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Eine Untersuchung anhand der Rechtsprechung der Römischen Rota
Das kirchliche Prozessrecht manifestiert sich in einem detailreichen Normenkomplex, der nur selten in den Blick wissenschaftlicher Untersuchung gerät. Grund genug, einigen Detailfragen Raum zu geben, die gleichzeitig paradigmatische Problemanzeigen für den gegenwärtigen Zustand kirchlicher Rechtskultur darstellen.Neben der eigentlichen Hauptsache können im kanonischen Prozess auch so genannte akzessorische Fragen auftreten, die von der Hauptsache abhängig sind, aber eine eigene richterliche Entscheidung verlangen. Die auf derartige Fragen fokussierte Untersuchung der Rechtsprechung der Römischen Rota offenbart einen höchst bedenklichen Zustand des geltenden Prozessrechts. Ist der Untergang des kanonischen Prozesses längst besiegelt?
Bildkonzepte der Herrlichkeit Gottes nach Kunstwerken von Richard Serra
Für das Erscheinen der Herrlichkeit Gottes hat die jüdisch-christliche Geschichte verschiedene Bildkonzepte entfaltet. Ihre gemeinsame Basis ist der alttestamentliche Herrlichkeitsbegriff, der ursprünglich auch die Grundbedeutung der physischen Schwere beinhaltet. Doch wie können wir uns Gottes Herrlichkeit als körperhafte Schwere konkret vorstellen?
Bildhaftes Experimentieren mit Gewicht und Schwere ist ein zentrales Anliegen des Bildhauers Richard Serra (*1939). Seine Kunstwerke erproben Formen der Realisation von Schwere in räumlichen Strukturen und ihrer Wahrnehmung. Dieses Buch ist konsequent an den Arbeiten Serras orientiert und erschließt so neue Ansätze für das theologische Nachdenken über die Herrlichkeit Gottes als Schwere. Dabei geht es auch um die Frage nach der Entwicklung angemessener Interpretationsverfahren bildlich strukturierter Bedeutungen in theologischen Diskursen.
Untersuchungen zum Gottesdienstmenäum nach ostslavischen Handschriften des 11. bis 13. Jh.
Die Herausgeber Dagmar Christians, Hans Rothe und Vittorio S. Tomelleri bieten in diesem Band als Ergänzung zur Edition der Gottesdienstmenäen für Dezember, Februar und April eine Sammlung von Studien zum ostslavischen Gottesdienstmenäum. Während Hans Rothe elf theologische Kommentare zu den ältesten liturgischen Hymnen in der Rus´ liefert, die auch die Monate September bis Oktober berücksichtigen, befasst sich Dagmar Christians vor allem mit der Überlieferung und den Übersetzerprofilen des ostslavischen Aprilmenäums. Darüberhinaus stellt der Band ein Verzeichnis aller Personen- und Ortsnamen sowie der nach Handschriften edierten griechischen Hymnen für Dezember, Februar und April bereit. Vittorio S. Tomelleri analysiert die im Kanon für Kyrill und Method enthaltenen Gottesmutterhymnen.
Aphorismen-Sammlung IV
Author: Reimar Hartge
Aphorismen, welche nicht krampfhaft nach Themen ausgesucht werden, sondern – jeweils dem Zufall überlassen – eben so auf einen ´herabregnen` dürfen, wie es das Schicksal für gut heißt, erweisen sich häufig als besonders gedankenanregend: Bezüglich der Notwendigkeit von Orientierung im Labyrinth unserer Lebensprobleme können sie die Funktion verlässlicher Wegweiser übernehmen. – Hat man aber den Ausgang des Labyrinths bereits entdeckt, dann eignen sich manche Aphorismen dazu, ganz neue – nun sogar horizonterweiternde Ideen zu stimulieren! –
Author: Reimar Hartge
Der Ruf nach Wahrheit wirkt als moralischer Imperativ. – Hinter jedem Betrug steckt eine Lüge. – Die Lüge ist ein ´hilfloser` – da nur vermeintlicher – Schutzmechanismus gegen Gewissensbelastungen. – Lügen können als freche Verleumdungen auftreten, oder als Verlegenheits- bzw. Notlügen. Die Gerechtigkeit fordert, dass Lügen als Gewalt anzusehen sind und entsprechend bestraft werden. – Es ist nicht ungewöhnlich, dass Lügen lange persistieren, bis sie eines Tages demaskiert und ausgeräumt sind. – Wahr ist aber auch, dass schon mancher mit seiner unaufgeklärt gebliebenen eigenen Lebenslüge bis zum Tod belastet blieb. – Am perfektesten aufgebaute Lügen sind gewöhnlich für andere schwer durchschaubar. – Wo das Lügen bereits zur täglichen Nahrung geworden ist, dort ist das Elend dieser Welt besonders groß. – Aufrüttelnd wirkt jegliches ´Kriegsgeschehen`, wobei empathische Wahrheit in den Dreck gezogen wird: Da steht zuweilen ein Individuum allein gegen kollektive Kräfte des Bösen. – Mit ´Hilfe` unverschämter List von Lügen soll der Zweck die Mittel ´heiligen`. – Dabei gerät leider völlig in Vergessenheit, dass einzig ein auf dem Wege zur Wahrheit Sinn suchendes Bewusstsein die Bezeichnung ´heilig` verdient. – Auch in Zukunft wird der abgeklärte Mensch als Pilger in Richtung auf die Wahrheit unterwegs bleiben, und sich sogar dann zurechtfinden, wenn er irrtümlicher Weise mal auf einen lügnerischen ´Holzweg` gelangt ist. – Wir müssen uns um die wirklich wesentliche Wahrheit kümmern: Dann kümmert sich diese Wahrheit auch um uns.
