasten vor allem der Arbeitslosen und damit auf Kosten des Gemeinwohls.
Diesem Vorwurf geht die Untersuchung nach. Sie nimmt dazu nicht nur die Geschichte und die aktuelle Gestalt der Tarifautonomie in den Blick, sondern fragt auch nach den Strukturen der modernen Arbeitsgesellschaft, vor allem den Gründen und Folgen des drängenden Problems der Massenarbeitslosigkeit. Unter der genuin sozialethischen Perspektive der Beteiligungsgerechtigkeit wird die Tarifautonomie gegen Fundamentalkritik verteidigt und die Diskussion über eine Reform des Tarifrechts bzw. eine Flexibilisierung der Tarifpolitik differenziert beurteilt.
Die vorliegende Arbeit wurde ausgezeichnet mit dem Bernhard-Welte-Preis 2007 der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg, gestiftet vom Erzbischöflichen Ordinariat Freiburg.
