Tatort "Troia"
Geschichte - Mythen - Politik
2010, 310 Seiten, zahlr. Abbildungen, Lagepläne und Karten, Festeinband mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-506-77009-7
EUR 29.90 / CHF 41.90 Portofreie Lieferung innerhalb Deutschlands

Unverzeichtbar für ein neues Verständnis eines der größten Mythen der Weltgeschichte und Archäologie

Informationen zum Buch

Gab es ein Troia? Nein! Gab es einen Troianischen Krieg? Nein! Auswandernde Griechen haben eine im Mutterland entstandene Sage an einer bronzezeitlichen Ruinenstätte im nordwestlichen Kleinasien verankert, deren damaligen Namen wir nicht kennen und die Schliemann ausgegraben hat. Viel bedeutender als jener Ort sind die Darstellung des Mythos´ in Homers Ilias und seine spätere politische Instrumentalisierung.

Frank Kolb bietet ein faszinierendes, aber zugleich entlarvendes Bild von »Troia« und der Troia-Forschung. Er zeigt, dass das Bemühen, den Mythos mit dem Spaten des Archäologen als Geschichte zu erweisen, methodisch verfehlt und erfolglos war und zu wissenschaftlich fragwürdigen Vorgehensweisen führte. Der »Schicksalshügel der Archäologie«  wurde zu einem Skandalhügel.

Dieses allgemeinverständlich und spannend geschriebene Buch präsentiert die mit dem Troia-Mythos, der homerischen Ilias und den Ausgrabungen seit Schliemann verbundenen Probleme auf dem neuesten Stand der Forschung. Es bettet die Troia-Frage in die Frühgeschichte des Ägäisraumes, Anatoliens und des Vorderen Orients ein. Es zeigt ferner, wie der Troia-Mythos durch die Jahrhunderte bis heute für politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Zwecke instrumentalisiert worden ist.

Pressestimmen

SWR 2, 15.09.2010

Zugunsten [...] publicityträchtiger Schein-Sensationen stellt man die Gebote wissenschaftlicher Redlichkeit  [...] schon mal zurück... Frank Kolb zeichnet  höchst lesenswert nach, wie die Troia-Ausgräber diese Gebote verletzt haben. 

Stuttgarter Zeitung, 28.10.2010

Noch einmal rüstet der Althistoriker Frank Kolb auf zum Generalangriff gegen das Lebenswerk des Kollegen Manfred Korfmann.

Zur Rezension

Neue Zürcher Zeitung, 12.10.2010

Lesen Sie hier die vollständige Rezension.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.11.2010

[…] der streitbare Althistoriker hat zum Glück ein nicht nur zorniges, sondern auch kluges und geradezu spannendes Buch geschrieben.

Frankfurter Rundschau, 03.03.2011

Der Tübinger Althistoriker hat jetzt, da der Lärm um Troia verebbt ist, eine Art Bilanz vorgelegt, die an fundierter Klarheit nichts zu wünschen übriglässt.

Lesen Sie hier die vollständige Rezension.

 

UTB

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