Abbildungen

In: Ludwig XIV.
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Abb. 1
Abb. 1

Das Bild der Bilder, die königliche „Ikone“: Das große Staatsporträt Ludwigs XIV. von Hyacinthe Rigaud (1659–1743) (1701) ist zum Symbol für unsere Vorstellung von der absoluten Monarchie des 17. Jahrhunderts geworden (Louvre).

Abb. 2
Abb. 2

Eine „Dekonstruktion“ des absoluten Monarchen aus dem Jahre 1840, William Makepeace Thackerays Erklärung: Die „Majestät“ Ludwigs XIV. ist eine Inszenierung (aus The Paris Sketchbook).

Abb. 3
Abb. 3

Eine andere Inszenierung: Ludwig XIV. als „König des Krieges“ vor der Belagerung von Namur, zugleich sein letzter Feldzug. Hyacinthe Rigaud, Louis XIV devant Namur, 1694 (Madrid, Prado).

Abb. 4
Abb. 4

Das Gemälde eines unbekannten Künstlers zeigt Anna von Österreich mit ihrem ältesten Sohn etwa 1639; zeittypisch trägt der Dauphin Ludwig noch Mädchenkleider. Die Königin hat nach langen Jahren der Kinderlosigkeit nun ihre Pflicht erfüllt und dem Königreich Frankreich einen Thonfolger geschenkt (Schloss Versailles).

Abb. 5
Abb. 5

Ludwig XIV. ungeschminkt: Antoine Benoist (1632–1717) fertigte mehrere Wachsporträts des Königs an, von denen nur dieses, entstanden um 1706, erhalten ist. Es beeindruckt durch seinen Realismus und präsentiert ein von der Last der Jahre gezeichnetes Profil (Schloss Versailles).

Abb. 6
Abb. 6

Die Ehe der Madame de Maintenon mit Ludwig XIV. wurde niemals offen bestätigt. Das Porträt kann als inoffizielle Bestätigung gelesen werden: Sie trägt die Farben des Königreiches, das goldene Kleid ist übersät mit den königlichen Lilien, der blaue Hermelinmantel ist ein königliches Attribut. Das aufgeschlagene Buch, die Textpassage, die Sanduhr verweisen auf die Heilige Francesca von Rom, die Hand auf der Brust soll die Inbrunst des Glaubens von Heiliger und Dargestellter symbolisieren (Schloss Versailles).

Abb. 7
Abb. 7

Hier nahm alles seinen Anfang: Saint-Germain-en-Laye, bevorzugte Residenz von Heinrich IV. Hier wurde Ludwig am 1. September 1638 in Anwesenheit des Hofes geboren (Stich von Adam F. van der Meulen, 1669, Schloss Versailles).

Abb. 8
Abb. 8

Das Schloss der Schlösser. Ludwigs XIV. eigene Schöpfung: Versailles, hier noch vor den großen Umbauten (Gemälde von Pierre Patel 1668, Schloss Versailles).

Abb. 9
Abb. 9

Fontainebleau, das Schloss Franz I. (1515–1547), besuchte Ludwig XIV. mit seinem Hof auch nach der Umsiedlung nach Versailles regelmäßig im Herbst, um in den umliegenden Wäldern zu jagen (Stich von Adam F. van der Meulen, 1669, Schloss Versailles).

Abb. 10
Abb. 10

Um dem strengen Diktat des Zeremoniells in Versailles zu entkommen, schuf Ludwig XIV. eine Anlage, in die er sich regelmäßig mit einer handverlesenen Schar von Höflingen zurückzog. Hier verbrachte er seinen letzten Sommer, vom 12. Juni bis 10. August 1715 (Gemälde von Pierre D. Martin 1724, Schloss Versailles).

Abb. 11
Abb. 11

Das Herzstück des Bildprogrammes im Spiegelsaal von Versailles: Der König regiert „persönlich“; Ludwig hält das Ruder des Staates in der Hand und sein Blick trifft sich mit der Allegorie des Ruhmes; den Weg zu ihr zeigen der Kriegsgott Mars und die Siegesgöttin Victoria (Gemälde von Charles Le Brun 1678-1684, Schloss Versailles).

Abb. 12
Abb. 12

Der Stich zeigt Ludwig XIV. inmitten der Mitglieder seiner Minister und Staatssekretäre: v.l.n.r: Le Tellier, Phélypeaux de La Vrillière, Louvois, Croissy, Colbert, Seignelay (im Hintergrund verdeckt). Hinter Ludwig stehen sein Bruder und der Dauphin. Es überrascht die Anwesenheit des ehemaligen Frondeurs, des Herzogs von Condé, zur Linken des Königs. Bezug genommen wird in den Details auf die Annexion von Straßburg und die Reunionen. Die Karten auf dem Tisch zeigen die Grundrisse der Festungen von Casale und Straßburg – der Stich versinnbildlicht Ludwigs Auffassung von der Sicherung des Königreiches durch die Kontrolle und den Bau von Festungen (Almanach Royal pour l’année 1682, Bibliothèque nationale de France).

