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»In der Forderung nach ›Brot‹ schwang […] stets das Pathos weitgespannter Zukunftsentwürfe für eine neue Gesellschaft mit.«1 Dieses Zitat von Alf Lüdke beschreibt paradigmatisch die Idee, aber auch den Entstehungsprozess dieser Arbeit. Entstanden im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 923 ›Bedrohte Ordnungen‹ an der Universität Tübingen im Teilprojekt B02 ›Hungerkatastrophen als Bedrohung religiöser und sozialer Ordnung. Bedrohungskommunikation und Bewältigungshandeln in christlichen Gesellschaften (1570–1980)‹, war die ursprüngliche Idee, dass Hunger unmittelbar Bedrohungskommunikation auslöst und Bewältigungshandeln generiert. Im Laufe der Recherchen zeigte sich aber schnell: Hunger war neben anderen Formen prekärer Existenz für die Zeitgenossen ein Symptom unter anderen, um über gesellschaftliche Ordnung zu sprechen und sie zu gestalten. Von daher wurde die Arbeit, in der es um die Bedrohung durch Hunger gehen sollte, erweitert zu einer Studie über die Gesellschafts- und Ordnungsvorstellungen des Sozialkatholizismus.

Diese Arbeit wurde im Herbst 2015 als Dissertation an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen eingereicht und angenommen. Für den Druck wurde der Text nochmals überarbeitet und gestrafft. An dieser Stelle gilt mein erster und herzlichster Dank Prof. Dr. Andreas Holzem, der mir als Projektleiter und Doktorvater im Laufe der Entstehung dieser Arbeit mit Rat und Unterstützung zur Seite stand. Außerdem möchte ich dem Zweitgutachter meiner Arbeit, Prof. Dr. Michael Schüssler, für bereichernde Perspektiven aus der Praktischen Theologie meinen Dank ausprechen.

Viele sind beteiligt, wenn eine Dissertation entsteht. Deshalb gilt mein Dank allen, die mich in Archiven und Bibliotheken unterstützt, mir Zugang zu den Quellen verschafft und mich an ihrem Fachwissen beteiligt haben. Stellvertretend für alle möchte ich an dieser Stelle Dr. Heinz Mestrup vom Diözesanarchiv in Münster danken, dessen Archiv ich zuerst besuchte, und durch den diese Arbeit ihre erste ›Spur‹ erhalten hat. Neben den Quellen steht auch immer die Entwicklung von Forschungsperspektiven: An dieser Stelle gilt mein Dank allen, mit denen ich Zwischenschritte und Ergebnisse diskutieren konnte und die mir hilfreiche Anregungen gegeben haben. Das gilt in erster Linie für meinen Projektkollegen Johannes Stollhof sowie das Doktorandenkolloquium am Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte, allen voran Daniela Blum, Florian Bock, Stefanie Neidhardt und Christiane Pohl. Des weiteren danke ich meinen Kolleginnen und Kollegen des Sonderforschungsbereichs 923, in dessen Umfeld viele Gespräche, Diskussionen, Arbeitskreise, Workshops und Veranstaltungen zur Vertiefung und Schärfung dieser Arbeit beigetragen haben. Am Ende jeder Dissertation steht schließlich die Publikation. Mein Dank gilt in diesem Zusammenhang der Kommission für Zeitgeschichte, besonders Prof. Dr. Ulrich von Hehl, Prof. Dr. Joachim Schmiedl und Dr. Christoph Kösters.

Mein hervorragender Dank gilt Eva Kuhn, ohne deren engagierte, tatkräftige und vehemente Unterstützung in Recherche und Korrektur diese Arbeit sicher nicht gelungen wäre.

Die Entstehung einer Dissertation lebt aber nicht nur von der fachlichen Unterstützung, sondern auch von den vielen Menschen, die diese Zeit begleitet haben. Hier gilt mein hervorragender Dank Liborius, meinem besten Freund und Wegbegleiter, der alle Höhen und Tiefen dieser Arbeit mitgetragen hat. Außerdem möchte ich denen danken, die mich daran erinnert haben, dass es im Leben mehr gibt als Archive: meiner Familie, Daniela und Uli, Urs und Yvonne, Ruben und Miriam, Heike, Anke, Dominik, Fadwa, Regina und den vielen anderen lieben Menschen, die Teile dieses Weges mitgegangen sind.

Außerdem danke ich Gernot für seine unnachahmliche Art, die Welt zu sehen.

1

Vgl. A. Lüdke, Hunger in der großen Depression, S. 172.

Hunger, Armut, Soziale Frage

Sozialkatholische Ordnungsdiskurse im Deutschen Kaiserreich 1871-1918

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