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Emotions- und Alltagsgeschichte polnischer 'Zivilarbeiter' in Berlin 1939-1945
Series:  FOKUS, Volume: 2
Das Buch bietet eine Analyse der Lebenswelten polnischer Zwangsarbeiter in Berlin aus einer individuellen Perspektive. Ausschließlich anhand zeitgenössischer Ego-Dokumente beschreibt die Autorin weniger die Erlebnisse der Betroffenen, sondern vielmehr die Deutung und emotionale Wahrnehmung des Zwangsarbeiteralltags, der mindestens genauso heterogen war, wie ihre »Zwangswelten«.
Die Studie schreibt sich damit in die aktuellen europäischen Diskurse zum Zweiten Weltkrieg ein und mit ihrer Perspektive »von unten« trägt sie zum Forschungsstand mit neuen Impulsen bei. In Zeiten, in denen es immer weniger Zeitzeugen gibt, können ihre zeitgenössischen Ego-Dokumente helfen, die historischen Vorgänge zu verstehen. In diesem Sinne bietet das vorliegende Buch eine intensive Annäherung an die Lebenswelten der Zwangsarbeiter. Denn die Heranziehung von justiziellen Personalakten aus der NS-Zeit sowie der Briefe und Tagebücher der Betroffenen ermöglichte es, die Gefühle und Handlungen aus ihrer Perspektive zu schildern.

Re-Aktionen auf Flucht und Vertreibung in der Aufnahmegesellschaft der Bundesrepublik
Volume Editors: Matthias Frese and Julia Paulus
Die Beiträge des Bandes untersuchen an lokalen und regionalen Beispielen Erinnerungsgeschichten von Annahme- und Abweisungserfahrungen, von Integrationsbemühungen und Abgrenzungsverhalten der Aufnahmegesellschaften gegenüber Flüchtlingen und Vertriebenen in der Nachkriegszeit und frühen Bundesrepublik. Die Integrationsverläufe der „Neubürgerinnen“ und „Neubürger“ waren von einer Vielzahl von Faktoren abhängig: Neben der Politik der jeweiligen Besatzungsmacht und der Frage, wie die Zwangsmigrantinnen und -migranten selbst mit ihrer schwierigen Situation umgingen, hing der Erfolg vor allem von der Haltung der Einheimischen gegenüber den Neuankömmlingen ab. Dabei waren beide Gruppen bei weitem nicht homogen. Verhaltensweisen der Aufnahmegesellschaften konnten sich lokal und regional stark voneinander unterscheiden, wodurch der Prozess des Einlebens beschleunigt, verzögert oder behindert wurde. Der Band thematisiert die Probleme des Aufeinandertreffens und des SichArrangierens sowohl aus dem Blickwinkel der Ankommenden wie auch der ansässigen Bevölkerung und überprüft das gängige Narrativ einer erfolgreichen Integrationsgeschichte.