Päpstliche Unfehlbarkeit wider konziliare Superiorität?

Studien zur Geschichte eines (ekklesiologischen) Antagonismus vom 15. bis zum 19. Jahrhundert

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Author: Ulrich Horst
Das Spätmittelalter hat subtile Theorien der päpstlichen Lehrautorität entwickelt. Auch Theologen des 16. Jahrhunderts, die in der Forschung selten gewürdigt wurden, haben versucht, Bedingungen und Voraussetzungen einer päpstlichen Definition zu klären.
Welche Rolle spielt das Konzil? Welchen Anteil haben die Kardinäle und die Ecclesia Romana? Endgültig wurden solche Probleme erst auf dem I. Vatikanischen Konzil entschieden. Die komplexe Vorgeschichte der Definition kam in der dramatischen Rede Kardinal Guidis zur Sprache, die zu einem schweren Konflikt mit Pius IX. führte. Humanismus und Reformation stellten gebieterisch die Frage nach einem verbindlichen Bibeltext. Das Trienter Konzil entschied, dass die Vulgata, die alte lateinische Übersetzung, »für authentisch« gehalten werden sollte. Was bedeutet der Begriff? Das breite Spektrum der Deutungen führte – namentlich in Spanien – zu erbitterten Kontroversen über die Rolle der biblischen Sprachen.

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Ulrich Horst war bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1999 Professor für Geschichte der Theologie seit dem Ausgang der Väterzeit an der LMU München und Leiter des Martin-Grabmann-Forschungsinstitut für Mittelalterliche Theologie und Philosophie.