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In der international ausgerichteten Reihe "Encounters between Judaism and Christianity" erscheinen wissenschaftliche Arbeiten zu Konstituierungs- und Differenzierungsprozessen jüdischer und christlicher Religion in Geschichte und Gegenwart. Die Einzelbände behandeln exegetisch-hermeneutische, historische, systematische, kulturwissenschaftliche und zeitgeschichtliche Aspekte des Themenfeldes in der Verantwortung der einzelnen Fachdisziplinen und zugleich in fächerübergreifender Perspektive. Ein besonderes Augenmerk der Studien gilt den religiösen und kulturellen Kontaktpunkten und Reibungsflächen zwischen Judentum und Christentum, deren wissenschaftliche Betrachtung dem gegenseitigen Verständnis nach einer langen Geschichte kirchlicher Judenfeindschaft neue Impulse zu geben vermag.
Der "Faktor Mensch" in der digitalen Transformation
Author: Thomas Gremsl
Algorithmen und soziotechnische (KI)-Systeme müssen so konstruiert werden, dass der Mensch im Mittelpunkt bleibt. Angesichts einer zunehmenden Digitalisierung unserer Lebensbereiche mit Blick auf Algorithmen und soziotechnische (KI)-Systeme, ist (Sozial-)Ethik in besonderem Maße angefragt, Perspektiven auf eine menschengerechte Gestaltung dieses Wandels zu eröffnen.
Sogar im sonst so traditionsreichen Fußball finden zunehmend technische Systeme (Torlinientechnologie – GLT, Videoschiedsrichterassistent – VAR) Einzug und stellen uns vor neue Herausforderungen. Dadurch wird die Frage nach der Rolle und der Stellung des „Faktor Mensch“ innerhalb dieser Strukturen immer wichtiger. Die vorliegende Arbeit fragt nach einer möglichst menschengerechten Gestaltung dieser Prozesse und Strukturen. Dabei werden Fragen des Verhältnisses von Mensch – KI und der ethisch-rechtlichen Regulierungsbedürftigkeit dieser Systeme ebenso in den Blick genommen wie sportethische Schlaglichter oder Werte und ethische Prinzipien, die Perspektiven eröffnen sollen.
Juden und Christen im Gespräch über das erste Buch der Bibel im Midrasch Genesis Rabba
Der Midrasch Genesis Rabba wird hier erstmals zusammenhängend ausgelegt und als Niederschlag des jüdisch-christlichen Gesprächs in der Spätantike interpretiert.
Dieser Midrasch, eine Komposition jüdischer Bibelauslegungen, entstand an der Wende vom vierten zum fünften Jahrhundert im römisch beherrschten Palästina. Mit ihm schufen die Rabbinen eine neue literarische Gattung: Formal ein Kommentar, ist er inhaltlich eine freie theologisch-„dichterische“ Auseinandersetzung mit dem ersten Buch der Bibel. Die Neuübersetzung und Kommentierung zentraler Textabschnitte zeigen, dass der Midrasch Dokument eines kritischen, aber konstruktiven Diskurses jüdischer Gelehrter mit dem zeitgenössischen Christentum ist. Ihr Ziel: Das Judentum im konstantinischen Zeitalter neu begründen und die jüdische Bibel gegen christliche Deutungsansprüche absichern.
Festschrift for Patriarch Daniel of the Romanian Orthodox Church
In this anniversary volume, outstanding personalities of the Church and the international theological field will present significant studies as a sign of appreciation for the spiritual, theological, missionary, and pastoral work carried out by the Patriarch Daniel of Romania.
In 2021, His Beatitude Patriarch Daniel of Romania celebrates his 70th anniversary. A prominent personality, a tireless servant of Christ’s Church, Professor of Dogmatic and Pastoral Theology, His Beatitude Daniel is well known for his deep and open theology, one that has been consistently pursuing dialogue and communion. His vast theological work deals with most of the fundamental aspects of theology and is built upon the living connection between theology, spirituality, the liturgical and missionary life of the Church.
Untersuchungen zu Ursprung, Entwicklung und Verbreitung von Offizienzyklen zu Ehren der heiligen Kölner Jungfrauen
Reliquienkult und liturgische Offizien für Feste markanter Heiliger wie Ursula und die elftausend Jungfrauen spielten eine wichtige Rolle bei der Christianisierung Europas und prägten die Entwicklung der religiösen Gemeinschaften während des gesamten Mittelalters.
Die Jungfrau Ursula erlebte mit ihren Gefährtinnen zwischen der Spätantike und der Frühen Neuzeit einen beispiellosen Aufstieg, beginnend mit der Erwähnung auf einer vermutlich karolingischen Inschrift in Köln bis hin zu einem über ganz Europa verbreiteten Kult. Gegenstand dieses Buches ist die Übertragung der Reliquien der heiligen Kölner Jungfrauen durch das Netzwerk der Benediktiner und Zisterzienserklöster und der daraus resultierende Aufschwung des Kultes, insbesondere durch die Schaffung spezifischer Offiziumszyklen.
