Kaiser Domitian - Der Kampf um seine Nachfolge und um seine Göttlichkeit

longe tunc illi divinitas sua

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Author: Konrad Vössing
Das Urteil über Kaiser Domitian (81 - 96 n. Chr.) schwankt stark. Während man ihn früher den Quellen entsprechend als grausamen Tyrannen sah, der von seinen Untertanen göttliche Verehrung erzwang, versuchte die moderne Wissenschaft eine Ehrenrettung: Domitian als erfolgreicher Herrscher, dessen Bild von der missgünstigen Nachwelt verdüstert wurde. Die überlieferten heftigen Konflikte seiner letzten Jahre fügen sich hier jedoch nicht ein. Die vorliegende Studie stellt seine Bemühungen um Divinität in den Kontext der für die Herrschaftssicherung entscheidenden, aber prekären Nachfolgefrage; sie rekonstruiert seine (gescheiterte) Strategie, diesen Kampf mit dem um seine Göttlichkeit zu verbinden.
The verdict on Emperor Domitian (81–96 AD) varies greatly. Whereas in the past, according to the sources, he was seen as a cruel tyrant, modern scholarship has attempted a salvation of honor: Domitian as a successful ruler whose image was darkened by the begrudging posterity. The surviving violent conflicts of his final years do not fit in here. This study places his efforts to achieve divinity in the context of the precarious question of succession, which was crucial for securing his rule; it reconstructs his (failed) strategy of combining this struggle with that over his divinity.

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Konrad Vössing hat einen Lehrstuhl an der Universität Bonn inne. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Kulturgeschichte, die Herrscherrepräsentation, das antike Nordafrika und die Geschichte des römischen Reiches zur Zeit der Völkerwanderung.