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Herausforderungen ethischer Bildung
HerausgeberIn: Markus Tiedemann
Wen oder was schützen die Menschenrechte? Wie weit reicht die Pflicht zur Nothilfe? Wie passen universalistische Prinzipien und kulturelle Diversität zusammen? Welche Aspekte kultureller Identität sind schützenswert, reformbedürftig oder gar rassistisch? Der vorliegende Band thematisiert prinzipielle Unterscheidungen, empirische Befunde und konkrete Unterrichtsplanungen für die Schule und den gesellschaftlichen Diskurs.
Die Gestaltung und Bewertung von Migration haben Gesellschaft und Bildungssystem vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Die politischen, sozialen und kommunikativen Verwerfungen wurden und werden zunehmend von konfrontativen Positionen geprägt. Vorurteile und Stereotypen greifen um sich. Allzu oft fehlt es an der Bereitschaft, die Argumente der Gegenseite ergebnisoffen zu prüfen und die eigene Position einer kritischen Reflexion zu unterziehen. Der vorliegende Band thematisiert die Frage, wie sich der Ethikunterricht dieser Aufgabe stellen kann. Berücksichtigt werden theoretische Unterscheidungen, empirische Befunde und unterrichtspraktische Konzepte.

Über einen Zusammenhang von Endlichkeit und personaler Lebensform des Menschen
AutorIn: Michael Quante
Der Tod prägt die menschliche Lebensform und beschäftigt die Philosophie seit ihren Ursprüngen auf vielfältige Weise. Ein zentraler Diskussionsstrang geht von der Frage aus, ob der Tod für den Menschen ein Übel sein kann. Ist es rational, den Tod zu fürchten, oder geht er uns gar nichts an? Eine zweite Diskussion kreist um den Zusammenhang von Personsein und Wissen um den Tod. Muss ich mich angesichts meines Todes radikal vereinzeln, um mich überhaupt als Individuum erfassen zu können? Welche Rolle spielt die Erfahrung des Todes anderer Menschen hierbei? In beiden Debatten geht es um die Frage, wie wir uns zum Faktum der Endlichkeit unserer menschlichen Existenz verhalten sollten.
Umweltpolitik im Bereich von Energie, Boden und Wachstum gehört zu den Kernfragen nationaler und internationaler Politik. Wie können globale, gerechte und nachhaltige Lösungen aussehen?
In diesem Sammelband der Reihe „Sozialethik konkret“ wird die vielschichtige Problematik einer globalen und gerechten Umweltpolitik aufgegriffen und aus der Sicht unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen diskutiert. Im Diskurs der verschiedenen Wissenschaften sollen eine ausgewogene Beurteilung der Thematik erreicht, Vorschläge zur konkreten Gestaltung von Reformprozessen und konkrete Ausgestaltungen der Umweltpolitik erarbeitet und offene und weiterführende Fragestellungen identifiziert werden.
Hans Wagner hat sich seit seiner Dissertation (1947) immer wieder mit den Klassikern der Philosophiegeschichte auseinandergesetzt. Stets geschah dies im Zusammenhang mit den eigenen transzendentalphilosophisch-systematischen Problemstellungen. Das gilt auch für die hier versammelten Aufsätze.
Sie widmen sich vornehmlich der Philosophie der Antike, insbesondere der Lehre Platons und Aristoteles‘. Ferner enthält der Band Die Aesthetik der Tragödie von Aristoteles bis Schiller (1986). Im Wechselbezug systematischer und philosophiehistorischer Arbeit und in souveräner Beherrschung des notwendigen philologischen Instrumentariums sind in präzisen mitphilosophierenden Analysen erhellende Studien entstanden. Wagner trägt damit auch zur Lösung umstrittener Text- und Übersetzungsfragen bei.
Zweiter Teil (Januar 1806–Juni 1808). Text
HerausgeberIn: Barbara Otto
Vom Neujahrsbrief 1806 an August Wilhelm Schlegel bis zur Verwirklichung der vermeintlichen Zukunftsverheißung ‚Österreich‘ durch Friedrichs Aufbruch in die Haupt- und Residenzstadt Wien 1808 vermittelt der Band detaillierte Einblicke in die letzten zweieinhalb ‚Kölner Jahre‘, die in gleicher Weise eine ‚Sattelzeit‘ für Österreich waren.
