Deutschsprachige Migranten in Buenos Aires

Geteilte Erinnerungen und umkämpfte Geschichtsbilder 1910–1932

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Deutsche Migranten in Argentinien: Ein historischer Beitrag zur Migrationsdebatte.
Deutsche, österreichische und schweizer Einwanderer bildeten eine heterogene Gemeinde im Herzen der Metropole Buenos Aires. Sie entwickelten eine gemeinsame Erinnerungskultur, die ihnen Orientierung und Identität gab. Welche Charakteristika hatte diese Erinnerungskultur? Welche geschichtswissenschaftlichen Erklärungen gibt es für deren Herausbildung? Welche Erkenntnisse bringt uns dieser historische Fall für das Verständnis von Migration und Erinnerung in multiethnischen Gesellschaften in einer globalisierten Welt?
Die Autorin zeigt, wie Aneignung und Abgrenzung von Geschichtsbildern in der Migrantengemeinde abliefen, die Entwicklung einer Meistererzählung und das Scheitern von geschichtspolitischen Projekten. Trotz vieler Bezüge zu den Herkunftsländern der Einwanderer war ihre Erinnerungskultur sehr stark von den Gegebenheiten in Argentinien, den Bedingungen vor Ort und der Zusammensetzung ihrer heterogenen Gemeinde abhängig.
German migrants in Argentina: A historical contribution to the migration debate. German, Austrian and Swiss immigrants formed a heterogeneous community in the heart of the metropolis of Buenos Aires. They developed a common culture of remembrance that gave them orientation and identity. But they also argued about different interpretations of history because of different political convictions. The author reveals the processes of appropriation of historical images within the migrant community, the development of a master narrative and the failure of historical-political projects. Despite many references to the countries of origin of the immigrants, their culture of remembrance was strongly dependent on the conditions in Argentina and the heterogeneity of their community.

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