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Investition und symbolisches Kapital (1900-1970)
Die Thyssens zählen zu den bedeutendsten Kunstsammlern des 20. Jahrhunderts. Über drei Generationen trugen sie umfangreiche, teils weltweit ausstrahlende Kunstkollektionen zusammen. Das Buch rekonstruiert die Entwicklung des internationalen Kunstmarktes im 20. Jahrhundert und analysiert vor diesem Hintergrund die Sammeltätigkeit der Thyssens. Es fragt danach, wie sich die Thyssens in die Kunstwelt integrierten, wie sie ihre Kunstkäufe organisierten und was sie zum Sammeln motivierte. Die Studie zeigt, dass Kunstwerke weit mehr als nur ästhetische Bedürfnisse befriedigten. Sie waren auch ein Mittel zur Geldanlage, Repräsentation und sozialen Distinktion. Die Thyssens nutzten ihre Kunstsammlungen zudem, um Steuerforderungen zu mindern, eine gewünschte Staatsbürgerschaft zu erlangen und exklusive Kontakte zu knüpfen. Nicht zuletzt dienten ihre Kollektionen der familialen Dynastiebildung.
Seit Kriegsende ranken sich Verschwörungstheorien und verklärende Legenden um die Wewelsburg in der Nähe von Paderborn. Dieses Buch klärt auf über Hintergründe, Inhalte und Verbreitungswege des Wewelsburg-Mythos.
Im »Dritten Reich« sollte das westfälische Schloss eine zentrale Versammlungsstätte für höhere SS-Führer werden. Gerüchte über okkulte Riten der SS an diesem Ort haben Deutschlands einzigartige Dreiecksburg in den vergangenen Jahrzehnten zu einem Wallfahrtsort der rechten Szene gemacht. Esoteriker sehen in der Anlage einen besonderen »Kraftort«. Die »Schwarze Sonne«, abgeleitet von einem Sonnenrad-Ornament im Nordturm, ist zum weltweit populären Heils- und Erkennungszeichen der Rechtsextremen geworden. Im Mythos um die Wundertechnologie der »Reichsflugscheiben«, im Neuheidentum, in der Black Metal-Szene und sogar in Superhelden-Comics sind die Wewelsburg und die »Schwarze Sonne« Bestandteile einer bedenklichen Sparte der Popkultur geworden.
In dem reichhaltig illustrierten Band werden erstmals umfassend Entstehungsgeschichte, Spielarten und Wirkungen des Mythengeflechtes um die Wewelsburg rekonstruiert, das sich parallel zum Aufbau der heute dort beheimateten Erinnerungs- und Gedenkstätte für die Opfer der SS-Verbrechen entwickelt hat.
Author: Carlo Gentile
Im deutsch besetzten Italien fielen zwischen 1943 und 1945 mehr als 70.000 Menschen dem Partisanenkrieg zum Opfer, darunter etwa 10.000 Zivilisten, die bei Massakern und Geiselerschießungen durch die Besatzer getötet wurden. Diese Ereignisse haben sich tief in das kollektive Gedächtnis Nachkriegsitaliens eingeprägt.
Der Autor, der ein Jahrzehnt lang als Sachverständiger bei Kriegsverbrecherprozessen vor Gerichten tätig war, stellt in diesem Buch erstmals systematisch und auf breite Quellenbasis gestützt das Vorgehen der deutschen Besatzungstruppen dar. Sachlich und differenziert werden u. a. mehrere durch die Prozesse der letzten Jahren bekannt gewordene Kriegsverbrechen wie Sant’Anna di Stazzema, Civitella in Val di Chiana und Marzabotto sowie deren Täter untersucht.
Die Kriegsbriefe von Anna und Lorenz Treplin 1914-1918
Der hier erstmals veröffentlichte Briefwechsel eines Hamburger Arztehepaares gibt einen intensiven Einblick in Lebenswelt und Mentalität des Bürger-tums während der Jahre 1914-1918.

