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Das sog. Mittelalter ist das Zeitalter, in dem im westlichen Europa das Christentum als herrschender Glaube vielfältig das Leben bestimmt hat. Maßgeblich war Rom. Das Bewußtsein einer Einheit von Politik und Religion führte zur Ausrottung von Andersartigem. Das betraf Katharer und Waldenser, später die Hussiten, oft unter Verkennnung der christlichen Motivation. Daß die doppelt in Kirche und Politik verfaßte Christenheit auch zum Konkurrenzkampf führte, zeigt der Investiturstreit.

Bei dem weitgehenden Fehlen anderer kultureller Erscheinungen führte der christliche Glaube auch zum umfassendsten Gebiet bildlicher Kunstübung. Das bedingt auch den größeren Umfang des Bandes über das Mittelalter.

Die Prinzipien, nach denen das gesamte Werk aufgebaut ist, habe ich im ersten Teil erläutert. Hier nun ist das mit dem wenig genauen Begriff „Mittelalter“ benannte Zeitalter behandelt. Konkret sind die Grenzen durch die vorkarolingische Zeit einerseits, durch die Reformation andererseits gezogen.

Herr Dr. Arvid Hansmann hat mich wiederum in hohem Maße bei technischen Problemen wie bei der Beschaffung der Abbildungen unterstützt. Mein Dank ist ihm gewiß.

Zu danken habe ich weiterhin der Ev.-luth. Nordkirche, die einen Teil des Druckkostenzuschusses getragen hat.

Hans Georg Thümmel