Griff nach der Psyche?

Psychologie im Ersten Weltkrieg in Großbritannien und Deutschland

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Andrea Gräfin von Hohenthal
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Der Erste Weltkrieg mit seinen ungeheuren militärischen, industriellen und medizinisch-psychologischen Anforderungen an die kriegführenden Parteien verhalf der Psychologie als junger Wissenschaft zu bis dahin unbekannter Bedeutung. Kriegstraumata, industrielle und diagnostische Aufgaben erforderten nun neue Therapiemethoden, neue diagnostische Verfahren und Methoden. In dieser Notlage eröffneten sich Möglichkeiten für Psychologen, bekannte Strategien in großem Umfang zu erproben, aber auch neue praktische Verfahren zu entwickeln und Freiräume zu nutzen. In Großbritannien waren es vor allem die psychoanalytisch arbeitenden Militärpsychologen Rivers, Meyers und Brown und die Arbeit in der Industrie, die den in der British Psychological Society organisierten Forschern Anerkennung verschaffte. In Deutschland arbeiteten die Psychologen und Mitglieder der Gesellschaft für Experimentelle Psychologie vor allem in der Psychotechnik und militärpsychologischen Diagnostik.
During the First World War, British and German psychologists were properly put into practice for the first time on a grand scale, namely in the field of military psychiatry, the industry and diagnosis of military experts. Many of the main protagonists were members of the psychological societies, but the focus of psychological work in Great Britain was different from the one in Germany.

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Andrea Gräfin von Hohenthal studierte Psychologie und Medizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und arbeitete in einer neuropsychologischen Klinik. Sie promovierte am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Westeuropas der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
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