Anna Treplin, Tochter einer wohlhabenden Kauf-mannsfamilie, und der Chirurg und Chefarzt Dr. Lorenz Treplin, 1914 als Stabsarzt zum Kriegsdienst eingezogen, führten eine regelmäßige, ebenso umfang- wie aufschlussreiche Korrespondenz. Sie zeichnet den langsamen Verlust von Normalität, den Umgang mit Tod und Trauer ebenso nach wie die Probleme des Alltags in der Heimat und an der Front und die Auswirkungen des Krieges auf die Familie und deren Zusammenhalt. Ein wichtiger, neuartiger Beitrag zur „Geschichte der Gesellschaft im Kriege“ und des Bür-gertums zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Die Herausgeber:
Heilwig Gudehus-Schomerus war stellvertretende Direktorin des Instituts für Europäische Geschichte, Mainz.
Marie-Luise Recker ist Professorin für Neueste Ge-schichte, an der Universität Frankfurt/M.
Marcus Riverein ist Wiss. Mitarbeiter am Historischen Seminar der Universität Frankfurt/M.
Legende und Wirklichkeit
Author: Dieter Hartwig
Der letzte »Führer« der Deutschen - Retter von Millionen oder Propagandist des Regimes?

Karl Dönitz gilt als der 'legendäre' Befehlshaber der U-Boote im Zweiten Weltkrieg, von Hitler eingesetztes letztes Staatsoberhaupt des Dritten Reiches sowie - Retter von Millionen’. Diesen Mythen und Legenden stehen sein nachweislicher NS-Fanatismus, seine Hitler-Treue sowie der keineswegs fürsorgliche U-Booteinsatz mit höchsten Verlustraten gegenüber. Die von allen Verteidigungsministern verordnete Distanz der Bundesmarine zu ihm gipfelte im Verbot der Teilnahme an seiner Beerdigung für Soldaten in Uniform, was große Empörung auslöste.

Mit dem vorliegenden Buch werden fast 30 Jahre nach seinem Tod Persönlichkeit und Wirken von Dönitz im und nach dem Zweiten Weltkrieg umfassend dargestellt sowie kritisch bewertet. An die Stelle von Mythen und Legenden treten neue Erkenntnisse auf der Grundlage neuester Forschungen.
Sexuelle Zwangsarbeit in nationalsozialistischen Konzentrationslagern. 2. Auflage
Author: Robert Sommer
Dies ist die erste Gesamtdarstellung eines Themas, das bislang weitgehend im Verborgenen geblieben ist: die Zwangsprostitution im Lagersystem der SS. Die Forschung hat das wie mit einem Tabu belegte Thema der sexuellen Gewalt im KZ bis heute meist ausgeklammert. Robert Sommer hat für seine Arbeit in allen relevanten Archiven recherchiert, er hat sogar Interviews mit Überlebenden führen können. Sein grundlegendes Buch zeichnet das Bild einer bisher unbekannten Realität des Schreckens. Auf Befehl Himmlers wurden ab 1942 in den größten Konzentrationslagern, u. a. in Dachau und Auschwitz, in Mauthausen und Buchenwald, in Mittelbau- Dora und Sachsenhausen, Bordelle für Häftlinge eingerichtet. Der Bordellbesuch war als Anreiz zur Steigerung der Arbeitsleistung der in das System der Kriegswirtschaft eingebetteten Arbeitssklaven in den Lagern gedacht. Die 'Prämie' blieb allerdings ausschließlich 'arischen' Häftlingen vorbehalten. Für die Bordelle rekrutierte die SS weibliche Häftlinge aus Ravensbrück und Auschwitz-Birkenau, meist mit falschen Versprechungen oder unter Zwang. Die umfassende Darstellung beschreibt detailliert die Gründe für die Einrichtung der Lagerbordelle, ihre Funktion im System der Konzentrationslager, die Organisation des Bordellbetriebs, die Reaktionen der Häftlingsgesellschaft auf die 'Sonderbauten' – so die offizielle Bezeichnung der Bordelle -, die Lebensbedingungen und die Überlebensstrategien der Frauen, die Motive der Bordellbesucher sowie den Ablauf ihrer Besuche. Darüber hinaus stellt der Autor die Lagerbordelle in den Kontext der Erscheinungsformen und der Bedeutung von Sexualität im KZ.