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Der begrenzte Spielraum moderner Sozialpolitik
Author: Thomas Wolf
Die Krise des Sozialstaates ist offenkundig: Demographische Zwänge, klamme Sozialkassen, ungelöste Arbeitsmarktproblematik, steigende Unzufriedenheit der Bürger.
Thomas Wolf gelingt es, aus der politikphilosophischen Grundlegung des modernen Sozialstaates und seiner geschichtlichen Entwicklung ein Modell zur ideengeschichtlichen Einordnung des aktivierenden Sozialstaates zu formen. Die Analyse verdeutlicht, dass sich die Neuartigkeitsversprechen der Aktivierungspolitik gegen die Krise nur als moderate Akzentverschiebung bekannter Wertemuster entpuppen. Aktivierung stößt dann an ihre Grenzen, wenn der Zwang zu Selbstverwirklichung hinter den Freiwilligkeitsappellen der Sozialpolitik offensichtlich wird. Einen Ausweg könnte der Begriff der sozialen Freiheit bieten.
Eichendorff ist als herausragender Lyriker der deutschen Sprache bekannt geworden. Ein eigentümliches Bündel von Texten in Eichendorffs literarischem Nachlass wird dagegen oft übersehen: Eichendorffs politische Schriften. Dabei gewähren die Schriften aus der Zeit des Vormärz spannende Einblicke in das politische Denken des Dichters, der seiner Ausbildung nach Jurist, seinem Beruf nach preußischer Beamter war. Schlaglichtartig beleuchten und kommentieren sie aus der ganz eigenen Perspektive Eichendorffs die Verfassungsbewegung des 19. Jahrhunderts, das Verhältnis von Staat und Kirche nach der Säkularisation sowie den Bereich von Pressefreiheit und Zensur. Das Buch analysiert Eichendorffs politische Schriften aus der Sicht der Rechts- und Verfassungsgeschichte. Ergänzend werden Tagebuchauf-zeichnungen und Korrespondenz des Dichters herangezogen. Vor dem Hintergrund dreier verfassungsgeschichtlich bedeutsamer Sozialbezie-hungen – Aristokrat, Jurist, Beamter – lassen sich die zahlreichen Brüche in seinem politischem Denken nachvollziehen und zumindest in Teilen erklären. Einflüsse führender Staatsphilosophen und politi- scher Schriftsteller der Zeit – Adam Müller, Joseph Görres, Friedrich Schlegel und anderer – werden greifbar.
Editor: Hans Maier
Die totalitären Regime im 20. Jahrhundert haben schon in den Interpretationen der Zeitgenossen eine breite Spur hinterlassen. Die Auseinandersetzung um die zutreffende Deutung von Kommunismus, Faschismus und Nationalsozialismus dauert bis heute an. Am bekanntesten geworden sind die Konzepte des Totalitarismus und der Politischen Religionen. Der Diskussionsprozeß geht weiter. Um so willkommener ist der abschließende dritte Band des internationalen Forschungsprojekts „Totalitarismus und politische Religionen“. Er fasst die bisherigen Ergebnisse der Forschung handbuchartig in sechs großen Kapiteln zusammen:
• Zur Deutung totalitärer Herrschaft 1919–1989
• Das klassische Verständnis: Tyrannis und Despotie
• Die neuen Zugänge
• Zu Begriff und Theorie der Politischen Religionen
• Faschismus und nicht-demokratische Regime
• Interpreten des Totalitarismus
Der Beitrag der katholischen Soziallehre zu den Transformationsprozessen in Polen und und in der ehemaligen DDR
Editor: Manfred Spieker