Browse results

Liturgische Bewegung und Gesellschaftsreform in der Weimarer Republik
Author: Lea Lerch
Romano Guardini gehört zu den bekanntesten Reformtheologen und katholischen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Die Studie verortet ihn erstmals in der Geschichte gesellschaftlicher Modernisierung in der Kaiserzeit und Weimarer Republik.
In der von industriellem Aufbruch samt seinen Verwerfungen bestimmten Epoche änderten sich neben Bildungsidealen und -wegen auch die Verhältnisbestimmung von Individualität und Sozialität, die Körperwahrnehmung, der Naturbezug und das Zeitempfinden. Religion und Ritual fanden verbreitet neue Aufmerksamkeit. In diesen Zusammenhängen entsteht Guardinis sehr eigenständiges reformtheologisches Profil. Vor dem zeitgenössischen Panorama gesellschaftlicher Debatten und im Kontext der Jugendbewegung zeigt die Studie, dass Guardinis Reform liturgischer Praxis wesentlich auf die Herausforderungen der Industriegesellschaft und ihre kulturellen Transformationen zu antworten versuchte.
Biblische Perspektiven in Krisen und Ängsten unserer Zeit. Band 2
Editor: Stefan Alkier
Der Band analysiert, reflektiert und bearbeitet im Gespräch mit biblischen Texten gegenwärtige gesellschaftliche Konflikte und Problemlagen. Der zweite von zwei Bänden greift kontrovers geführte Debatten im Bereich von Ökonomie, Ökologie und Digitalisierung auf und thematisiert auch Problemlagen, die durch die Corona-Pandemie entstanden sind bzw. verschärft wurden.
Theolog:innen verschiedener theologischer Fachgebiete zeigen auf Basis der Interpretation biblischer Texte, Denkweisen, Haltungen und Überzeugungen Perspektiven auf, die angesichts nachvollziehbarer Gefühle von Ohnmacht, Hoffnungslosigkeit, Angst und Verzweiflung, aber auch angesichts von Tendenzen grassierender Irrationalismen, Radikalisierung und Gesprächsverweigerung Kontrapunkte ins Spiel bringen. Tragfähige Zuversichtsargumente werden theologisch möglich, weil biblisches Denken die Möglichkeit eines Umdenkens (metánoia) und damit Perspektiven für produktive und heilsame Veränderungen eröffnet.
Author: Susanne Riecker
Diese Studie beschäftigt sich mit der zentralen Reflektionsfigur des Fiktionalen in Henry V, der „mockery“.
Diese Arbeit untersucht die zentrale Reflektionsfigur des Fiktionalen in Shakespeares Henry V, nämlich die „mockery“, die sowohl Imitation als auch Verspottung umfasst. Das Verhältnis von „mockery“ und „true things“ im Stück konstruiert eine immanente Poetik des Historiendramas, das damit gleichsam die Relation von Fiktion und Wahrheit, nicht nur im Sinne der Historizität, sondern auch des Universellen, reflektiert. Untersucht werden Aspekte der Kommunikation und Übersetzung, die Rolle des Publikums, der Umgang mit Möglichkeit und Notwendigkeit sowie die Kontextualisierung in den frühneuzeitlichen Diskurs zu Dichtkunst.
Zu einer Urszene der Hermeneutik
Das omnipräsente Scheitern des Verstehens ist ein entscheidender Motor hermeneutischer Theoriebemühungen. Nebst dem Nichtverstehen ist es vor allem das Missverstehen, das einen produktiven Ansatzpunkt zur Klärung elementarer hermeneutischer Sachverhalte darstellt.
Die Bedeutung von Missverstehensdiagnosen ergibt sich insbesondere aus ihrer intimen Verbindung mit dem Anspruch eines Richtig- bzw. Besserverstehens: Wer ein Misslingen konstatiert, muss über eine gewisse Vorstellung verfügen, was das Gelingen ausmacht. Das Missverstehen ist aber auch aufschlussreich, weil es einlädt, auf Varianten im Umgang mit Verstehensproblemen zu achten. Missverständnisse gelten in der Regel als Übel, weshalb sie zu vermeiden bzw. richtigzustellen seien. Aber nicht jedes Missverständnis wird korrigiert oder muss es werden.
Schöningh and Fink Literature and Cultural Studies E-Books Online, Collection 2023 is the electronic version of the book publication program of Verlag Ferdinand Schöningh and Wilhelm Fink Verlag in the field of Literature and Cultural Studies from 2023.

Coverage:
English, German, French, Slavic, Italian, Dutch, Hispanic, Scandinavian, Baltic, Literature & Arts, Comparative Literature, World Literature, Translation Studies, Postmodernism, Postcolonial Studies
In Western ecumenical research, the perception of Orthodox theology still suffers from the stereotype of representing a solidified traditionalism. In contrast, Orthodox theology is dominated by the clichéd notion of Western Christianity as modernism contrary to tradition. This overlooks the many interesting and novel research approaches. On the one hand, these are developed at orthodox institutions worldwide in response to modern scientific questions, and on the other hand they reveal the continuity of the Christian heritage in change in Protestant and Catholic drafts. The series aims to provide a forum for these research approaches and thus enrich the ecumenical discussion with contributions that have been written from a culturally and religiously different background. The series focuses on monographs, but is also open to inter- and transdisciplinary scholarly anthologies. It accepts contributions in German, English and French. All manuscripts are peer-reviewed.
