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Die Grundvollzüge des christlichen Gottesdienstes für unsere Zeit erklärt
Taufen muslimischer Flüchtlinge als Herausforderung für Kirchen und Gesellschaft
Volume Editors: Henning Theißen and Knud Henrik Boysen
Dieser Band enthält die Dokumentation der ersten wissenschaftlichen Fachtagung zum Thema Flüchtlingskonversionen. Die internationalen Beitragenden beleuchten das Phänomen aus sozial- und religionswissenschaftlicher, philosophischer und theologischer, juristischer, politikwissenschaftlicher Perspektive.
Seit 2015 nimmt die Zahl geflohener Menschen aus mehrheitlich muslimischen Ländern, die sich im Lauf ihrer Migrationsgeschichte dem Christentum zuwenden, stark zu. Die Situation christlicher Kirchen und Gruppierungen in den Herkunftsländern befindet sich im Umbruch, und die europäischen Kirchen treffen auf neuartige Glaubensbiographien und Konversionsnarrative. Die aufnehmenden Zivilgesellschaften stehen vor einer großen Integrationsaufgabe, und die bleiberechtlichen Konsequenzen von Flüchtlingskonversionen stellen den Staat vor Herausforderungen. Die wissenschaftliche Befassung mit den vielschichtigen Aspekten des Themas ist eine dringende Aufgabe, die die Autorinnen und Autoren dieses Bandes interdisziplinär in Angriff nehmen.
Bilder sind aus der Vorstellungswelt des Christentums nicht wegzudenken. Die Bilderfrage reicht tief in die historischen, aber auch in die systematischen Wurzeln des christlichen Bekenntnisses hinab. Sie markiert zugleich eine brisante Nahtstelle zwischen christlicher Religion und europäischer Kultur. Die Bildtheologie geht den Valenzen des Bildes im Christentum nach, entwickelt sie als durchgängige theologische Perspektive und bringt sie in den Diskurs mit Kunst- und Kulturwissenschaften ein.
Das Handbuch der Bildtheologie gibt in vier Bänden eine gründliche Einführung in Phänomene, Begriffe und Geschichte des Bildes unter theologischen Gesichtspunkten. Wissenschaftler aus Theologie, Kunstgeschichte, Philosophischer Ästhetik, Kultur- und Medienwissenschaften entfalten die zentralen Fragestellungen, die das Bild in theologischer Perspektive aufwirft, und umreißen die Schnittstellen zwischen theologischen, kunstwissenschaftlichen und philosophisch-ästhetischen Bild-Diskursen.
Die theologische Bilderfrage der Gegenwart ist grundlegend bestimmt durch die wechselseitige Distanz, in der sich Kunst und christliche Religion in der Moderne entwickelt haben. Erst in dieser Distanz sind Bild und Kunst der Theologie nachhaltig problematisch geworden. Der vierte Band des Handbuchs der Bildtheologie thematisiert den theologischen Zugang zu Bild und Kunst unter den Vorzeichen der Moderne. In Frage stehen die kunstgeschichtlichen Bedingungen der prekären Beziehung zwischen Kunst und Religion, die Grundlagen theologischer Bildkonzepte in der Moderne sowie die Relevanz dieser Konzepte in theologischen wie in interdisziplinären Diskursen mit Kunst-, Kulturwissenschaften und Philosophie der Gegenwart.
Band I: Bild-Konflikte
Band II: Funktionen des Bildes im Christentum
Band III: Zwischen Zeichen und Präsenz
Band IV: Kunst und Religion

Die Konflikte um Edward Schillebeeckx, Jon Sobrino und Jacques Dupuis und ihr Beitrag zu einer fundamentaltheologischen Konflikttheorie
Volume Editors: Anna Usacheva, Jörg Ulrich, and Siam Bhayro
This volume explores the long-standing tensions between such notions as soul and body, spirit and flesh, in the context of human immortality and bodily resurrection.
The discussion revolves around late antique views on the resurrected human body and the relevant philosophical, medical and theological notions that formed the background for this topic. Soon after the issue of the divine-human body had been problematized by Christianity, it began to drift away from vast metaphysical deliberations into a sphere of more specialized bodily concepts, developed in ancient medicine and other natural sciences. To capture the main trends of this interdisciplinary dialogue, the contributions in this volume range from the 2nd to the 8th centuries CE, and discuss an array of figures and topics, including Justin, Origen, Bar Daisan, and Gregory of Nyssa.
Blick ins Buch

