Vorwort

In: Städte in Westfalen
Author:
Heinrich Schoppmeyer Witten

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Jahr für Jahr erscheint eine Fülle stadtgeschichtlicher Untersuchungen. Ihre Ergebnisse sind von einem einzelnen kaum noch zu überblicken. Die zwischen 1986 und 1996 durch Heinz Stoob und seine Mitarbeiter zusammengestellte Bibliographie zur deutschen historischen Städteforschung umfaßt in zwei Bänden nicht weniger als fast 2000 Seiten mit über 24000 Titeln, obwohl die Bearbeiter bereits eine Auswahl der vorhandenen und bis 1984/85 erschienenen Literatur vornahmen. Außerdem waren nicht einmal alle Klein- und Zwergstädte berücksichtigt, um die Bibliographie nicht überquellen zu lassen. In einen Zentralkatalog beim Institut für vergleichende Städtegeschichte (Münster) sind in Form einer Datenbank zum Städtewesen in Deutschland und angrenzenden Regionen bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt rd. 170.000 Titel aufgenommen worden.

Diese für den deutschen Sprachraum und für Mitteleuropa zu beobachtende Vermehrung stadthistorischer Untersuchungen trifft auch für Westfalen zu – diesen Referenzraum pro forma in den Grenzen des gegenwärtigen Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe gedacht. Dessen Sprengel deckt sich jedoch nicht mit den Vorstellungen von einem „größeren“ Westfalen, an das zum Beispiel für die Geschichte des Mittelalters gedacht werden muß. Mit der Gründung des Instituts für vergleichende Städtegeschichte (1969/1970) wurde die Stadtgeschichtsforschung in Westfalen ganz wesentlich gefördert. Ohne dessen Grundlagenarbeit hätte dieses Buch nicht geschrieben werden können.

Kaum zu überschätzen ist der Wunsch zahlreicher Städte Westfalens, ihre Geschichte wissenschaftlich darstellen zu lassen. Dies ist seit etwa 1970 in einem sich immer steigernden Umfang geschehen, wobei Erstnennungsjubiläen zumeist den Anlaß für die Abfassung stadtgeschichtlicher Monographien lieferten.

Der vorliegende Band ist als Übersicht über die Städtegeschichte in Westfalen gedacht. In seinen Grundzügen geht er auf Vorlesungen und Übungen zurück, die ich zwischen 1969 und 2004 an der Ruhr-Universität Bochum gehalten habe. Die Buchfassung hat Dr. Friedrich Gerhard Hohmann (Paderborn) als langjähriger Herausgeber der Studien und Quellen zur Westfälischen Geschichte veranlaßt und durch stete Ermunterung begleitet.

Für kritische Durchsicht und wertvolle Anregungen bin ich Peter Baake (Hagen), Dr. Rainer Decker (Paderborn), Michael Gosmann (Arnsberg), Dr. Andreas Neuwöhner (Paderborn) und Dr. Hans Nordsiek (Minden) verpflichtet. Die Einrichtung der Abbildungen verdanke ich Bernd Gichtbrock (Witten). Dem Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens (Abt. Paderborn) und der Historischen Kommission für Westfalen danke ich für die Aufnahme des Buches in die Reihe ihrer Veröffentlichungen.

Witten, im September 2020 Heinrich Schoppmeyer

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