Buchgestaltung als Poiesis

Materialitäten und Semantiken des Buchs bei Anne Carson und Judith Schalansky

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Vorgestellt werden zwei unkonventionelle Beispiele neuerer Literatur, bei denen die Gestalt des Buchs, seine Materialität und Architektur, als konstitutive Dimensionen des literarischen Werks selbst zu gelten haben: Anne Carsons Leporello-Buch "Nox" und Judith Schalanskys "Verzeichnis einiger Verluste". Carsons wie auch Schalanskys Buch entstanden als Dokumente des Erinnerns und nehmen Bezug auf Abwesendes bzw. Abwesende: Carson gestaltete "Nox" als Memorialbuch für ihren verstorbenen Bruder; es enthält Fetzen persönlicher Erinnerungsstücke sowie fragmentarische Notizen. Schalanskys „Verzeichnis einiger Verluste“ bietet eine Zusammenstellung von Essays, Sachinformationen und Photos, die sich auf zwölf verschwundene Objekte, Orte, Kunstwerke oder natürliche Wesen beziehen.
Two unconventional examples of modern literature will be presented, in which the form of the book, its materiality and its architecture are to be regarded as constitutive dimensions of the literary work itself: Anne Carson‘s leporello book „Nox“ (2002) and Judith Schalansky‘s volume „Verzeichnis einiger Verluste“ (2018).

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