
Informationen zum Buch
Ein großer Wurf, seit langem erwartet: die Geschichte des strategischen Denkens bis zur Gegenwart, verfasst von einer erstrangigen Kennerin.
Über die Entwicklung von Strategie zu schreiben, ist eine Herausforderung. Der Inhalt des Begriffs hat sich im Laufe der Geschichte erheblich verändert. Nicht mehr die bloße Kunst des Feldherrn (des strategós) ist Strategie. Ihr Inhalt wird heute vielmehr durch gesellschaftliche Institutionen, Normen und Verhaltensmuster und ganz besonders durch die Politik, von der sie geleitet wird, und die Kultur, von der sie beeinflusst ist, bestimmt.
Beate Heuser folgt in ihrer großen Darstellung dem von Clausewitz abgeleiteten heutigen Konsens unter Experten: Strategie ist Einsatz aller verfügbaren Mittel, vor allem des Mittels der Streitkräfte, zu politischen Zwecken, mit dem Ziel, dem Gegner die eigene Politik und den eigenen Willen aufzuzwingen.
In einer souveränen tour d’horizon entfaltet sie die westlichen Ideen zum Großen Krieg. An den Anfang stellt sie klassische antike Autoren wie Vegetius und verfolgt dann über die Jahrhunderte hin die Vorstellungen der Verfasser von Schriften über Kriegführung, ob sie nun den Begriff »Strategie« verwendeten oder nicht (er wurde nach der Antike erst um 1800 wieder gebräuchlich). Die Spann-weite umfasst Verfasser und Werke aus Frankreich, Spanien und Italien,
Deutschland, England, den USA und Russland bis hin zu aktuellen angelsächsischen Autoren, deren Theorien heute das Themenfeld dominieren.
Inhalt
Pressestimmen
, 23.06.2010
Beatrice Heusers Buch kommt zum rechten Augenblick. Die historische Tiefe […] vermag die gegenwärtige Debatte über aktuelle strategische Fragen zu befruchten. Es wäre darum zu begrüßen, wenn nicht nur Berufsmilitärs, sondern auch Politiker und Politikberater es läsen […].
, 18.08.2010
Heusers Urteile über das Kriegsgeschehen der jüngeren Zeit setzen sich wohltuend ab von vielen klischeehaften Wahrnehmungen in der deutschen Öffentlichkeit.
[...]
Ob Horst Köhler ihr kluges Buch vor seiner letzten Afghanistan-Reise als Bundespräsident gelesen hatte? Nicht nur seinem Nachfolger ist dies dringend zu raten.
