Quo vadis (inter-)kulturelle Bildung?

In: Internationalisierung des Lehramtsstudiums
Author: Werner Delanoy

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In meinem Beitrag befasse ich mich mit der Frage, was kulturelle Bildung in Anbetracht aktueller Herausforderungen leisten soll. Den Ausgangspunkt bietet ein konkretes Textbeispiel, über das ich bereits an anderer Stelle, allerdings aus unterschiedlicher Perspektive, berichtet habe (Delanoy, 1993 & 2008). Dabei handelt es sich um Farrukh Dhondys Kurzgeschichte Come to Mecca (1978). Wurde die Geschichte auch vor 40 Jahren veröffentlicht, so erscheint sie mir aufgrund ihrer Anschaulichkeit, Komplexität, Thematik und ihres Leserbezugs nach wie vor als anregendes Referenzbeispiel. Die Kurzgeschichte wird in diesem Beitrag zu vier Problemfeldern in Beziehung gesetzt, die mir für eine Neukonstitution kultureller Bildung in Anbetracht aktueller Problemlagen als wichtig erscheinen. Zunächst liegt der Fokus auf der Frage, ob mit Transkulturalität ein neues, ja das neue Paradigma für kulturelle Bildung geschaffen wurde, wobei ich vor zu optimistischen und einseitigen Einschätzungen dieser Perspektive warne. Im Anschluss daran wende ich mich aktuellen kosmopolitischen Positionen zu, um das Kosmopolitentum als ein neues Leitbild für kulturelle Bildung zur Diskussion zu stellen. Ferner gilt mein Interesse dem Problemfeld der kommunikativen Kompetenz, wobei ich für das verstärkte Entwickeln multimodaler Kompetenzen plädiere. Danach wird der Frage nachgegangen, wie Konflikten in einer globalisierten Moderne begegnet werden soll. Hier wird die Fähigkeit zur Kulturmediation als zentrales Bildungsziel vorgeschlagen. Im abschließenden Teil gilt mein Augenmerk den Konsequenzen dieser Neukonzeption von kulturellem Lernen für die Lehrerbildung.

Internationalisierung des Lehramtsstudiums

Modelle, Konzepte, Erfahrungen

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