Das Buch liefert eine erstmalige kontextuelle sozialethische Studie zur Option für die Armen im katholischen Bildungswesen in Benin.
Die „Option für die Armen“ stellt eine Grundlinie des sozialen Bildungsauftrags katholischer Schulen dar (vgl. Gravissimum Educationis, 9). Die Hermeneutik dieser christlich- ethischen Leitformel macht die Subjektwerdung der Armen, die partizipative Dimension und den theologalen Charakter zu zentralen Bedeutungselementen dieser Option. Im beninischen – westafrikanischen, postkolonialen – Kontext setzt die Subjektwerdung der Armen die désintériorisation der Armut, die Befähigung zur Überwindung innerer Mechanismen, die Armut festigen und die Befähigung zur Gewinnung von Selbstvertrauen und Selbstverantwortung voraus. Dies erfordert grundlegende strukturelle und funktionelle Änderungen.
Historische Konstellationen und Gegenwartsanalysen
In politisch-kulturellen Auseinandersetzungen der Gegenwart lässt sich die Verwendung des Begriffs ‚Romantik‘ und die Aktivierung romantischer Argumentationsfiguren beobachten. Wird Romantik dabei instrumentalisiert, um die liberale Demokratie mit ihrer Orientierung an Verfahrensregelungen und dem unaufhebbaren Widerstreit verschiedener Positionen als defizitär zu kritisieren? Welche Denkangebote machen Autorinnen und Autoren der frühromantischen Phase und diejenigen einer späteren Romantik, die noch heute – unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen – in oft problematischer Weise angenommen werden? Wo bestehen Übereinstimmungen, wo Differenzen der politischen Romantik zu heute formulierten kulturkritischen, konservativen und neurechten Denkweisen?
Envisioning Scriptural Interpretation as a Symbolic Act with Origen of Alexandria
Author: Kyeil Kwak
Origen envisioned scriptural interpretation as a symbolic drama of passage with the Logos-Christ, reuniting what is originally one.
During the first three centuries C.E., σύμβολον (symbol) became a prominent term along with αἴνιγμα (enigma) and ἀλληγορία (allegory) in forming a cosmic formula popular across the Mediterrnean world: symbol encodes the divine mystery in enigmatic forms and allegory decodes them. Having considered Scripture as full of divine symbols, Origen envisioned and practiced allegorical interpretation of Scritpure as a symbolic act of bringing, comparing, and matching its letters under the divine paideia of the Logos-Christ. In seeking three levels of scriptural meaning, Origen construed the cosmos as a tripartite reality and defined the essence of Christianity as a symbolic drama of passage. For Origen, the main actor of this drama is the Logos-Christ in the divine action of gradually leading his bride (i.e., the church) from the visible reality through the invisible reality to the divine reality.
Band I: Grundlegung
Mit diesem ersten Band erfolgt die dogmatische Grundlegung der ostkirchlichen Theologie, Anthropologie und Spiritualität.
Die Studien zur ostkirchlichen Theologie und Spiritualität sind auf mehrere Bände hin angelegt. Was ein weiterer Band zu den praktischen Vollzügen geistlichen Lebens entfaltet, findet hier im ersten Teil seine theologische Grundlegung. Dabei werden zentrale Themen der abendländischen Geistes- und Theologiegeschichte bedacht und in Vergleich gesetzt mit dem östlichen Denkansatz, teils unter Berücksichtigung von Einzelragen, die in der gegenwärtigen Dogmatik behandelt werden (z.B. Schriftauslegung, Traditionsverständnis, christologischer Ansatz, eucharistische Ekklesiologie, Leben nach dem Tod). Das Buch möchte eine Gesamtdarstellung orthodoxer Theologie sein.
Aramaic, Hebrew, and Greek
Author: Anthony Meyer
This study brings together all ancient evidence to tell the story of the divine name, YHWH, as it travels in Aramaic, Hebrew, and Greek through the Second Temple period, the most formative era of Judaism.
During the Second Temple period (516 BCE–70 CE), Jews became reticent to speak and write the divine name, YHWH, also known by its four letters in Greek as the tetragrammaton. Priestly, pious, and scribal circles limitted the use of God’s name, and then it disappeared. The variables are poorly understood and the evidence is scattered. This study brings together all ancient Jewish literary and epigraphic evidence in Aramaic, Hebrew, and Greek to describe how, when, and in what sources Jews either used or avoided the divine name. Instead of a diachronic contrast from use to avoidance, as is often the scholarly assumption, the evidence suggests diverse and overlapping naming practices that draw specific meaning from linguistic, geographic, and social contexts.