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Volume Editors: Kirsten John-Stucke and Daniela Siepe
Wewelsburg Castle in Germany figures prominently in right-wing conspiracy theories and popular culture. This book sheds light onto the background and impact of these myths for the first time.
During the Nazi era, this Westphalian castle became a key venue for gatherings of high ranking SS leaders. After World War II, rumors about occult SS rituals made the place a pilgrimage site of the extreme right. The northern tower’s ornamental sun wheel design, today known as the “Black Sun,” appears in thrillers, comic books, and in the right-wing music scene. It has morphed into a dubious visual element of today’s pop culture and is now familiar to people throughout the world as a symbol of neofascist and alt-right groups. The lavishly illustrated volume traces facts and fiction about the origins and current reception of the myths related to Wewelsburg Castle and the sun wheel symbol.
Band 3 der Paderborner Gesangbuchgeschichte 1821–1872 öffnet den Blick auf die Entwicklung und Rezeption der Gesangbücher und Kirchenlieder der Katholischen Aufklärung sowie der Restauration und zeigt Zusammenhänge zwischen Geistes-, Kirchen-, Text- und Frömmigkeitsgeschichte. Die Gesangbuchgeschichte umfasst die beiden Teile des Großbistums Paderborn im 19. Jahrhundert: den Westteil (altes Fürstbistum Paderborn und ehemaliges Herzogtum Westfalen) und den Ostteil (Kommissariat Magdeburg, Kommissariat Heiligenstadt, Geistliches Gericht Erfurt). Das digitale Begleitmaterial der Untersuchung enthält die Dokumentation des Liedguts der Paderborner Gesangbücher 1600–1872. Die Fülle des Materials wurde analysiert unter Mitarbeit des Theologen und Historikers Prof. Dr. Hermann-Josef Schmalor und der Historikerin Dr. Monika Lahrkamp.
Erstmals widmet sich eine große Edition den Praktiken der Monarchie im 19. Jahrhundert. In internationaler Perspektive stellt das Quellenwerk in einer neuen Folge der traditionsreichen Acta Borussica bislang ungedruckte Aktenstücke für die Forschung zusammen. Die dritte Reihe veranschaulicht am preußischen Beispiel, welche Anpassungen die europäische Monarchie an eine Gesellschaft im Wandel vollzog. Wirksame Integrationsleistungen wie auch deren Grenzen werden greifbar. Die ersten Bände widmen sich Funktionen, Entscheidungsformen und Entscheidungsinstanzen des Hofes. Später stehen performative Praktiken am preußischen Hof, wie sie im Modus höfischer Konkurrenz auch durch kulturelle Transfers aus den europäischen Nachbarländern geformt wurden, sowie Strategien und Reaktionen der Monarchie auf den gesellschaftlichen Wandel im Blickpunkt.

For the first time, a large multi-volume edition work will reflect practices of the monarchy in the 19th century.
In international perspective, this edition of primary sources presents previously unpublished archival documents for further research. The Prussian example illustrates the strategies and reactions of European monarchies when they had to adapt to a changing society. Effective integration achievements as well as their limits become tangible. The first volumes are focusing on the different functions of court members, on deciders and the forms of decision making at the court. Other volumes will highlight e.g. the performative practices at the Prussian court as they were shaped in competition processes and by cultural transfer from neighboring European countries.
Dokumente zur Gründung und Frühgeschichte der Academia Theodoriana. Unter Mitwirkung von Gerhard Franke, mit Übersetzungen von Gerhard Ludwig Kneißler
Die 1614 gegründete Academia Theodoriana ist die älteste Hochschule in Westfalen. Ihre Gründungsurkunden, Statuten und weitere Texte werden hier erstmals in einer lateinisch-deutschen Edition vorgelegt.
Diese Edition der Gründungsurkunden, Statuten und weiterer Texte zur Paderborner Jesuitenuniversität macht erstmals verstreute Dokumente in deutscher Übersetzung zugänglich. Die Quellen werden ergänzt durch eine historische Einführung, durch Informationen zur überlieferten Textgestalt und Erläuterungen des Übersetzers. Aufschluss über Beweggründe zur Gründung dieser Universität im Konfessionellen Zeitalter gibt ein Panegyricus zu Ehren Fürstbischof Dietrichs von Fürstenberg, der sie gestiftet hat. Die Dokumente ermöglichen jetzt Vergleiche mit anderen (Jesuiten-)Universitäten bezüglich der Studieninhalte, der Prüfungen und hinsichtlich ihrer inneren Verfassung.
Bildungsphilosophische Öffnungen im Anschluss an Roberto Espositos politisches Denken
In der vorliegenden Studie wird das Werk des italienischen Philosophen Roberto Esposito auf mögliche Anschlüsse an erziehungswissenschaftliche Diskurse untersucht.
Politische wie pädagogische Theorie und Praxis sind darauf angewiesen, zeitweise feste Fundamente anzunehmen und Kontingenz zu schließen. Dies kann heute nur noch im Bewusstsein um die Unmöglichkeit einer Letztbegründung oder universellen Schließung geschehen. Für die Theorie bedeutet das, die Offenlegung von Kontingenz als relevante Aufgabe zu verstehen. Die Analyse ausgewählter Schriften Roberto Espositos zeigt in diesem Sinne, dass dessen zentrale Begriffe sowohl in der politischen Philosophie als auch in der erziehungswissenschaftlichen Theoriebildung von Bedeutung sind: Vom (Im)Politischen führt der hermeneutische Pfad über die Politisierung des Gemeinschaftsbegriffs, die Konzeption eines Paradigmas der Immunität bis zur Affirmativen Biopolitik und einer Dekonstruktion des Personenbegriffs. Von dort aus ergeben sich Denkangebote für bildungsphilosophische Diskurse und exemplarische Handlungsfelder.
