
Informationen zum Buch
Arnold Hottinger, langjähriger Nahostkorrespondent der Neuen Zürcher Zeitung, berichtet seit Jahrzehnten über die islamische Welt. Er ist international hoch geachtet, als einer der ganz wenigen Journalisten, dessen tiefgründige Analysen auch von der Wissenschaft ernst genommen werden. Nach seinem großen Buch »Islamische Welt« legt er nun ein neues wichtiges Werk vor. Darin beleuchtet und analysiert er die heutigen Probleme der Länder islamischer Religion und Kultur – vor dem Hintergrund ihrer vielfältigen unterschiedlichen Geschichte(n) und Besonderheiten und vor der Herausforderung durch die Moderne, mit der sie alle konfrontiert sind. Der engagierte Vermittler zwischen Orient und Okzident zeichnet ein vielschichtiges und differenziertes Bild der islamischen Welt, die, wie er überzeugend darstellt, mit dem Islam, schon gar nicht mit dem Islamismus, längst nicht hinreichend erklärt und zu verstehen ist, und er verdeutlicht die Strukturprobleme, die die Invasion der Moderne für diese Welt nach sich zieht.
Kann eine Religionsgemeinschaft von einer Milliarde Menschen mit unterschiedlichem historischem und nationalem Hintergrund so homogen sein, wie sie allgemein vom Westen wahrgenommen wird? Unter dieser Leitfrage betrachtet Hottinger die islamischen Länder von Ägypten bis zur Türkei, von Nordafrika bis zum Iran, vom Irak bis Afghanistan und Pakistan. Bei aller Vielfalt der Mentalitäten und Probleme, die er deutlich vor Augen führt, ist diesen Ländern doch eines gemeinsam: der Einbruch fremder Kulturelemente in die überkommene reich differenzierte Welt des Islam, ein Einbruch, der sie zur Auseinandersetzung mit westlichen Lebensformen in einer globalisierten Welt zwingt. Eine neue Umwelt tut sich auf, die sich offenbar anschickt, die Muslime zu überwältigen. Wie gehen sie mit dieser von ihnen mehr als Bedrohung denn als Chance begriffenen Entwicklung um? Was nehmen sie an, was lehnen sie ab? Wie schaffen sie es, in einer zusammenwachsenden Welt ihre Identität zu bewahren? All diesen Fragen spürt Arnold Hottinger mit großem Wissen und Einfühlungsvermögen nach – und er warnt eindringlich vor den Gefahren, die eine auf Unkenntnis basierende Gleichsetzung von Islam, Islamismus und Terrorismus nach sich zieht.
Pressestimmen
, 04.04.2008
In "Länder des Islam" erzählt er detailliert, fast landeskundlich deren Geschichte und beschreibt die lokalen Ausprägungen des "Einbruchs der Moderne".
, 15.08.2008
[...] Einführungen in einen umfangreichen und komplexen Gegenstand – und die «islamische Welt» ist selbstredend ein solcher – erfordern einen Blick sowohl auf viele einzelne Fakten als auch auf die grossen, übergeordneten Zusammenhänge. Hottinger meistert beides, und dank dem Aufbau nach einzelnen Ländern und Regionen eignet sich sein Buch didaktisch besonders gut als grundlegende Einführung. [...] Hottinger – langjähriger Korrespondent der NZZ für den arabisch-persischen Raum – verliert nie die gegenwärtige Lage aus den Augen und vermittelt stets auch fundierte Analysen und einleuchtende Erklärungen für die Vorgänge der neueren und neuesten Zeit – so zum Beispiel für die gegenwärtige Entwicklung im Irak, in Afghanistan oder den Terrorismus extremistischer Gruppen. Die immense Erfahrung, die Ortskenntnisse und die persönliche Vertrautheit mit der Region, die er als Journalist und Reiseleiter gesammelt hat, verleihen dem Text Anschaulichkeit und Prägnanz; er ist ein Routinier, der auch komplexe Sachverhalte in knapper Form verständlich wiederzugeben vermag. [...] eine informative, spannende und detailreiche Einführung in die Länder des Islam.
, 20.08.2008
Sein neues Buch eignet sich hervorragend als Einführung in diese komplizierte und komplexe Region. Er bietet viele Fakten, schafft es aber auch, diese mit leichter Hand und viel Sachverstand zu ordnen und einen Bogen zu spannen, der das Einzelne zu größeren Zusammenhängen zusammenbindet.
, 22.09.2008
Eingebettet in nach Regionen aufgeschlüsselte Schilderungen der historischen Entwicklungslinien vermittelt er [der Autor] seine Sicht der Dinge. Das hat insofern einen ganz besonderen Reiz, als dass der Autor eine fast vergessene Art der Darstellung gewählt hat: Nach dem alten Leitspruch Napoleons, dass Geografie Schicksal sei, greift Hottinger gerne auf topografische und klimatische Begebenheiten zurück, warum beispielsweise der Lauf der Geschichte im Nil-Tal ein anderer war als zwischen Euphrat und Tigris. Auch in der Wahl der Worte und des Stils erweist er sich als Autor alter Schule, was nicht ohne Wirkung auf den Leser bleibt. Grundsolides Faktenwissen wird zuhauf geboten.
, 20.10.2008
Arnold Hottinger beschreibt in seinem Buch nicht nur die zumeist desolate Gegenwart der Länder des Islam. Er erklärt die Region auch als ein Produkt ihrer Geschichte und Geographie. Das könnte ein riskanter Ansatz sein [...] Doch Hottinger stürzt nicht ab bei dieser Gradwanderung. In kurzen Kapiteln gelingt es ihm, diese urlaten Kulturen überzeugend zu skizzieren, man spürt seine Liebe zu dieser Region, eine Liebe, die ihn aber nie unkritisch macht.
, 01.02.2009
Arnold Hottinger, vom Spiegel unlängst als "weltsichtiger Beobachter der Sonderklasse" gerühmt, veröffentlicht nach seinem Erfolg "Islamische Welt" nun sein neues Buch über die "Länder des Islam". Als langjähriger Nahostkorrespondent der Neuen Zürchicher Zeitung gilt er als einer der ganz wenigen Journalisten, dessen tiefgründige Analysen auch von der Wissenschaft ernst genommen werden. Sein neues Werk rechtfertigt den guten Ruf des Autors.
[...] Ein exzellent recherchiertes und - gerade dieser Tage - wichtiges Buch.
