Kriegsgeschädigte und europäische Nachkriegsgesellschaften im 20. Jahrhundert

Series: 

Die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts charakterisieren die Senkung der Gewaltschwellen mit einem bislang unbekannten Grad der Vernichtung von Material und Menschen. Dabei trug eine bislang unbekannte Anzahl von Menschen physische und psychische Verletzungen davon. In den gesundheitlichen und sozialen Folgeschäden blieb die körperliche und seelische Gewalt als Kern jeden militärischen Handelns in den europäischen Kriegsfolgengesellschaften präsent. Der vorliegende Band widmet sich dieser Nachgeschichte als einer beispiellosen europäischen Kollektiverfahrung von Gewalt, indem er nach dem Umgang mit Kriegsgeschädigten im Rahmen sozialpolitischer Programme, der komplexen Beziehung von Rehabilitation und Integration, den Interventionen zur Normalisierung körperlicher Schädigung sowie den Aspekten medialer Repräsentation von Kriegsschädigung und deren Bedeutung für Erinnerungskulturen fragt.
Especially the World Wars were characterised by a previously unknown level of violence and destruction. In this connection, war disability was a central aspect of European post-war societies in the twentieth century. With this in mind, this book discusses the meaning of disabled veterans subject to physical and/or mental injuries for the history of modern European societies.

  *The price does not include shipping fees. We reserve the right to change prices.

Sabine Schleiermacher ist Professorin für Geschichte, Theorie und Ethik in der Medizin. Sie leitet den Forschungsschwerpunkt Zeitgeschichte, Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin.
Noyan Dinçkal ist Professor für Europäische Wissens- und Kommunikationsgeschichte der Moderne an der Universität Siegen.