Demetrius Augustinus von Gallitzin

Bildungspionier zwischen Münster und Pennsylvania 1770-1840

Im transatlantischen Raum war die Katholische Aufklärung als globale Reformbewegung besonders wirksam. Anhand des Lebens und Wirkens von Demetrius Augustinus von Gallitzin (1770–1840) werden ihre grenzüberschreitenden Verflechtungen nun erstmals sichtbar.
Andreas Oberdorf stellt mit Demetrius von Gallitzin eine bisher weitgehend unbekannte Gestalt der deutsch-amerikanischen Bildungsgeschichte in den Mittelpunkt seiner Studie. Aufgewachsen und erzogen im Fürstbistum Münster, das im späten 18. Jahrhundert von einer Katholischen Aufklärung geprägt wurde, reiste Gallitzin 1792 in die Neue Welt. Von dieser Bildungsreise in die Vereinigten Staaten von Amerika kehrte er nicht zurück, sondern wurde Priester und wirkte fast ein halbes Jahrhundert als Missionar, Pfarrer und Publizist in den westlichen Gebieten Pennsylvanias. Die Rekonstruktion seiner Lebensgeschichte, die Auswertung seiner Briefe und Schriften bettet der Autor in die dichten Kommunikationsnetze des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts ein. So erschließen sich neue Erkenntnisse zu den transatlantischen Dimensionen der Katholischen Aufklärung als Reform- und Bildungsbewegung.

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Andreas Oberdorf studierte Musik, Geschichte und Erziehungswissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Er war Promotionsstipendiat der Gerda Henkel Stiftung und erhielt für seine Dissertation 2019 den Preis der Gallitzin-Stiftung. Heute ist er am Institut für Erziehungswissenschaft der WWU Münster als Lehrkraft tätig und leitet dort die Bibliothek der Arbeitsstelle für Deutsch-Amerikanische Bildungsgeschichte.