Browse results

You are looking at 21 - 30 of 68 items for :

  • Status (Books): Published x
Clear All
Seit der Antike gilt Zwangsarbeit als wichtige Kriegsressource. Der Sammelband wagt den Vergleich sowohl von vormodernen und modernen als auch von europäischen und ostasiatischen Zwangsarbeitsregimen.
Untersucht werden kulturspezifische Organisationsstrukturen und Gewaltformen, Legimitationsmuster und Effizienzkriterien sowie die spätere juristische Aufarbeitung und Erinnerung.
Thematisiert wird die Beziehungsgeschichte zwischen Krieg und Zwangsarbeit in diachroner und synchroner Perspektive. Der Blick richtet sich auf Profiteure und Akteure, aber stets auch auf die Opfer. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob sich Kernfaktoren bestimmen lassen, die es epochen- und kontinentübergreifend erlauben, Zwangsarbeit begrifflich und analytisch zu fassen.
Kolonialismus, Söldnertum, Gewalt 1831 - 1962
Memoiren, Romane, Filme und Propagandaschriften haben den Ruf der Fremdenlegion als Sammelbecken von Kriminellen und Aussteigern, als sadistisch-militaristische Hölle oder als exotische Lebenswelt romantischer Helden verbreitet. Christian Kollers faszinierendes Buch liefert die erste auf aktuellen sozial- und kulturgeschichtlichen Zugängen basierende Beschreibung dieser Söldnertruppe. Gestützt auf Selbstzeugnisse, Archivalien und Quellen zu den politischen und medialen Diskussionen über die Legion, beschreibt er deren Rolle als Instrument des Kolonialimperialismus, ihre nationale und soziale Zusammensetzung, ihre Darstellung und Mythisierung in Politik, Medien und Kultur. Auch die Identitätspolitik der Fremdenlegion, der eigene Blick der Legionäre auf Hierarchie, Disziplin, Kameradschaft, den mysteriösen »Cafard«, Alkohol, Prostitution und Homosexualität werden eingehend behandelt. Darüber hinaus findet das Verhältnis der Legionäre zu den kolonisierten Bevölkerungen eingehend Berücksichtigung – von kriegerischen Aufeinandertreffen bis zu mehr oder weniger gewaltgeprägten sexuellen Beziehungen.
Menschen verschiedener Herkunft, Religion und Funktion traten an den islamischen und christlichen Höfen des Mittelmeerraums miteinander in Kontakt: Gesandte, Gelehrte, Künstler und Kaufleute begegneten Verwaltungsbeamten, Vertrauten des Herrschers, Dolmetschern, Religions- und Rechtsexperten.
Die Beiträge nehmen die Akteure des Religions- und Kulturtransfers u.a. an den Höfen der Abbasiden, den Höfen von Byzanz, Aragon, Rhodos, Zypern, dem Papsthof und dem Hof Friedrichs II. in den Blick. Dabei geht es vor allem um die Rolle, die Religion bei diesen Kontakten spielte.
