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Es liegt seit je in der Natur des Menschen, mittels von Orakelsprüchen sowie mantischer Praktiken die Zukunft für das eigene Handeln zu erkunden. Auf einer anderen Stufe tritt der Prophet als Träger des Wortes Gottes auf, er verkündet den Willen der Gottheit, um so dessen Gegenwart den Menschen erfahrbar zu machen.
Parusie bedeutet also die Anwesenheit einer Gottheit, wie sie sich im Hellenismus vor allem an dem Phänomen der Epiphanie dokumentieren lässt. Im Neuen Testament meint Parusie dagegen die machtvolle Wiederkunft des Menschensohnes am Himmel zum Weltgericht.
Der Sammelband vereinigt 25 Beiträge von Altphilologen, Althistorikern, Archäologen, Religionswissenschaftlern und Theologen, um von Homer im 8. vorchristlichen Jahrhundert bis zu Augustin in der Spätantike eine Entwicklungslinie unter Beachtung der spezifischen Schlüsselbegriffe aufzuzeigen.
Einen Schwerpunkt bildet hierbei die Genese der Begriffe im frühen Christentum, wobei es auf den Nachweis ankommt, dass das Christentum auch ein Teil der griechisch-römischen Antike ist.
Volume Editors: Andreas Mauz and Christiane Tietz
In wissenschaftlichen wie nichtwissenschaftlichen Kontexten sind Interpretationen meist mehr als bloße Verstehensvorschläge. Sie treten oft mit einem dezidierten Geltungsanspruch auf – und können auch als Fehlinterpretationen effektiv wirksam werden.
Am deutlichsten zeigt sich der Geltungsaspekt des Interpretationshandelns, wenn die fragliche Interpretation auf konkurrierende Auffassungen trifft. Im Konflikt der Interpretationen werden Geltungsansprüche ausgehandelt. Hier zeigt sich exemplarisch, welche normativen Ressourcen in Anspruch genommen werden, um diesen oder jenen claim zu verteidigen. Aber welche Muster sind dabei konkret im Spiel? Welche Logiken und Begrifflichkeiten bestimmen die Artikulation dieser Geltungsansprüche – und ihrer Analyse? Kurz: Wie verbinden sich Interpretations- und Geltungstheorie?
The Pedagogical Preparation for Collective Mass Violence
This book shows that education does not only prepare war, but defines its character for future generations.
Pointing out the intricate interconnetion with the various practices of education this volume offers in-depth studies of war and education in several chronological and geographical contexts. Tying in with the latest state of the art the authors offer examples for education for war, education in war and education for reconciliation in the aftermath of wars from a global perspective.
Großeinrichtungen, Debatten und Deinstitutionalisierung seit den 1970er Jahren
Der Band eröffnet erstmals einen ebenso breiten wie fundierten Überblick zum Wandel stationärer Großeinrichtungen in der Bundesrepublik und DDR.
Die Autorinnen und Autoren bieten neue Einblicke in den Umgang mit Jugendlichen, psychiatrischen Erkrankungen, Behinderungen, Obdachlosigkeit, Sucht oder Straffälligkeit und dessen Wandel seit den 1970er Jahren. Das Ende der Anstalten und der gesellschaftliche Wandel hingen untrennbar miteinander zusammen: Neue Gesellschaftsmodelle und Lebensformen veränderten stationäre Großeinrichtungen und umgekehrt. Zugleich war das Ende der Anstalten keine einfache Erfolgsgeschichte, brachte die Deinstitutionalisierung neue Formen der Einschränkung mit sich.
Deutschland 1848/49
Volume Editor: Karsten Ruppert
Das Buch analysiert die Exekutiven, die zur Durchsetzung der revolutionären Ziele in Deutschland 1848/49 eingerichtet wurden. Im Mittelpunkt des Bandes steht die Provisorische Zentralgewalt für Deutschland.
Es wird deren Entstehung, Aufbau wie deren Politik, Funktion und Bedeutung in der deutschen Revolution von 1848/49 untersucht. Ergänzend werden die gleichzeitigen Provisorischen Regierungen in Schleswig-Holstein, Sachsen, Baden und der Pfalz betrachtet – erstmals systematisch und vergleichend. Es erschließen sich in mancherlei Hinsicht neue Perspektiven auf die bürgerliche Revolution in Deutschland.
Aufzeichnungen aus dem besetzten Polen. Aus dem Polnischen von Lothar Quinkenstein
Mit „Das Leben als ob“ hat Kazimierz Wyka aus eigenem Erleben einen Schlüsseltext über die Erfahrung deutscher Fremdherrschaft im Zweiten Weltkrieg verfasst.
