Monte Cassino 1944

Der Kampf um Rom und seine Inszenierung

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Author: Magnus Pahl
Am 18. Mai 1944 war die Schlacht um den Monte Cassino für die Wehrmacht verloren. Die Alliierten hatten den umkämpften „Wellenbrecher Cassino“, wie ihn die deutsche Propaganda nannte, nach knapp einem halben Jahr schwerer Kämpfe eingenommen und drangen auf Rom vor. Goebbels Propaganda aber agierte so geschickt und nachhaltig, dass viele Deutsche bis auf den heutigen Tag mit den Namen „Monte Cassino“ in erster Linie einen letzten deutschen Abwehrsieg und keine verlorene Schlacht verbinden. Insbesondere das Bild unbesiegter deutscher Fallschirmjäger prägt oft das Klischee bei militärgeschichtlich Interessierten. Aber sogar die wissenschaftliche Literatur übernahm diese Propagandainhalte.
Magnus Pahl hinterfragt in seinem Buch den Mythos der deutschen Kampfkraft bei Cassino. Er wirft dabei den Blick aber ebenso auf die multinationalen Streitkräfte der Alliierten, unter denen das neuseeländische wie auch das polnische Kontingent eine besondere Rolle spielte. Monte Cassino ist auf seine Weise auch ein europäischer, ja globaler Erinnerungsort des Zweiten Weltkriegs. In diesem Sinne ist dem Band ein Geleitwort des polnischen Militärhistorikers Zbigniew Wawer beigegeben.

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Magnus Pahl ist Historiker und am Militärhistorischen Museum im Dresden tätig. Er kuratierte zuletzt die Sonderausstellungen „,Achtung Spione!“ Geheimdienste in Deutschland von 1945 bis 1956“ (2016) sowie „,Der Führer Adolf Hitler ist tot.‘ Attentat und Staatsstreichversuch am 20. Juli 1944“ (2019). 2012 promovierte er an der Helmut Schmidt Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg mit einer Arbeit über die Generalstabsabteilung Fremde Heere Ost. Seine Forschungsschwerpunkte sind Nachrichtendienste und die Militärgeschichte des 20. Jahrhunderts.