Introducing a Constructive Encounter
Did Orthodoxy come to a halt before modernity? Does Orthodox Christian theology function only in traditional contexts borrowing schemes and forms of rural society, to which the liturgical and theological symbolisms, the rhetoric models of preaching, the structures of church administration and its views on the relation between religion, politics, and secular society are closely linked?
Has Orthodoxy accepted the consequences of modernity or the Orthodox still feel a nostalgia for pre-modern forms of organization and structures of a glorified past, following in this way fundamentalism? Did even the movement called Return to the Fathers, as it was understood, and in spite of its initially renewal character, functioned unwittingly as a barrier, against modernity and its challenges?
Modernity and post-modernity constitute, however, the broader historical, social and cultural context within which the Church is called to accomplish its mission and to ceaselessly incarnate the Christian truth.
August Wilhelm Schlegel trat 1818 eine Professur an der neu gegründeten Königlich Preußischen Rhein-Universität in Bonn an. Seine Lehrtätigkeit in Bonn zeichnete sich durch eine beeindruckende Vielfalt aus, die von deutscher Literatur über Theorie und Geschichte der bildenden Künste bis hin zur Weltgeschichte und Alten Geschichte reicht. Schlegel, der Karl Marx und Heinrich Heine zu seinen Hörern zählte, übte auch mit diesen Vorlesungen eine gesamteuropäische Wirkung aus, die im Einzelnen erst noch zu entdecken ist.
Die Textbände V/1 und VI/1 der „Kritischen Ausgabe seiner Vorlesungen” präsentieren erstmals authentisch und vollständig den Textbestand der Bonner Vorlesungen Schlegels zwischen 1818 und 1845. Die Texte werden in chronologischer Reihenfolge dargeboten, jeweils nach dem Semester, in dem Schlegel die Vorlesung erstmals gehalten hat. Dabei zeigt sich, dass Schlegel zunächst einen deutlichen Schwerpunkt auf der deutschen Sprache und Literatur in ihrer geschichtlichen Erstreckung legt und sich in den folgenden Jahren und Jahrzehnten weitere Bereiche erschließt, insbesondere in kulturgeschichtliche und geschichtswissenschaftliche Gebiete bis hin zur Etruskologie, die er in Deutschland mitbegründet.
Auf die Textbände werden 2021 die Kommentarbände mit umfangreichen Materialien und Sacherläuterungen folgen.
August Wilhelm Schlegel trat 1818 eine Professur an der neu gegründeten Königlich Preußischen Rhein-Universität in Bonn an. Seine Lehrtätigkeit in Bonn zeichnete sich durch eine beeindruckende Vielfalt aus, die von deutscher Literatur über Theorie und Geschichte der bildenden Künste bis hin zur Weltgeschichte und Alten Geschichte reicht. Schlegel, der Karl Marx und Heinrich Heine zu seinen Hörern zählte, übte auch mit diesen Vorlesungen eine gesamteuropäische Wirkung aus, die im Einzelnen erst noch zu entdecken ist.
Die Textbände V/1 und VI/1 der „Kritischen Ausgabe seiner Vorlesungen” präsentieren erstmals authentisch und vollständig den Textbestand der Bonner Vorlesungen Schlegels zwischen 1818 und 1845. Die Texte werden in chronologischer Reihenfolge dargeboten, jeweils nach dem Semester, in dem Schlegel die Vorlesung erstmals gehalten hat. Dabei zeigt sich, dass Schlegel zunächst einen deutlichen Schwerpunkt auf der deutschen Sprache und Literatur in ihrer geschichtlichen Erstreckung legt und sich in den folgenden Jahren und Jahrzehnten weitere Bereiche erschließt, insbesondere in kulturgeschichtliche und geschichtswissenschaftliche Gebiete bis hin zur Etruskologie, die er in Deutschland mitbegründet.
Auf die Textbände werden 2021 die Kommentarbände mit umfangreichen Materialien und Sacherläuterungen folgen.
The Origins of the Notion in Gregory of Nyssa and its Influence unto the Italian Renaissance
This book explores the invention, significance and actual history of self-creative freedom from Late Antiquity to the Renaissance.
Gregory of Nyssa, the great Cappadocian Father of the IV century, is not as yet deemed one of the outstanding figures in our Histories of Philosophy. However, this monograph argues that his remarkable theories of freedom transcend his own time and, traversing centuries of Medieval and Byzantine history, they become one of the core theoretical inspirations for the anthropological revolution of the Quattrocento, as evinced in eminent philosophers such as Nicholas of Cusa and Giovanni Pico della Mirandola. Our research methodology integrates a thorough study of the Greek and Latin sources ‒ resorting to Philology, Palaeography and Codicology ‒ with a systematic historical and philosophical analysis of different theories and argumentative strategies.