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Die inter- und transdisziplinäre Studienreihe Beyond Historicism – New Testament Studies Today baut auf den philologischen Prinzipen auf, die der Übersetzung des Frankfurter Neuen Testaments von Stefan Alkier und Thomas Paulsen zu Grunde liegen. Der philologisch-kritische Respekt vor der jeweiligen Ausdruckskraft der Zeichenproduktion anderer ist nicht nur die wissenschaftliche, sondern auch die ethische Grundlage der Studienreihe Beyond Historicism. Sie publiziert kritische philologische, exegetische und historische Monographien und Sammelbände, die in unmittelbarer oder auch mittelbarer Weise neutestamentliche Texte in ihren jeweiligen enzyklopädischen Kontexten erhellen. Die Verpflichtung zur gründlichen kritischen Philologie als Grundlage der Datenanalyse und der historischen Hypothesenbildung will jeglichen Historizismus hinter sich lassen. Manuskripte können in deutscher, englischer, französischer und italienischer Sprache eingereicht werden. Sie durchlaufen ein peer-review-Verfahren innerhalb des Herausgeberkreises und seines wissenschaftlichen Beirats.
The inter- and transdisciplinary study series Beyond Historicism - New Testament Studies Today builds on the philological principles underlying the translation of the Frankfurter Neues Testament by Stefan Alkier and Thomas Paulsen. The philological-critical respect for the respective expressive power of the sign production of others is not only the scientific but also the ethical basis of the Beyond Historicism study series. It publishes critical philological, exegetical and historical monographs and anthologies that directly or indirectly illuminate New Testament texts in their respective encyclopedic contexts. The commitment to thorough critical philology as the basis for data analysis and historical hypothesis formation aims to leave behind any form of historicism. Manuscripts can be submitted in German, English, French and Italian. They undergo a peer-review process within the editorial board and its scientific advisory board.
Studien zur Neuformulierung der "Gegnerfrage" jenseits des Historismus
Volume Editor: Stefan Alkier
Worüber wird in den Schriften des Neuen Testaments gestritten, und wer streitet mit wem? Zu lange wurde diese Frage als Frage nach den jeweiligen „Gegnern“ bzw. „Opponents“ in einem historistischen Zirkel beantwortet.
Man entwarf Hypothesen über die „hinter“ dem Text stehenden Kommunikationssituationen, konstruierte von da aus „Gegner“, und von diesem Konflikt her interpretierte man dann wiederum die jeweiligen Schriften. Unter Einbeziehung politik- und kulturwissenschaftlicher Theorieansätze stellen die Beiträge dieses Bandes einen theoretisch belastbaren und an Fallstudien (wie etwa Antagonismen in den Evangelien oder Paulus als kontroverser Mediator) überprüften Neuansatz einer neutestamentlichen Konfliktforschung vor. Das Konzept fragt nach im Text beschreibbaren Konflikten und nach der Weise, wie diese inszeniert, gelöst oder offen gelassen werden. Von da aus werden dann hypothetische Schlüsse auf historische Kontexte der Text- und Rezeptionsprozesse gezogen.
Volume Editor: Jennifer Wasmuth
Der öffentliche Diskurs zeichnet sich gegenwärtig vielfach durch eine Verhärtung der Fronten und die mangelnde Bereitschaft aus, sich auf die Gegenposition einzulassen. Diese Tendenzen lassen sich auch im ökumenischen Kontext beobachten, und schnell ist hier wie dort der Fundamentalismus-Vorwurf zur Hand.
Was meint dieser Vorwurf genau? Gegen wen richtet er sich? Ist Fundamentalismus nur eine polemische Etikettierung von Positionen, die nicht der eigenen entsprechen? Oder lassen sich unter dem Begriff politische und religiöse Gruppierungen fassen, die eine klar erkennbare Agenda verfolgen? Diesen Fragen geht der vorliegende Sammelband nach, indem er in seinen Beiträgen auf die Begriffsgeschichte und die Bedeutung von „Fundamentalismus“ in verschiedenen geographischen, konfessionellen und religiösen Kontexten reflektiert.
