Staat und Verfassungsgerichtsbarkeit
2010, 112 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-506-77072-1
EUR 19.90 / CHF 28.90 Portofreie Lieferung innerhalb Deutschlands
erschienen in der Reihe:
Band: 16

Informationen zum Buch

Wer soll Hüter der Verfassung sein? Diese verfassungstheoretische Frage hat die Verfassungspraxis in vielen Staaten längst beantwortet: Verfassungsgerichte tragen in besonderer Weise zur Wahrung der Verfassungen bei. Die vorliegende Schrift ordnet Verfassungsgerichtsbarkeit in das staatliche Gewaltenteilungsgefüge ein. Sie untersucht die Doppelfunktion, die einem Verfassungsgericht als Gericht und Verfassungsorgan zukommt, und zeigt Konsequenzen auf. Diese betreffen etwa das Verhältnis zur Fachgerichtsbarkeit. In einem föderativen Staat können mehrere Verfassungsgerichte existieren, die zusammen ein bundesstaatliches System der Verfassungsgerichtsbarkeit bilden. Durch diese erhält rechtliche Statik den Vorrang vor politischer Dynamik.

Kontinuität in der Auslegung der Verfassung wird dadurch gesichert, dass das Verfassungsgericht als maßgeblicher Letztinterpret fungiert. Ein wesentliches Ziel der Verfassungsrechtsprechung muss daher sein, möglichst dauerhafte Antworten auf die grundsätzlichen Fragen der Verfassungsauslegung zu geben.

UTB

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