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Evangelien und Apostelgeschichte. Labiau 1580
Mit dem Erscheinen der kritischen Textedition der Evangelien und der Apostelgeschichte der ersten litauischen Bibelübersetzung (1580/1590) von Johannes Bretke (lit. Jonas Bretkunas) liegt dieser Teil der Bibel erstmals in allen drei Reihen der umfassenden Bretke-Edition vor: Faksimile-Band, Texteditions-Band, Kommentar-Band.
Für die philologische und theologische Forschung ist es ein Glücksfall, dass die Bretke-Bibel bis in unsere Tage nicht gedruckt wurde, so blieb uns das wertvolle Manuskript mit seinen zahlreichen grammatischen, lexikalischen und stilistischen Varianten über Jahrhunderte erhalten. Der Editionsband zeigt nun die teilweise sehr komplizierte Textentwicklung detailliert und fortlaufend kommentierend bis zur Fassung letzter Hand auf, wobei das Ringen des Übersetzers um die Schaffung einer adäquaten litauischen Bibelsprache deutlich wird. Die Handschrift stellt nicht nur eine mächtige Basis für die historische Sprachforschung dar, sondern ist zugleich ein beeindruckender Beitrag zur Geistesgeschichte des Herzogtums Preußen im 16. Jahrhundert.
Bücher des Alten und des Neuen Testaments. Faksimile-Band und Kommentarband
Die von dem Priester Jakub Wujek im 16. Jahrhundert angefertigte altpolnische Bibelübersetzung gehört dem goldenen Zeitalter“ der polnischen Literatur an. Sie ist ein höchst originelles Vorhaben künstlerischer Prosa der polnischen Renaissance. Diesem Werk hat Wujek – der „polnische Hieronymus“ – die meiste Zeit seines nicht sehr langen Lebens (1541–1597) gewidmet.
Neben seinen literarischen Werten zeichnet sich das Werk durch seine große theologische Gelehrtheit und die Vertrautheit mit der damaligen Bibelexegese aus. Es ist nicht nur ein Denkmal des polnischen theologischen Denkens, sondern auch ein literarisches Werk von hohem Rang, mit dem ganze Generationen von Polen erzogen worden sind. Diese Übersetzung – vielmals neu aufgelegt, modernisiert und verbessert – erfüllte die Rolle einer katholischen Grundübersetzung und wurde von der katholischen Kirche in Polen 367 Jahre lang benutzt.
Band 3,1: Faksimile-Band Band 3,2: Kommentare
Auch slovenische Übersetzungen der Bibel sind aus der Kultur des Imperium Romanum heraus entstanden, zuerst und vor allem der Reformation in Deutschland.
Zunächst veröffentlichte der lutherische Prediger Primož Trubar (1508-1586) seine Übersetzungen des Matthäus-Evangeliums und der Paulusbriefe (1555-1567), danach den Psalter (1566) sowie in zwei Teilen das ganze Neue Testament (1582). Ihm trat dann Jurij Dalmatin (ca. 1547-1589) mit Übersetzungen aus dem Alten Testament zur Seite: Jesus Sirach (1575), Pentateuch (1577) und die Sprüche Salomonis (1580). 1584 brachte er die ganze Bibel heraus, nachgedruckt 1968 und öfter. Alle diese Übersetzungen waren nach Luthers Bibel gemacht, unter Berücksichtigung der Vulgata und auch des griechischen Textes.
Hier werden zum ersten Mal die frühen Texte von Trubar und Dalmatin wieder als Facsimile nachgedruckt.
Facsimile und Kommentare
Nach Skarynas Drucken fehlten im Weißrussischen noch die Evangelien. Das wollte Vasil' Tjapinski (1540-1604) nachholen. Aber es liegt nur der Text der Evangelien nach Matthäus und Marcus vor. Übersetzt wurde nach einer kirchenslavischen Vorlage, unter Zuhilfenahme polnischer Übersetzungen. Deshalb gehört Tjapinskis Evangelium in den Umkreis der polnischen Bibel-Landschaft. Diese Übersetzung ist fast unbekannt. Erhalten sind nur zwei Exemplare des Drucks.
Der Text ist parallel mit einem kirchenslavischen Text zweispaltig gedruckt. Die Ausgabe wird ergänzt durch Dokumente zur Biographie des Übersetzers.
Tjapinskis Übersetzung gilt als wichtiges, bisher übersehenes Verbindungsstück zwischen den Übersetzungen des Skaryna und den ostslavischen Bibeln des 17. Jahrhunderts, vor allem der Ostroger.