Einen inhaltlichen Schwerpunkt der Jahre 1806/07 bilden Friedrichs indologische Studien, die Korrespondenz mit seinem Bruder August Wilhelm wie die Kommunikation mit führenden Verlegern und Gelehrten der Zeit. Als belastende biographische Motivkonstante imponieren die stets scheiternden Bewerbungsanläufe für Professuren und neuzugründende Universitäten, die auch die opulente Freundschaftskorrespondenz Friedrichs durchzieht. Auch die vergeblich vor der Presse geheim gehaltene Konversion des Ehepaars Schlegel zum Katholizismus wird in den Briefen thematisiert.
Was ist das Sein? Meister Eckhart versteht das Sein nicht als etwas, was man an sich selber haben kann, sondern etwas, was man allein durch die Selbstvernichtung in einem anderen geben oder empfangen kann.
Dies stellt das Seinsverständnis der Relationsontologie dar. Der Entwurf der neuen Ontologie bei Eckhart lässt sich als
einen großen Wendepunkt in der Geschichte der Philosophie verstehen. Denn die zwei größten Philosophen im Mittelalter, Augustinus und Thomas von Aquin, nahmen hingegen immer noch die Substanzontologie auf, die sich von Aristoteles herleitete. Die vorliegende Arbeit untersucht hauptsächlich die lateinischen Werke Eckharts und rekonstruiert seine Ontologie in den drei Bereichen, nämlich in der Dreifaltigkeitslehre, der Schöpfungslehre und der Anthropologie, um zu beweisen, dass Eckhart die traditionelle Substanzontologie überwand und neulich die Relationsontologie entwickelte.
Migration und Flucht werden in Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit intensiv diskutiert. Ausgehend von den aktuellen Kontroversen untersuchen Mitglieder des Jungen Kollegs Migration aus sechs Fachperspektiven: Anglistik, Architektur, Mathematik, Medizin, Geschichts- und Rechtswissenschaft. Die Beiträge zeigen, dass es bei den Auseinandersetzungen häufig um Fragen der gesellschaftlichen Ordnung und des Zusammenlebens geht. Die Autorinnen denken über funktionierende Lösungen im Umgang mit Migration nach, reflektieren Stereotype und Vorannahmen über Migrantinnen und Migranten und diskutieren neue wissenschaftliche Erkenntniswege.
Präzision ist kein Zufall. Sie wird vom Menschen herbeigeführt, indem Übereinstimmung mit einem Standard oder einem akzeptierten Wert angestrebt wird oder die Reproduzierbarkeit von Experimenten möglichst hoch sein muss. Was aber tun, wenn Präzision mangels verfügbarer Informationen nicht hergestellt werden kann? Wie gehen Wissenschaft und Kunst dann mit dieser fehlenden Eindeutigkeit um? Die Autorinnen und Autoren dieses Sammelbandes beleuchten aus der Perspektive ihrer jeweiligen Fachdisziplin die Chancen bei der Berücksichtigung von Unschärfe(n) in ihrer Forschung und Kunst. Denn Unschärfe ist Realität.
Hans Wagner (1917-2000) war einer der bedeutendsten Erneuerer der Transzendentalphilosophie im Geiste Immanuel Kants.
Wagners Kantinterpretationen umfassen die ganze Breite der Kantischen Systematik; sie beginnen mit den komplizierten Fragen der Möglichkeit objektiver Erkenntnisgeltung und schreiten fort zum Problem der Begründung absoluter Geltung moralischer und juridischer Normen; sie enden bei Kants Antwort auf die Frage nach Legitimität und Geltungsweise des religiösen Glaubens. Sie zeichnen sich durch ihre philosophisch-terminologische Genauigkeit, die Breite ihrer philosophiehistorischen Basis und das systematisch fundierte problemgeschichtliche Bewusstsein aus, das sich in ihnen artikuliert. Das transzendentalphilosophisch-systematische Denken Wagners führt zu einem neuen und besseren Verständnis der Kantischen Problemlösungen, die sich als erstaunlich aktuell erweisen.