Das neue umfangreiche Referenzwerk für Kirchen- und Religionsrecht berücksichtigt über das staatliche Recht und das Kirchenrecht der katholischen und der evangelischen Kirche hinaus auch zentrale Inhalte des Kirchenrechts der orthodoxen Kirchen sowie des islamischen und jüdischen Rechts.
Für Theologen und Juristen in Wissenschaft, staatlicher und kirchlicher Verwaltung sowie in der Seelsorge und der beruflichen Praxis bietet dieses unter Mitarbeit namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erstellte Lexikon verlässliche Informationen auf aktuellem Stand. Die Lemmata des dritten Bandes (L-R) behandeln spezifische Themen wie „Laie“, „Menschenrechte“, „Naturrecht“, „Ökumene“, oder „Pfarrer“, als auch einschlägige Begriffe wie„Recht“, „Religionsfreiheit“, oder „Religionsunterricht“.
Zum Wert des Menschen im Judentum, Christentum und Islam
Author: Herbert Rommel
Die Menschenwürde ist gefährdet: durch gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und durch eine grenzenlose Ökonomie. Sogar die Existenz der Menschenwürde wird immer wieder bestritten. – Gibt es eine ethische Basis, von der aus die Menschenwürde gegen ihre Gefährdungen global verteidigt werden kann? Die Studie geht von einem säkularen Begriff der „Menschenwürde“ aus. Im Zentrum des interreligiösen Denkweges steht die Frage, ob es in den Heiligen Schriften des Judentums, des Christentums und des Islams Begriffe oder Metaphern gibt, die dem säkularen Würdeverständnis entsprechen. Als Ergebnis der vergleichenden Vorgehensweise kann festgehalten werden, dass es sehr wohl eine ethische Basis gibt, von der aus religiöse und säkulare Menschen die Menschenwürde gemeinsam verteidigen können. Dabei ist es wichtig, dass die monotheistischen Religionen lernen, ihren theologischen Blick zu weiten: Friedensstiftend sind nicht religiöse Selbstwahrnehmungen, die den Anderen ausgrenzen; friedliebend ist es vielmehr, die universalen Dimensionen in der eigenen Religion zu stärken.

Los-von-Rom-Bewegungen des Fin de Siècle im Spannungsfeld zwischen Nationalismus, Fortschrittsglauben und Identitätssuche
Am Beginn des neuen Jahrhunderts 1900 ertönte der Ruf »Los von Rom!« von allen Enden Österreich-Ungarns: Slowenen, Kroaten, Deutsch-Österreicher, Tschechen, Ruthenen – sie alle schienen dezidiert anti-katholische Ressentiments zu entwickeln und anfällig zu sein für nationalistische Agitation zum Übertritt in ein vermeintlich »besseres« Bekenntnis. Diese Studie untersucht die Hintergründe einzelner Los-von-Rom-Konfikte am Beispiel der drei südslawischen Los-von-Rom Bewegungen Ricmanje, Podraga und Santovo und ordnet sie in breitere Spannungsfelder ein.
Bearbeitet von Jyri Hasecker und Judith Schepers
Editor: Hubert Wolf
Eifernde Inquisitoren, verfolgte Ketzer, brennende Scheiterhaufen: so die Klischees zur Römischen Buchzensur. Die historische Wirklichkeit ist komplexer. Diese umfassende Reihe zur Grundlagenforschung ermöglicht ihre Aufarbeitung. Das groß angelegte Vorhaben dokumentiert, gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, erstmals die konkrete Arbeit der beiden römischen Zensurbehörden, der Inquisition und der Indexkongregation, von 1542 bis 1966. Basis sind akribische Archivstudien. Insgesamt dreizehn Bände für die Zeit von 1701 bis 1917 wurden 2005 und 2009 präsentiert. Abschließend liegen nun sieben weitere Bände für die Jahre 1542 bis 1700 vor. Das interdisziplinär nutzbare und international ausgerichtete Grundlagenwerk führt alle in Rom verhandelten Bücher, egal aus welchem Wissens- und Wissenschaftsbereich, alle Gutachter und Zensoren sowie alle Urteile zur Buchzensur auf.
Dieser Band bietet grundlegende Informationen zu rund 670 Personen, die in den Jahren 1542 bis 1700 an der Buchzensur durch Römische Inquisition und Indexkongregation beteiligt waren. Die bio-bibliografischen Einträge beleuchten nicht nur prominente, sondern auch zahlreiche vergessene Zensoren. Auf Basis umfangreicher Recherchen im Archiv der Glaubenskongregation bietet der Band vielfach bisher unbekannte Lebens- und Karrieredaten, die in besonderer Weise die Zensurtätigkeit der einzelnen Mitarbeiter in den Blick nehmen, stellt systematisch die wichtigsten Werke der Zensoren zusammen und verweist auf einschlägige Literatur. Erstmals wird außerdem die konkrete Gutachtertätigkeit der einzelnen Zensoren dokumentiert. Wer sich mit einem bestimmten Zensurfall beschäftigt, erhält damit umfassende Informationen über die beteiligten Personen.
Johannes Lepsius und seine Mission
Der Orientalist und evangelische Theologe Johannes Lepsius (1858–1926) trat seit den systematischen Massakern (1894–96) an Armeniern im Osmanischen Reich als bedeutender Unterstützer der Verfolgten hervor. Ein von ihm bzw. seiner Deutschen Orient-Mission mitbegründetes Hilfswerk und seine publizistische Tätigkeit zielten auf eine breitangelegte Hilfe für die bedrohten Armenier. J. Lepsius setzte sich im Ersten Weltkrieg auch für eine deutsche Intervention zur Verhinderung des Genozids an den Armeniern im Osmanischen Reich ein. Nach dem Scheitern dieser Bemühungen alarmierte er die internationale Öffentlichkeit durch zahlreiche Interviews und Publikationen. Daneben unterstützte er weiterhin Überlebende über sein Hilfswerk, das nach seinem Tod von seiner Missionsgesellschaft noch beinahe weitere zwei Jahrzehnte ununterbrochen fortgeführt wurde.
Die umfassende Darstellung basiert auf zahlreichen neuerschlossenen Quellen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der publizistischen Tätigkeit von Lepsius und seinen Mitarbeiter/innen, die einerseits darauf abzielte, den Völkermord abzuwenden, andererseits auch die Öffentlichkeit in Deutschland und Europa über die Lage der Armenier zu informieren und zu Hilfsaktionen zur Rettung von Überlebenden der Todesmärsche und Massaker zu mobilisieren.