Band 4: Reflexionen
Die Texte des vierten Bandes der Deutsch-Polnischen Erinnerungsorte laden dazu ein, einen Blick "hinter die Kulissen" des Projektes zu werfen. Interessierte können Aufschluss über den theoretischen Rahmen der Publikationsreihe gewinnen. Wer sich während der Lektüre der Deutsch-Polnischen Erinnerungsorte gefragt hat, wie Erinnerungskulturen entstehen und wie man sie analysieren kann, findet in diesem Band nicht eine, sondern viele sich ergänzende Antworten. Die Beiträge behandeln verschiedene Ansätze der Erinnerungsforschung, den Einfluss einzelner Fachdisziplinen auf die Entstehung von Erinnerungskulturen sowie kritische Auseinandersetzungen mit dem Projekt Deutsch-Polnische Erinnerungsorte | Polskoniemieckie miejsca pamieci. Dieses Buch schließt eine schmerzliche Lücke im Erinnerungsdiskurs: Seine Beiträge reflektieren die inzwischen recht umfangreichen Präsentationen von Erinnerungsorten im Hinblick auf grundlegende theoretische und methodische Fragen. Das ist hochwillkommen angesichts der Unübersichtlichkeiten der geschichtskulturellen Bemühungen der jüngsten Zeit. Die Beiträge schlagen tragfähige Brücken zwischen den inzwischen etablierten Spezialdiskursen und holen das Themenfeld der historischen Erinnerung in übergreifende Zusammenhänge der kulturellen Orientierung ein. – Prof. Dr. Jörn Rüsen Je düsterer die Zukunftsaussichten sind, desto größer ist das Interesse an Erinnerung. Der vierte Band der Deutsch-Polnischen-Erinnerungsorte hat genau diese Faszination am kollektiven Gedächtnis zum Gegenstand, die seit drei Jahrzehnten anhält und allem Anschein nach noch nicht vorüber ist. Die hier vereinten Artikel fragen nach den Trägern des kollektiven Gedächtnisses, nach den komplexen Beziehungen zwischen Erinnerung und Vergessen, nach den Ansätzen unterschiedlicher geistes- und sozialwissenschaftlicher Disziplinen zum Problem des kollektiven Gedächtnisses. Wie alle historischen Forschungen benötigen die Erinnerungsforschungen Quellenkritik, Methodenkritik und eine Kritik der erzielten Ergebnisse. Der vorliegende Band antwortet auf diesen Bedarf. – Prof. Dr. Krzysztof Pomian
Wer die Probleme der europäischen Einigung verstehen will, muss die Akteure und Antriebskräfte der Europa-Debatte in ihrer historischen Tiefendimension kennen. Bewährte und neue Forschungsansätze miteinander verknüpfend, beleuchtet der Band die Geschichte der europäischen Einigung seit dem Wiener Kongress von 1815 in ihren politischen, ökonomischen sowie kulturellen Ausprägungen und fragt nach dem Zusammenhang zwischen dem Internationalismus des 19. Jahrhunderts und der europäischen Integration im 20. Jahrhundert.
Wie wir zu unseren Vorstellungen von richtig und falsch kamen. Ein historischer Essay
Author: Martin Kaufhold
Unsere heutigen Auseinandersetzungen um richtig und falsch, gut und böse, Freiheit und Fundamentalismus haben eine Jahrhunderte alte Geschichte. Wer sich ihr zuwendet, gewinnt neue Perspektiven auf aktuelle Probleme. Ist der oft beklagte Werteverfall nicht vielmehr notwendig, um das Zusammenleben in einer eng vernetzten und dicht bevölkerten Welt überhaupt zu ermöglichen? Martin Kaufhold fragt: Was sind Werte in der europäischen Geschichte gewesen, welche Reichweite hatten sie und für wen galten sie jeweils? Hierbei zeigt sich der große Wandel: Die Werte, die heute für alle Menschen beansprucht werden, galten in der Geschichte nur für ausgewählte Kreise. Wertmaßstäbe waren nicht relativ, aber sie wurden durch beschränkte Geltung und mangelnde Durchsetzbarkeit lange Zeit nur abgeschwächt wirksam. Anschaulich skizziert der Autor diese Geschichte von den Zehn Geboten und der Ethik im Athen des Sokrates über das Mittelalter und die Reformation bis ins Zeitalter der Vernunft. Der Ausblick ist der Frage gewidmet, was wir aus der Vormoderne für das Zusammenleben in einer immer vielfältiger, aber nicht toleranter werdenden Welt lernen können.
Wirkung und Wahrnehmung eines Historikers im 19. und 20. Jahrhundert
Wie groß kann der Einfluss eines Historikers des 19. auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts sein?
