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Das polnische Selbstverständnis im Schatten des Antisemitismus 1939-1948
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist polnisches Geschichtsbewusstsein deutlich vom Feindbild der 'Judäo-Kommune' geprägt. Es ist ein antisemitisches Feindbild, das sich auf die Verbindung von Juden und Kommunismus stützt und als Gegenbild zur polnischen Nation erscheint. Im Topos der 'Judäo-Kommune' wird unterstellt, die Juden würden den Kommunismus instrumentalisieren, um mit seiner Hilfe die Weltherrschaft zu errichten. Hiermit werden Antisemitismus und die in Polen durch die Teilungszeit intensivierte Russlandfeindlichkeit mit Antisowjetismus und Antikommunismus verbunden. In dieser besonderen historischen Konstellation äußert sich ein strukturelles Ressentiment des modernen polnischen Nationalismus spätestens seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Die vorliegende Analyse versteht sich als ein Beitrag zur Kritik der polnischen nationalen Selbstidealisierung mittels antisemitischer Feindbilder in der Zeit des Zweiten Weltkrieges und des Stalinismus. Sie versucht zu zeigen, dass der polnische Nationalismus mit dem Feindbild der Judäo-Kommune ein Integrationssymbol politischer Vergemeinschaftung von hoher Kraft geschaffen hat.
40 Jahre Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden. Eine Dokumentation. Herausgegeben von der Deutschen Kommission Justitia et Pax
Author: Erik Gieseking
Seit vierzig Jahren ist die Deutsche Kommission Justitia et Pax die Stimme der katholischen Kirche für Anliegen der Entwicklungspolitik, der Menschenrechte, der Friedens- und Versöhnungsarbeit in Politik und Gesellschaft. Mit der Enzyklika 'Populorum Progres-sio' gab Papst Paul VI. 1967 den entscheidenden An- stoß für die Gründung der Justitia et Pax-Kommis-sionen. Die Arbeit von Justitia et Pax wurde seit-dem zum Kernstück kirchlichen Zeugnisses für Gerechtig- keit und Frieden in der Welt. Ihr Bestreben ist auf Be-wusst-seinsbildung unter den Christen und den Dialog mit Politik und Gesellschaft gerichtet.
Author: Peter Hermes
Peter Hermes, ab 1975 Staatssekretär im Aus-wärtigen Amt, zwischen 1979 und 1984 deutscher Botschafter in den USA und danach bis 1987 beim Heiligen Stuhl, schildert anschaulich die verschiedenen Stationen seines Lebens im Lichte der allgemeinen Zeitgeschichte: das Schicksalsjahr 1933 mit der Verhaftung des Vaters, die Trennung der Familie, seine Soldatenzeit im Zweiten Weltkrieg, die Kriegsgefangenschaft in der Sowjetunion. Höhepunkt ist die Begegnung mit seinem Vater, Andreas Hermes, im KZ Ravensbrück und nach dem Todesurteil gegen den Vater kurz vor Kriegsende im Berliner Gefängnis. Im Auswärtigen Dienst führte ihn sein Weg nach dem Zweiten Weltkrieg fast durch die ganze Welt. 1955 trat der promovierte Jurist in den Auswärtigen Dienst ein. Über die Generalkonsulate in San Francisco und Basel sowie die Vatikanbotschaft kam er 1961 zur OECD nach Paris. Zwischen 1965 und 1970 war er im Auswärtigen Amt zuständig für Wirtschaftsbeziehungen mit dem Westen, ehe er schließlich in der sozialliberalen Ära unter den Bundesministern Scheel und Genscher in die Führungsebene des Auswärtigen Amts aufstieg und 1975 beamteter Staatssekretär mit der Zuständigkeit für Wirtschafts-, Rechts- und Kulturfragen wurde. Seine beiden letzten Stationen führten schließlich nach Washington und Rom. Hermes’ Erinnerungen bieten einen eindrucksvollen autobiographischen Einblick in das von nationalsozialistischer Diktatur, Krieg und 'Bonner Republik' gekennzeichnete Deutschland des 20. Jahrhunderts.
Author: Mario Niemann
Mario Niemann legt die erste kollektive Biographie und Analyse der regionalen Führungskader der SED vor, der Sekretäre der Bezirksleitungen. Diese fungierten als Bindeglied zwischen der zentralen Parteiführung in Berlin und den lokalen Kreisparteiorganisationen. Ihre Aufgabe bestand darin, auf ihrem Territorium die Beschlüsse des Zentralkomitees auszuführen und die Erfüllung der vorgegebenen Pläne zu gewährleisten. Die hauptamtlichen Sekretäre als maßgebliche Funktionäre und eigentliche Führung der Bezirksleitungen befanden sich dabei immer im Spannungsfeld zwischen direkten Vorgaben der Parteiführung, die eine Durchführung ihrer Beschlüsse verlangte, und der Erwartungshaltung der einheimischen Bevölkerung, die umgehende und dauerhafte Lösungen auftretender Probleme einforderte. Die Arbeit analysiert zum einen in gruppenbiographischer Hinsicht die Sekretäre der SED-Bezirksleitungen und damit die Kaderpolitik der Parteiführung auf der 'mittleren Ebene' der SED vom Zeitpunkt der Bildung der Bezirke in der DDR im August 1952 bis zum Zusammenbruch der SED-Herrschaft im Herbst 1989, zum anderen die konkreten Handlungsspielräume auf der regionalen Leitungsebene der SED im System des 'demokratischen Zentralismus'.