Abb. 13
Abb. 13

Ludwigs „Ersatzvater“: Kardinal Jules Mazarin, ein naturalisierter Römer, von Richelieu in französische Dienste genommen. Er genoss das Vertrauen Ludwigs XIII. und Annas von Österreich und konnte so zum leitenden Minister der Regentschaft und zum Lehrer des Königs werden (Stich von François de Poilly nach einem Gemälde von Pierre Mignard).

Abb. 14
Abb. 14

Nicolas Fouquet, der loyale Diener Mazarins während der Fronde, Geldbeschaffer und Spekulant, fiel durch eigene Hybris, aber vor allem durch Colberts Intrigen, und wurde so zum Sündenbock (Stich nach einem Gemälde von Charles Le Brun).

Abb. 15
Abb. 15

Le Tellier war ein loyaler Gefolgsmann Mazarins, der das Staatssekretariat des Krieges übernahm und es bis 1702 für seine Familie sicherte (anonymer zeitgenössischer Stich).

Abb. 16
Abb. 16

Von seinem Vater früh in die Amtsgeschäfte des Kriegsministeriums eingeführt, organisierte Louvois mit unerbittlicher Härte die Kriegsmaschinerie des Sonnenkönigs, viele Zeitgenossen machten ihn verantwortlich für Ludwigs aggressive Politik in den 1680er Jahren (anonymer zeitgenössischer Stich).

Abb. 17
Abb. 17

Colbert, Ludwigs XIV. bedeutendster Minister, hier dargestellt noch am Anfang seiner Karriere 1655, als Mazarins Vertrauter, worauf sicherlich der Brief verweist, den er ostentativ dem Betrachter entgegenhält. Als „Bote“ des Kardinals gelang es Colbert, das Vertrauen des jungen Königs zu gewinnen – Grundlage für seine Karriere als – fast – allmächtiger Minister (Porträt von Philippe de Champaigne, 1655, Metropolitan Museum of Art, New York).

Abb. 18
Abb. 18

Torcy, der Neffe des „großen“ Colberts, wurde von seinem Vater Charles Colbert de Croissy sorgfältig auf die Übernahme des Außenministeriums vorbereitet. In den letzten Lebensjahrzehnten war er ein wichtiger Ratgeber Ludwigs XIV. (anonymer zeitgenössischer Stich).

Abb. 19
Abb. 19

Die Brüder Le Nain betrieben in Paris eine Malerwerkstatt – und sind bekannt für ihre Genrebilder, die das Leben der Bauern im 17. Jahrhundert abbilden – oft, wie auch hier mit einer religiösen Aufladung (Abendmahl), aber in den Details geben ihre Bilder einen Eindruck der Armut und Not der Landbevölkerung im Zeitalter Ludwigs XIV. (Die Mahlzeit der Bauern, 1642, Louvre)

Abb. 20
Abb. 20

Bossuet: der wortgewaltige Prediger, Verteidiger der katholischen Orthodoxie, des Gallikanismus und Propagandist des Gottesgnadentums und der absoluten Monarchie (anonymer zeitgenössischer Stich).

Abb. 21
Abb. 21

Der Moralist La Bruyère schuf mit seinen Charactères ein kritisches Sittenbild der französischen Gesellschaft seiner Zeit, ohne ihre Ordnung jedoch in Frage zu stellen. Die Vorbilder für seine vielgelesenen Porträts konnte er als Hauslehrer und Sekretär im Hause Condé studieren (Gemälde zugeschrieben Robert Levrac-Tournières).

Abb. 22
Abb. 22

Guy Patin, Mediziner (Vorstand der Medizinerfakultät der Sorbonne, Professor am College de France), Humanist, Universalgelehrter und Libertin. Seine Briefe sind eine wahre Fundgrube für einen unbestechlichen (und bissigen) Blick auf die ersten Jahrzehnte der Regierung Ludwigs XIV. (anonymer zeitgenössischer Stich).

Abb. 23
Abb. 23

Ezechiel Spanheim, Sohn einer Hugenottin und eines aus der Kurpfalz stammenden Theologen, in Genf geboren, verkörperte wie kaum ein anderer die für das 17. Jahrhundert weit verbreitete Symbiose eines Homme de lettre, Hofmanns und Politikers – er diente seit 1680 dem Kurfürsten von Brandenburg und hinterließ mit seiner Relation de la Cour de France von 1690 ein äußerst präzises Porträt Ludwigs, seiner Familie, seines Hofes und seines Königreiches (Stich von Benjamin Arlaud u. Janus Broukhusius, nach 1700).

Abb. 24
Abb. 24

Elisabeth Charlotte (1652–1722), besser bekannt als „Liselotte“, unglücklich mit Ludwigs XIV. Bruder Philipp v. Orléans verheiratet, hat mit ihren Briefen an Verwandte und Freunde ein „weibliches“ Pendant zu den Erinnerungen des Herzogs von Saint-Simon hinterlassen: Eine unermüdliche Bestandsaufnahme des höfischen Alltags (Gemälde von Hyacinthe Rigaud, 1713, Kurpfälzisches Museum Heidelberg, Inv. Nr. KMH G 1821).