Mutter, Jungfrau, Gebärende, Glaubende, Königin und neue Eva: Maria in der frühen Christenheit (1.–6. Jahrhundert)

in Religiöses Wissen im vormodernen Europa

Der Beitrag gibt einen Überblick über die mariologische Vielfalt in literarischen und ikonographischen Zeugnissen der antiken Christenheit und schafft damit die Grundlage für die im Folgenden untersuchten Transformationen, nimmt aber zugleich die Antike als eine Epoche in den Blick, an der sich die Dynamik religiöser Wissensbildung mit Gewinn studieren lässt. Bereits der Prozess um die Bildung und Anerkennung des neutestamentlichen Kanons erweist sich als ein Phänomen dynamischer religiöser Wissensbildung. Ausgehend von der Beobachtung, dass Maria in den kanonisierten Schriften eine marginale Rolle spielt, wird das Protevangelium Jacobi als marianische Urschrift des Christentums vorgestellt, weil hier die ‚narrativen Lücken‘ der Evangelien mit autoritativem Anspruch und großer rezeptionsgeschichtlicher Wirkung gefüllt werden. Sodann werden – jeweils in Zusammenschau kanonisierter und nicht-kanonisierter Texte sowie deren Rezeption in der Spätantike – die wichtigsten Rollenbilder untersucht, die Maria in unterschiedlichen historischen Kontexten und theologischen Diskursen sowie durch Vermittlung unterschiedlicher Medien und durch verschiedene Akteure zugesprochen wurden.

Religiöses Wissen im vormodernen Europa

Schöpfung – Mutterschaft – Passion

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