Auf die Idee einer wissenschaftlichen Untersuchung zum Leben und Werk von Johannes Lepsius kam ich 1997, als ich im Rahmen eines Forschungsprojektes die Gelegenheit erhielt, eine erste Fassung der Bibliographie der von Lepsius bzw. der Deutschen Orient-Mission herausgegebenen Zeitschriften im Lepsius-Archiv in Halle-Wittenberg unter der Betreuung des inzwischen verstorbenen Theologen und Ostkirchenkundlers Hermann Goltz (1946-2010) zu erstellen.1 An dieser Stelle möchte ich ihm sowie seinen Kollegen Hacik Rafi Gazer und Axel Meißner meinen herzlichen Dank dafür aussprechen, dass sie mich damals bei meiner Archivarbeit ebenfalls unterstützt haben.

Mein ausdrücklicher Dank gilt ferner zwei inzwischen ebenfalls verstorbenen wissenschaftlichen Kollegen in Armenien: Lendrusch Churschudyan (1927-1999) sowie Hrant Tamrasyan (1926-2001), die mich seinerzeit ermutigten, eine umfassende Darstellung des Armenier-Hilfswerks des Johannes Lepsius und der von ihm ins Leben gerufenen Deutschen Orient-Mission anzufertigen. Meine Forschungsergebnisse erschienen zunächst auf Armenisch, in mehreren Artikeln sowie zwei Monografien.2 Da es sich dabei inhaltlich nicht nur um die armenische, sondern auch um die neuere deutsche Geschichte handelte, entschloss ich mich später, diese Publikationen auf Deutsch zu veröffentlichen. Die meisten meiner Artikel zu dieser Thematik erschienen in der Vereinszeitschrift Armenisch-Deutsche Korrespondenz (ADK, Zeitschrift der Deutsch-Armenischen Gesellschaft). Dem Herausgeber und dem Vorsitzenden der DAG, Raffi Kantian, sowie dem Direktor des Lepsiushauses, Rolf Hosfeld, die mich mehrfach zum Abfassen meiner Forschungsergebnisse in deutscher Fassung ermutigt haben, spreche ich ganz besonderen Dank aus.

Angesichts der anhaltenden Aktualität vieler Fragen, die mit Lepsius und seinem karitativen und publizistischen Einsatz für die Armenier in Zusammenhang stehen, veröffentlichte ich 2019 eine Monographie in deutscher Sprache, die eine umfassende Übersicht über die publizistischen und organisatorischen Aktivitäten von Lepsius für die Armenier darstellt.3

Später entschloss ich mich zur Herausgabe einer weiteren deutschsprachigen Monographie, worin auch die Arbeit der Missionsgesellschaft von Lepsius in den Stationen sowie das von der Missionsgesellschaft nach seinem Tod weitergeführte Hilfswerk nebst vielerlei weiteren Aktivitäten ausführlicher geschildert werden. Das Ergebnis ist die vorliegende Abhandlung. Diese beruht auf unterschiedlichen Quellen, von denen vor allem die von J. Lepsius und seiner Missionsgesellschaft veröffentlichten Zeitschriften zu nennen sind. Außerdem wurden die deutschen diplomatischen Aktenstücke, Archivalien und Sekundärliteratur sowie Memoiren und andere Quellen berücksichtigt.

Bei der Edition der deutschen Fassung wurde ich von meinen deutschen Kollegen Tessa Hofmann, Sibylle Suchan-Floß, Renée Gundelach, Ingrid Schmidt, Ruth Büttner-Maloszek und Jürgen Gispert in vielfältiger Weise unterstützt, wofür ich ihnen ebenfalls meinen herzlichen Dank ausspreche.

Jerewan, im Januar 2020

Aschot Hayruni

1

Siehe Goltz, Hermann/Meissner, Axel: Deutschland, Armenien und die Türkei 1895-1925. Dokumente und Zeitschriften aus dem Dr. Johannes-Lepsius-Archiv an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, hg. von Hermann Goltz, Teil 1, Katalog, München 1998, S. 539-622.

2

Siehe Hayrowni, Ašot: Yohannes Lep’siows, hayanver gorcič‘n ow hraparakaxosë. Erevan 2001. Vgl. Hayrowni, A : Yohannes Lep’siowsi aṙak’elowt’yownë, Erevan 2002.

3

Hayruni, Aschot: Fürsprecher für ein bedrohtes Volk. Johannes Lepsius und die Armenier, Jerewan 2019.