Diese vierbändige, wissenschaftliche Ausgabe präsentiert zentrale Werke des katholischen Theologen, Natur- und Sozietätsphilosophen Franz von Baader (1765–1841) erstmalig textkritisch ediert und durch erklärende Anmerkungen ausführliche Register und editorische Berichte erschlossen. Die Textauswahlreicht von Baaders Frühwerk bis in die späten Jahre hinein und beleuchtet so die zusammenhängende Entwicklung seines Philosophierens.
Der zweite Band enthält sechs Abhandlungen aus Baaders mittlerer Schaffensperiode (1808–1818), dem Jahrzehnt, in dem sich in der persönlichen Begegnung zwischen Baader, Schelling, Ritter, Jacobi und Schubert die Konstellation der sogenannten Münchner Romantik ereignet. Die Texte zeigen in der Rezeption Böhmes und Saint-Martins die tiefere Verwandtschaft zwischen Baaders Mystik und naturphilosophischer Spekulation und stellen in exemplarischer Art und Weise den Übergang zu den späteren umfassenden Werken wie den »Fermenta Cognitionis« und der »Speculativen Dogmatik« dar.
Eugenio Pacelli und seine Nuntiaturberichte aus der Zeit der Weimarer Republik
Volume Editors: Hubert Wolf, Holger Arning, and Sascha Hinkel
In den turbulenten Jahren von 1917 bis 1929 berichtete Eugenio Pacelli, der spätere Papst Pius XII., fast täglich als Nuntius aus Deutschland: über Revolutionen und Goldene Zwanziger, Kirche und Politik, Kommunisten, Nationalsozialisten und Katholiken.
Pacelli agierte für einen Nuntius oft sehr eigenständig, aber sein Blick auf Deutschland blieb durch römische Vorgaben geprägt. Er war Oberaufseher der deutschen Kirche und Gesandter des Papstes bei der deutschen Regierung in einer Person. In Deutschland machte er Erfahrungen, die sein Handeln als Papst entscheidend prägen sollten. Seine Berichte, die Weisungen aus Rom nebst Anlagen – insgesamt mehr als 20.000 Dokumente aus den vatikanischen Archiven – liegen unter www.pacelli-edition.de jetzt vollständig online ediert vor. Die Fallstudien in diesem Band deuten ihr Potenzial für die Forschung an.
Begründet von Wilhelm Geerlings Das Werk steht zur Subskription. Die Subskriptionsfrist endet mit Erscheinen des letzten Bandes.
Editorial Board / Council Member: Christos Karakolis, Cosmin Pricop, and David M. Moffitt
Die Publikationen dieser Reihe sollen sich einmischen in kirchliche, kulturelle und gesamtgesellschaftliche Debatten zu den Problemen, Krisen, Fragen und Chancen der Gegenwart. Sie vertrauen auf die unbestechliche und streitbare Fähigkeit biblischer Texte, kreuz und quer zu denken, sich nicht abzufinden mit anmaßenden Macht- und Unrechtsverhältnissen, sondern vielmehr im Vertrauen auf den Geber und die Gabe des Lebens über jeden Tod hinaus miteinander dankbar und denkbar gemeinschaftliches Leben und gemeinsame Zukunft zu gestalten.
