Dialektik bei Friedrich Schlegel

Zwischen transzendentaler Erkenntnis und absolutem Wissen

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Author: Marcus Böhm
Die Arbeit rekonstruiert die epistemische Verschiebung von Kants transzendentaler Erkenntnis zu Hegels absolutem Wissen; erstmals im systematisch-historischen Zusammenhang der frühromantischen Texte Friedrich Schlegels.
Ankerpunkt der Untersuchungen ist dabei der von Schlegel erkenntnispositiv gewendete Gebrauch dialektischer Verfahren. Mit seiner paradigmatischen Umdeutung der „Transzendentalen Dialektik“ Kants werden erkenntnistheoretische Muster freigelegt, die der Einheit des Widerspruchs logischen Vorrang gewähren und den späteren Einsichten Hegels vorausgehen. Dialektik bestimmt dabei drei wesentliche Positionen im Umgang mit dem Absoluten: als transzendentale Idee bei Kant, als unendlicher Darstellungsverlauf bei Schlegel und als bewusstgewordene Einsicht in seine Selbstexplikation bei Hegel.

For the first time the early romantic Friedrich Schlegel is read in the context of an epistemic change from Kant to Hegel. Schlegel's interpretation of Kant establishes the unity of contradiction, which precedes Hegel’s later insights. Dialectics then determine three essential positions in dealing with the Absolute: as a transcendental idea in Kant, as an infinite representation process in Schlegel and as a conscious insight into its own self-explication in Hegel.

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