Die Ämter und ihre Vergangenheit

Ministerien und Behörden im geteilten Deutschland 1949–1972

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Die Geschichtswissenschaft wirft derzeit mit Hilfe verschiedener Historikerkommissionen einen zweiten Blick auf die personellen und institutionellen Kontinuitäten und Brüche im Nachkriegsdeutschland. Während bislang vor allem die Bundesrepublik im Mittelpunkt bestand, wendet sich die Forschung jetzt auch verstärkt der DDR zu.
Denn inzwischen ist auf breiterer Quellenbasis ein deutsch-deutscher Vergleich des Auf- und Umbaus staatlicher Stellen nach dem Ende der NS-Diktatur möglich. Die Beiträge untersuchen am Beispiel von vier zentralen Bereichen staatlichen Handelns (Justiz, Wirtschaft, Sicherheit und Inneres) die Nachwirkungen der NS-Vergangenheit in Behörden und Ministerien des geteilten Deutschland. Über den empirischen Befund personeller Kontinuitäten und Diskontinuitäten hinaus gehen die Autoren der Frage danach, in welcher Form die Erfahrung des Bruchs bzw. des Neuanfangs gedanklich verarbeitet und politisch umgesetzt wurde.
With the help of various commissions of historians, academics of history are currently taking a second look at the personnel and institutional continuities and ruptures in post-war Germany. While the Federal Republic had previously been the main focus, research is now increasingly turning to the GDR.
For now it is possible to make a German-German comparison of the establishment and reconstruction of state institutions after the end of the Nazi dictatorship on a broader source basis. The articles examine the after-effects of the Nazi past in authorities and ministries of divided Germany using the example of four central areas of government action (justice, economy, security and the interior). Beyond the empirical findings of personal continuities and discontinuities, the authors examine the question of how the experience of the break or the new beginning was intellectually processed and politically implemented.

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Dominik Geppert ist seit 2010 Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Stefan Creuzberger ist Professor für Zeitgeschichte an der Universität Rostock.