Die Biblische Zeitschrift, eine der führenden internationalen Zeitschriften für biblische Studien, lädt Forscher dazu ein, herausragende Monographien und Tagungsbände in deutscher, englischer und französischer Sprache für ihre neu gegründete Reihe „Biblische Zeitschrift Supplements“ (BZ Sup) einzureichen. Diese dem Peer-Review-Verfahren unterliegende Buchreihe beabsichtigt, das Verständnis der biblischen Texte des alten und Neuen Testamentes zu vertiefen. Auch Manuskripte zu philologischen oder textkritischen Fragestellungen und zu Fragen der historischen und kulturellen Kontextualisierung einschließlich der Analyse der zwischentestamentlichen und deuterokanonischen Literatur sowie zu literarischen, hermeneutischen und theologischen Fragestelllungen sind ebenso willkommen wie Untersuchungen zur Wirkungsgeschichte biblischer Texte. BZ Sup steht den Beiträgen etablierter Forscher ebenso wie innovativen Arbeiten jüngerer Forscher im spannenden und sich dauerhaft fortentwickelnden Feld der biblischen Studien offen.

Biblische Zeitschrift, one of the leading international journals in Biblical Studies, calls researchers to submit excellent monographs and conference volumes in German, English and French for its newly founded series "Biblische Zeitschrift Supplements" (BZ Sup). This new peer-reviewed series aims to further the understanding of the Biblical texts of the Old and the New Testament. Subjects may include philological or text-critical issues, questions of historical and cultural contextualization including the analysis of intertestamental and deutero-canonical literature, or develop literary, hermeneutical or theological issues. Studies in the history of reception of Bible texts are also welcome. BZ Sup is open both to contributions from established researchers and to innovative hiqh-quality work of younger colleagues in the exciting, ever-developing field of Biblical Studies.
Series Editor: Peter Schallenberg
Die Reihe ist abgeschlossen.
Sozialethiker, Wirtschaftswissenschaftler, Politikberater, Bischof: Joseph Kardinal Höffner (1906–1987) zählt unbestritten zu den zentralen Figuren im theologisch-gesellschaftlichen Diskurs der frühen und mittleren Bundesrepublik Deutschland. Ob es unter Ludwig Erhard um die Etablierung der Sozialen Marktwirtschaft oder unter Johannes Paul II. um die Weiterentwicklung der Katholischen Soziallehre ging – stets war Höffner beteiligt, wenn es darum ging, Neuformatierungen kritisch zu begleiten und sozialethische Hintergründe präzise zu erhellen. Über mehr als vier Jahrzehnte prägte er, erst als Professor und seit 1962 als (Erz-)Bischof in Münster und Köln, gesellschaftliche und kirchliche Debattenlagen entscheidend mit.
Die Bandbreite der von Höffner behandelten Themen – u.a. Wirtschaftsethik, Fragen sozialer Gerechtigkeit, Internationale Zusammenarbeit – wirkt dabei unmittelbar auf gegenwärtige Herausforderungen: Welche Rolle muss der Staat spielen, wenn Wirtschaft im Dienst des Menschen stehen soll? Wie sollen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung beschaffen sein, um das Attribut „gerecht“ zu verdienen? Welche Auswirkungen hat eine global vernetzte Wirtschaft auf gewachsene Strukturen im Verhältnis von Arbeitgebern und -nehmern?
Die bis 2016 in sieben Bänden erscheinenden Schriften Höffners zur Wirtschafts- und Sozialethik verfolgen nicht nur den Anspruch, über 100 seiner wichtigsten Artikel und Beiträge zugänglich zu halten, sondern gleichzeitig die Entwicklung seines Denkens in den verschiedenen Bereichen nachzuzeichnen. So enthalten die Bände unter anderem auch seine wissenschaftlichen Qualifikationsarbeiten, die Höffners wissenschaftliche Bildung wie auch seine Weitsicht bereits in frühen Jahren dokumentieren. Dies sind u.a. seine beiden (!) theologischen und die wirtschaftswissenschaftliche Dissertation sowie die Habilitationsschrift.
Eingeleitet werden die nach Themenfeldern geordneten Bände jeweils mit einem Essay von renommierten Expert_innen, die Höffners Schriften in ihren zeitlichen Kontext einordnen, vor allem aber zeigen, wo seine Beiträge in Diskussionen unserer Zeit ihre Wirksamkeit entfalten.