Wyka schrieb während des Krieges und kurz danach Skizzen über das Leben unter der deutschen Besatzung: über die Reaktion der polnischen Gesellschaft auf die Niederlage 1939, den Umgang mit Ausbeutung, Unterdrückung, sozialer Degradierung und Einschüchterung, über die allgegenwärtige Korruption und Bestechung im „Generalgouvernement“. Die scharfe Beobachtungsgabe Wykas und sein Ton voller Tragik, aber auch Ironie und Spott haben das Buch in Polen zum Klassiker werden lassen. Er liegt nun in meisterhafter Übersetzung erstmals auf Deutsch vor. Der renommierte polnische Historiker Jerzy Kochanowski erschließt das Werk in seiner Einleitung dem deutschsprachigen Lesepublikum.
Erinnerungsorte zwischen Weser und Lippe
Ein Buch von 1670 hat uns gelehrt, Landschaften und Orte mit historischen Erinnerungen zu verbinden. Die „Monumenta Paderbornensia“ des Fürstbischofs Ferdinand von Fürstenberg sind ein wegweisendes Werk für die westfälische Landesgeschichte. Es erlebte mehrere Auflagen, darunter eine reich bebilderte Ausgabe, gedruckt 1672 in Amsterdam. Im Zentrum des Buchs stehen erinnerungswürdige Orte, Landschaften und Ereignisse zwischen Weser und Lippe, denen Fürstenberg ein literarisches Denkmal setzte. Experten verschiedener Disziplinen lesen das ungewöhnliche Werk neu und gehen seiner Wirkung bis heute nach. Eine Fotografin wagt zudem den Versuch, den Ortsansichten der „Monumenta“ aktuelle Ansichten gegenüber zu stellen.
Volume Editors: Kirsten John-Stucke and Daniela Siepe
Wewelsburg Castle in Germany figures prominently in right-wing conspiracy theories and popular culture. This book sheds light onto the background and impact of these myths for the first time.
During the Nazi era, this Westphalian castle became a key venue for gatherings of high ranking SS leaders. After World War II, rumors about occult SS rituals made the place a pilgrimage site of the extreme right. The northern tower’s ornamental sun wheel design, today known as the “Black Sun,” appears in thrillers, comic books, and in the right-wing music scene. It has morphed into a dubious visual element of today’s pop culture and is now familiar to people throughout the world as a symbol of neofascist and alt-right groups. The lavishly illustrated volume traces facts and fiction about the origins and current reception of the myths related to Wewelsburg Castle and the sun wheel symbol.
Zeuge und Polemiker
Author: Mirjam Kudella
Antimanichäische Inhalte aus dem gesamten Werkkorpus Augustins werden, auch unter Berücksichtigung manichäischer Originaltexte, mit Blick auf ihr polemisches Gepräge untersucht.
Zunächst werden mit dem antimanichäischen Exkurs in Psalmenpredigt 140 und mit dem Manichäerkapitel aus Augustins Spätwerk De Haeresibus zwei bislang wenig berücksichtigte Textpassagen einer detaillierten Kommentierung unterzogen. In einem zweiten Schritt präsentiert die Autorin auf der Basis von Textanalysen antimanichäische Inhalte aus dem gesamten Werkkorpus Augustins, zu zwölf Topoi zusammengestellt. Ihnen wird jeweils die Vorstellung des „manichäischen Hintergrunds“ und argumentativer Einwände Augustins an die Seite gestellt. Spannungen zwischen Fremd- und Selbstdarstellung des Manichäismus geraten ebenso in den Blick wie Gewichtungen und Typisierungen, die Augustin als Polemiker vornimmt.
Flugschriften von Autorinnen der Reformation in heutigem Deutsch
An der Reformation waren auch Frauen beteiligt! Mit engagierten und provozierenden Publikationen traten sie an die Seite Luthers und Melanchthons.
Die Frauen der Reformation erfreuen sich seit vielen Jahren großen Interesses, allen voran die Autorinnen reformatorischer Flugschriften wie Argula von Grumbach und Katharina Zell, um nur die beiden bekanntesten zu nennen. Ihre Publikationen stehen gleichwohl bislang nur in den sehr schwer zugänglichen Originaltexten zur Verfügung, die nur für Spezialisten geeignet sind. Erstmals bietet dieses Buch eine Auswahl der wichtigsten und interessantesten Texte ungekürzt in heutigem Deutsch. Was es von Luther und Melanchthon, von Zwingli und Calvin schon lange gibt, gibt es nun also auch für die Reformationsfrauen: ihre religiösen, theologischen, gesellschaftlichen und politischen Gedanken und Ideen in einer für jede:n lesbaren und für jede:n verständlichen sprachlichen Form.