Authors: Marian Füssel1 and Tim Neu2
  • 1 , Göttingen
  • | 2 , Wien
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Der vorliegende Sammelband ist aus der Tagung „Reassembling the Past?! Akteur-Netzwerk-Theorie und Geschichtswissenschaft“ hervorgegangen, die vom 3. bis 5. Juli 2014 in Göttingen stattfand. Die Tagung wurde von uns im Rahmen unserer gemeinsamen Tätigkeit am Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte der Georg-August-Universität Göttingen organisiert und vom Zentrum für Mittelalter- und Frühneuzeitforschung der Georg-August-Universität Göttingen und dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Rahmen des Programms „PRO*Niedersachsen“ gefördert.

Dass sich die Drucklegung über einen vergleichsweise langen Zeitraum hingezogen hat, ist ebenso offenkundig wie bedauerlich. Umso dankbarer sind wir, dass alle Autor*innen dem Projekt treu geblieben sind. Unser Dank gilt ebenfalls Dr. Diethard Sawicki, dem Lektor des Schöningh-Verlags für den Fachbereich Geschichte, der sich für unser Projekt begeistern ließ und ebenfalls eine nicht selbstverständliche Geduld aufbrachte.

Aufgrund der ungewöhnlichen Entstehungsgeschichte scheint uns eine selbsthistorisierende Anmerkung nötig zu sein: Die Beiträge von Stefan Droste, Jan Keupp, Katharina Kreuder-Sonnen, Sven Petersen, Pascal Schillings, Christian Vogel und Nadir Weber wurden in der ersten Jahreshälfte 2015 eingereicht, der Beitrag von Patrick Kilian Ende 2016 nachträglich eingeworben. Alle Beiträge sind dann 2018/19 überarbeitet worden, die Einleitung und der Beitrag von Tim Neu wurden 2020 fertiggestellt.

Erhard Schüttpelz hat unseres Erachtens zu Recht darauf hingewiesen, dass sich die Akteur-Netzwerktheorie – als eine „antireduktionistische Heuristik“ – stets „den Mühen der Ebene unterziehen und (historische, technische, organisatorische) Prozesse Schritt für Schritt gliedern und terminologisch diskutieren“ müsse.1 Geschichtswissenschaftliche Versuche, das zu leisten, sind bisher – und auch seit 2014 – nur gelegentlich unternommen worden, weshalb wir diesen Band auch weiterhin für wichtig halten.

Marian Füssel (Göttingen) und Tim Neu (Wien) März 2021

1

Erhard Schüttpelz, „Der Punkt des Archimedes. Einige Schwierigkeiten des Denkens in Operationsketten“, in: Georg Kneer, Markus Schroer, ders. (Hg.), Bruno Latours Kollektive, Frankfurt a. M. 2008, S. 234–258, hier S. 235.