Bis heute gilt Heinrich von Treitschke (1834-1896) als einer der umstrittensten deutschen Historiker und Publizisten, als eine Symbolfigur für rechte politische Ideologien. Das Urteil der Forschung: Treitschke hatte eine immense Wirkung auf das politische Denken der nachfolgenden Generationen. Erstmals zeichnet Thomas Gerhards die Rezeptionsmöglichkeiten und -wege nach. Die Analyse zeigt dabei Erstaunliches: Konservative Nationalisten konnten Treitschke verachten, jüdische Exilanten wohlwollend erinnern; Nationalsozialisten missbilligten seinen »liberalistischen« Antisemitismus, Sozialisten bewunderten seine politische Kämpfernatur. Sein tatsächlicher politischer Einfluss auf die nachfolgenden Generationen muss daher neu bewertet werden.
Probleme - Projekte - Perspektiven. Festschrift für Bernhard R. Kroener zum 65. Geburtstag
Die Militärgeschichte ist in den letzten 20 Jahren zu einer impulsgebenden Disziplin der Geschichtswissenschaft geworden. Der Band gibt Einblick in die Bandbreite der aktuellen Militärgeschichtsforschung. In 24 Aufsätzen diskutieren Autorinnen und Autoren verschiedener Generationen grundlegende Probleme, stellen die Ergebnisse von Forschungsprojekten vor und zeigen Perspektiven für die künftige Arbeit auf. Bewährte politik-, organisations- und operationsgeschichtliche Zugriffe stehen so neben innovativen bildungs-, mentalitäts- und kulturgeschichtlichen wie auch wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Ansätzen. Insgesamt zeigen sie, was Militärgeschichte heute in Deutschland ist und was sie zu leisten vermag.
Entstehung und kulturelle Dynamik
Author: Egon Flaig
Welche Bedeutung hat die Mehrheitsentscheidung für uns und woher kommt sie?
Diese einzigartige Gesamtdarstellung der Geschichte des grundlegenden demokratischen Entscheidungsinstrumentes blickt erstmals über den europäischen Horizont hinaus. Entstehung und Entwicklung der Mehrheitsentscheidung werden kultur- und epochenübergreifend von der Antike bis in die Neuzeit betrachtet. Historisch, politisch und anthropologisch befragt der Autor u.a. die Gesellschaften Griechen-lands, Roms, Indiens, Israels, Islands danach, welche Rolle Mehrheitsentscheidungen in ihnen spielten, wie sie sich als Form der Beschlussfassung konstituierten und nach welchen Regularien sie vollzogen wurden.

Der durch ebenso fundierte wie pointierte Beiträge, z. B. in der FAZ, bekannte Historiker Egon Flaig zeigt, dass die Entwicklung kultureller Errungenschaften wie der Befähigung zur logischen Argumentation oder zur kontroversen Debatte nur aus ihrer Bedeutung für die Erzielung von Mehrheitsentscheidungen erklärt werden kann.
Vor diesem Hintergrund stellt sich angesichts des Schwindens der Bedeutung von Mehrheitsentscheidungen in heutiger Zeit die Frage nach den Verlusten, die unserer Gesellschaft drohen - und somit nach unserem politischen Schicksal schlechthin.
Asymmetrische Kriege von der Antike bis heute
Author: Beatrice Heuser
Wenn es um Afghanistan oder den Irak geht, ist oft die Rede von den »neuen Kriegen«. Asymmetrische Kriege zwischen Aufständischen und regulären Streitkräften gibt es jedoch seit der Antike, lange bevor der Begriff »Guerilla« geprägt wurde. Beatrice Heuser schildert diese Geschichte sachkundig und frei von Romantisierungen.
Die Autorin zeigt, dass solche »kleinen« Kriege alten Mustern folgen und oft Teil »großer« Kriege sind. Sie erklärt, wie die Strategen beider Seiten - der schwächeren und der stärkeren Partei - empfohlen haben, asymmetrische Konflikte auszufechten. Die Leser erfahren, welche Rolle die Zivilbevölkerung in diesen Überlegungen spielt, welche Mittel angewandt wurden und ob sie erfolgreich waren. Aber auch die moralischen Dilemmata, die sich in solchen Einsätzen stellen, werden diskutiert.