
Informationen zum Buch
Eine Einführung in die Mediengeschichte des Nationalsozialismus.
Die Rolle der Medien im Dritten Reich hat noch immer zu wenig Beachtung gefunden, obwohl sie in ihrer Bedeutung für die Errichtung und Stabilisierung der NS-Diktatur kaum überschätzt werden können. Binnen weniger Jahre haben
die Nationalsozialisten die Medien grundlegend umstrukturiert und sie zu einem ihrer zentralen Herrschaftsinstrumente geformt.
Kommunikationswissenschaftler, Journalisten und Historiker geben auf Grundlage des neuesten Forschungsstandes einen Überblick über die Rolle des Hörfunks, der Presse und des Films in Hitlers Staat. Sie veranschaulichen die spezifischen Rahmenbedingungen und Erscheinungsformen von Kriegsfilmen und Wochenschauen, von Radioformaten wie dem »Wunschkonzert« und der Olympiaberichterstattung sowie von überregionalen Zeitungen und der Lokalpresse. Abgerundet wird der Band durch biographische Skizzen dreier in der NS-Medienlandschaft stets präsenter, aber gänzlich unterschiedlicher Personen: Joseph Goebbels, Heinrich George und Heinz Rühmann. Ihre Wahrnehmungen und Deutungen von Staat und Krieg werden einer kritischen Reflexion unterzogen.
Die Herausgeber:
Bernd Heidenreich, Dr., Direktor der Hessischen Landeszentrale für Politische Bildung.
Sönke Neitzel, Prof. Dr., lehrt Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Mainz.
Inhalt
Pressestimmen
, 03.06.2010
Eine kompakte Gesamtdarstellung zum oftmals vernachlässigten Thema "Medien im Nationalsozialismus" existiert bislang nicht. Auch der gleichnamige Sammelband [...] vermag diese Lücke nicht zu schließen, wohl aber aktuelle Forschungen zu bündeln und neue anzuregen.
