Mythos Wewelsburg

Fakten und Legenden

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Seit Kriegsende ranken sich Verschwörungstheorien und verklärende Legenden um die Wewelsburg in der Nähe von Paderborn. Dieses Buch klärt auf über Hintergründe, Inhalte und Verbreitungswege des Wewelsburg-Mythos.
Im »Dritten Reich« sollte das westfälische Schloss eine zentrale Versammlungsstätte für höhere SS-Führer werden. Gerüchte über okkulte Riten der SS an diesem Ort haben Deutschlands einzigartige Dreiecksburg in den vergangenen Jahrzehnten zu einem Wallfahrtsort der rechten Szene gemacht. Esoteriker sehen in der Anlage einen besonderen »Kraftort«. Die »Schwarze Sonne«, abgeleitet von einem Sonnenrad-Ornament im Nordturm, ist zum weltweit populären Heils- und Erkennungszeichen der Rechtsextremen geworden. Im Mythos um die Wundertechnologie der »Reichsflugscheiben«, im Neuheidentum, in der Black Metal-Szene und sogar in Superhelden-Comics sind die Wewelsburg und die »Schwarze Sonne« Bestandteile einer bedenklichen Sparte der Popkultur geworden.
In dem reichhaltig illustrierten Band werden erstmals umfassend Entstehungsgeschichte, Spielarten und Wirkungen des Mythengeflechtes um die Wewelsburg rekonstruiert, das sich parallel zum Aufbau der heute dort beheimateten Erinnerungs- und Gedenkstätte für die Opfer der SS-Verbrechen entwickelt hat.

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Kirsten John-Stucke ist Historikerin und Leiterin des Kreismuseums Wewelsburg.
Daniela Siepe ist Historikerin und Germanistin. Sie war an der der Neukonzeption der zeithistorischen Dauerausstellung im Kreismuseum Wewelsburg beteiligt.
Literaturkritik.de, 08.08.2015
H.-Georg Lützenkirchen hebt hervor, die Beiträge des Sammelbandes stellen anhand von markanten Beispielen die 'Legendenbildung' dar und informieren "anschaulich über die typischen Motive und Erzähltraditionen, die den 'Mythos' Wewelsburg begründen."
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