Dieses Buch entstand als Ergebnis des Forschungsprojektes „Katholische Kriegsfriedensdiskurse (1914/18–1939/45). München zwischen kulturellem Pluralismus und ‚Hauptstadt der Bewegung‘“. Wir danken der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die diese Untersuchungen über zwei Antragsperioden hinweg von September 2010 bis August 2015 gefördert hat. Antonia Leugers stellte zum Ende der Projektlaufzeit eine erste Fassung des Buchmanuskripts fertig: Neben der Darstellung umfasste sie eine breite Sammlung von Dokumenten und Abbildungsvorschlägen sowie umfangreiche Tabellendaten. Andreas Holzem schrieb die Druckfassung der Darstellung, die wir nunmehr vorlegen, erarbeitete die Dokumente und Tabellen in ihrer jetzigen Form und integrierte Neuerscheinungen bis 2019. Dieser Prozess zog sich lange hin, denn zahlreiche andere Aufgaben und Belastungen drängten an. Dass sich die Publikation der Projektergebnisse bis jetzt verzögerte, liegt in seiner Verantwortung. In der redaktionellen Schlussphase haben Autorin und Autor nochmals intensiv zusammengearbeitet.

Als innovativer Weg digitaler Wissensvermittlung konnte im Rahmen dieses Projekts erstmals die Publikationsform einer wissenschaftlichen App interdisziplinär konzipiert, erarbeitet und entwickelt werden. Sie steht unter dem Titel „Kriegsmäler der Religionsgemeinschaften in München. Eine Auswahl der Jahre 1921 bis 1937“ kostenfrei zum Download bereit. Für die Förderung und Kooperation danken wir Frau Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Herrn Dr. Axel Töllner, Augustana – Theologische Hochschule der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, und Herrn Dipl.theol. Ludwig Schmidinger, Katholische Seelsorge an der KZ-Gedenkstätte Dachau. Entwicklung, Design und Gestaltung der App übernahm mit großer Kreativität und Zuverlässigkeit Sebastian Offergeld M.A., Offergeld-Applications (https://www.offergeld-applications.de/). Dem Ökumenischen Forschungscolloquium an der Universität des Saarlandes danken wir für die Einladung zur Präsentation der App und die anregende Diskussion.

Wertvolle Impulse erhielt das Projekt durch den „Münchner Arbeitskreis Katholizismus-/Protestantismusforschung“, den Antonia Leugers 2010 begründete und zusammen mit Dr. Björn Mensing bis 2015 leitete. Äußerst anregend waren die interdisziplinären Studientage, Vortragsreihen und Vorträge:

  • in Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie München der Studientag „Zwischen Revolutionsschock und Schulddebatte. Münchner Katholizismus und Protestantismus im 20. Jahrhundert“ (12.12.2011);

  • in Kooperation mit dem Archiv der Münchner Arbeiterbewegung und Prof. Dr. Benjamin Ziemann, Sheffield UK, der Vortragsabend: „Kriegsgedenken in München 1919–1933“ (Seidlvilla München, 15.11.2012);

  • in Kooperation mit der Evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau und der Katholischen Seelsorge an der KZ-Gedenkstätte Dachau der Vortragsabend: „Die Kirchen und die Revolution“ (Zentralinstitut für Kunstgeschichte, 20.11.2012);

  • in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Tutzing der Studientag: „Ergriffen und angegriffen – Katholiken, Protestanten und die ‚Machtergreifung‘“ (3.3.2013);

  • in Kooperation mit der Münchner Volkshochschule – Offene Akademie – im Gasteig die Veranstaltungsreihe: Hitlerputsch, Braune Priester, Antisemitismus (März bis Juni 2013);

  • sowie mit Prof. Dr. Alan Steinweis (Laudator) die Buchpräsentation „Zwischen Revolutionsschock und Schulddebatte. Münchner Katholizismus und Protestantismus im 20. Jahrhundert“ (St. Markus, 20.11.2013).

Unser besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Archive und Bibliotheken für ihr hilfreiches Entgegenkommen, die zahlreichen Auskünfte, die schnelle Bereitstellung der Akten und die zuverlässige Erledigung von Reproduktionsaufträgen. Für die nutzerfreundlichste Form, unkompliziert eigene digitale Fotos zur wissenschaftlichen Bearbeitung im Lesesaal anfertigen zu dürfen, ist dem Stadtarchiv München zu danken. Der Bayerischen Staatsbibliothek München gebührt ein eigenes Lob für die äußerst angenehmen Arbeitsmöglichkeiten im Aventinus-Lesesaal, im Lesesaal Handschriften und Alte Drucke, im Lesesaal Musik, Karten und Bilder, nicht zuletzt im Allgemeinen Lesesaal. Ideale Öffnungszeiten und Reproduktionsgeräte sind für die moderne Forschungsarbeit ein enormer Gewinn. Im Zeichen der durch das Covid-19-Virus ausgelösten Krise standen uns die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch geschlossener Archive und Bibliotheken sehr hilfreich zur Seite.

Bedanken möchten wir uns auch bei den studentischen Hilfskräften des Projekts: zunächst Isabell Merkle, Florian Oehler und Hermann Herburger, dann in einer zweiten Phase Anna Flaith, Florian Funer, Linda Huber, Katharina Jauch, Tamara Rapp, Marie Raßmann und David Schilling. Sie haben bei der Transkription von Quellen und bei der Recherche und Erstellung von Übersichten und Tabellen viel Arbeit investiert und Geduld bewiesen. Christine Ruppert und Ariane Wruck haben bei der Bewirtschaftung des Projekts, bei der Einholung der Druckvorlagen und bei den Korrekturen zuverlässig geholfen.

Nicht zuletzt danken wir sehr herzlich Herrn Dr. Diethard Sawicki, der im Verlag Ferdinand Schöningh das Lektorat Geschichte leitet. Er hat sich maßgeblich für diese Veröffentlichung eingesetzt und sich um die Realisierung sehr verdient gemacht.

Tübingen/München, am 8. Mai 2020, 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs

Andreas Holzem und Antonia Leugers