Untersuchungen zu Ursprung, Entwicklung und Verbreitung von Offizienzyklen zu Ehren der heiligen Kölner Jungfrauen
Reliquienkult und liturgische Offizien für Feste markanter Heiliger wie Ursula und die elftausend Jungfrauen spielten eine wichtige Rolle bei der Christianisierung Europas und prägten die Entwicklung der religiösen Gemeinschaften während des gesamten Mittelalters.
Die Jungfrau Ursula erlebte mit ihren Gefährtinnen zwischen der Spätantike und der Frühen Neuzeit einen beispiellosen Aufstieg, beginnend mit der Erwähnung auf einer vermutlich karolingischen Inschrift in Köln bis hin zu einem über ganz Europa verbreiteten Kult. Gegenstand dieses Buches ist die Übertragung der Reliquien der heiligen Kölner Jungfrauen durch das Netzwerk der Benediktiner und Zisterzienserklöster und der daraus resultierende Aufschwung des Kultes, insbesondere durch die Schaffung spezifischer Offiziumszyklen.
Aufzeichnungen aus dem besetzten Polen. Aus dem Polnischen von Lothar Quinkenstein
Author: Kazimierz Wyka
Mit „Leben als ob“ hat Kazimierz Wyka aus eigenem Erleben einen Schlüsseltext über die Erfahrung deutscher Fremdherrschaft im Zweiten Weltkrieg verfasst.
Wyka schrieb während des Krieges und kurz danach Skizzen über das Leben unter der deutschen Besatzung: über die Reaktion der polnischen Gesellschaft auf die Niederlage 1939, den Umgang mit Ausbeutung, Unterdrückung, sozialer Degradierung und Einschüchterung, über die allgegenwärtige Korruption und Bestechung im „Generalgouvernement“. Die scharfe Beobachtungsgabe Wykas und sein Ton voller Tragik, aber auch Ironie und Spott haben das Buch in Polen zum Klassiker werden lassen. Er liegt nun in meisterhafter Übersetzung erstmals auf Deutsch vor. Der renommierte polnische Historiker Jerzy Kochanowski erschließt das Werk in seiner Einleitung dem deutschsprachigen Lesepublikum.
Editorial Board / Council Member: Claudia Steinberg, Thomas Mikhail, Sabine Krause, Ralph Keen, and Thorsten Fuchs
Die von Erik Ode und Michael Obermaier herausgegebene Reihe Pädagogische Diskurse vertritt die Erziehungs- und Bildungswissenschaften in ihrer ganzen disziplinären Breite und besteht sowohl aus Monografien als auch aus Sammelbänden. Im Zentrum stehen theoriegeleitete, methodologische sowie praxisorientierte Auseinandersetzungen mit pädagogischen Grundfragen und -problemen, mit den soziokulturellen Bedingungsgefügen von Betreuung, Erziehung und Bildung über die Lebensspanne sowie kritische Analysen ihrer institutionellen und außerinstitutionellen Orte und Praxen.
Ämter, Akteure und Akteurinnen
Volume Editors: Anja Bittner and Bärbel Holtz
Mit dem Quellenband werden der Forschung erstmals Schlüsseldokumente zur Amtsorganisation und zum Personal des preußischen Hofes im langen 19. Jahrhundert zur Verfügung gestellt.
Basierend auf den jüngeren Thesen zur „Neuerfindung der Monarchie“ und einer betont kultur- und sozialgeschichtlich ausgerichteten Hofforschung thematisiert der Band das preußische Beispiel. Unter dem Fokus von Wandel und Traditionalität sind die organisatorischen Grundlagen der Hohenzollernmonarchie auch in europäischer und globaler Perspektive dokumentiert. Neben den vielstufigen höfischen Verwaltungsstrukturen werden ebenso Facetten zum höheren wie niederen Hofpersonals offengelegt und Einblicke in die sich wandelnde Arbeits- und Lebenswelt am Hofe gewährt.
Die bischöflichen Gutachten und die Entstehung der Enzyklika »Singulari quadam« (1912)
Volume Editor: Francesco Tacchi
Im September 1912 promulgierte Papst Pius X. die Enzyklika „Singulari quadam“ über den Gewerkschaftsstreit. Angesichts jahrelanger heftiger Auseinandersetzungen innerhalb des deutschen Katholizismus tolerierte das päpstliche Schreiben die interkonfessionellen christlichen Gewerkschaften, obwohl Pius X. selbst überzeugter Befürworter rein katholischer Arbeiterorganisationen war.
Die deutschen Bischöfe hatten in der umstrittenen Frage zuvor ihre Stellungnahmen an den Heiligen Stuhl gesandt und einen grundlegenden Bezugspunkt für die Abfassung von „Singulari quadam“ geliefert. Die meisten Oberhirten sprachen sich für die christlichen Gewerkschaften aus. Die Edition dokumentiert vollständig die Texte aus dem Apostolischen Vatikanischen Archiv. Erstmals wird dadurch der Entstehungsprozess der wichtigen „Gewerkschaftsenzyklika“ rekonstruiert. Der Quellenband trägt erheblich dazu bei, den Gewerkschaftsstreit besser zu verstehen – ein Meilenstein der Katholizismusforschung.