Das Ende des Erdkreises ist nicht das Ende der Welt
Author: Reimar Hartge
Wenn alle Rätsel im Kosmos gelöst sein werden, bleibt die Wunderwelt von Unendlichkeit und Ewigkeit. – (lat. = das Ende des Erdkreises ist nicht das Ende der Welt!) – Ein Ausruf, welcher lautet „Nach mir die Sintflut“, nimmt das Ende der Menschheit in Kauf, nicht aber das Ende der Weltordnung oder gar des ganzen kosmischen Ensembles. – Gerade das steht aber unzweifelhaft irgendwann in vielen Jahrmilliarden zu erwarten; und zwar ohne Erfordernis des Zutuns vonseiten einer Menschheit, die es dann sowieso nicht mehr geben wird. – Warum aber sollte uns diese Aussicht beunruhigen?! – Wissen wir doch, dass uns nichts und niemand das Empfinden von ´Unendlichkeit` und ´Ewigkeit` entziehen kann, welches wir in jedem Augenblick als eingebildete ´Kulisse` hinter vermeintlich aktuellem Geschehen erleben. – Die Imago des scheinbar unwiderruflich Gewesenen und des vom Schicksal ´Vorgesehenen` wird vom großen kosmischen Geiste erinnert. Jegliches, was einmal das Sein passierte, bleibt dem Wesen verbunden, das solche Erinnerung bewirkte, und sei es selbst über eine Brücke vom Alles zum Nichts hinweg! – Nichts wird dies- oder jenseits der Erinnerung wirklich verloren gehen! –
Muttersöhne in der Bibel
Wie wurde Jesus Gottes Sohn? Wie kam es, dass seine Psyche für die Aufgabe disponiert war, Gottes Sohn zu sein? Diese Frage wurde bibelimmanent mit Hilfe der Psychologie behandelt. Dabei kam es zu Schlüssen, die auf archetypische Strukturen der Menschheit hinweisen, Strukturen von allgemeiner Gültigkeit. Sie haben ihre Spuren nicht nur in der Bibel hinterlassen, sondern auch in den Mythen anderer Völker. Es geht um ganz spezifische Eigenschaften der Menschheit und diese existieren unabhängig von den Mythen. Die Konsequenzen aus den gewonnenen Erkenntnissen betreffen insbesondere die Rolle der Frau in der menschlichen Gesellschaft.
Der Autor veranschaulicht Schillers tiefe Spiritualität und Religiosität, wie sie sich in vielen Facetten und Nuancen seiner Persönlichkeit und seines Gesamtwerks manifestiert. Spiritualität als Primat des Geistes, der als konstitutives Element auch noch in allen Formen der Sinnlichkeit steckt. Religiosität als innerste Tendenz im Menschen zur Transzendenz, zum Transzendieren jeder real existierenden oder kirchlich organisierten Religion hin auf ein je Höheres, Größeres, Umfassenderes echter Religiosität, mittels derer sich das Individuum mit dem Sein, dem Universum oder welchen Entitäten und Energieformen auch immer verbunden fühlt, egal ob diese nun pantheistisch, theistisch, polytheistisch oder sonstwie aufgefasst werden. Der in dieser seiner rationalen und zugleich emotionalen Tiefenspiritualität von Mynarek wieder ans Licht gebrachte Schiller vermag auch die Spiritualität des Gegenwartsmenschen zu erhellen, neu zu motivieren und zu beflügeln.
Ihre Thesen auf dem Prüfstand
Dieses Buch stellt die kompletteste Darlegung und kritische Würdigung der Ansichten der wichtigsten und prominentesten atheistischen Autoren der Gegenwart dar. Die großen Menschheitsfragen nach der Entstehung des Kosmos, der Materie, des Lebens, der Evolution, des Bewusstseins, der Ethik und Religion werden im Kontext der Systeme dieser Autoren sorgfältig, aber auch faszinierend anschaulich analysiert. Nach der Lektüre des vorliegenden Buches kennen seine Leserinnen und Leser die Gesamtgestalt des Atheismus, seine Stärken, aber auch seine Schwächen. Sie erwerben damit auch eine solide und legitime Basis, um das Verhältnis von Atheismus und Naturwissenschaft, Atheismus und Philosophie, Atheismus und Humanismus neu und treffender zu bestimmen.
Das Liebesleben des Nazareners
In diesem Buch erscheint Jesus von Nazareth in ganz neuer Sicht und erhellender Deutung. In jedem Jahrhundert des 2000 Jahre alten Christentums wurde ja Jesus den Gläubigen als der perfekteste, göttliche Mensch vorgestellt, wobei man das Höchste und Wertvollste des jeweiligen Zeitgeistes einfach auf ihn übertrug. Der bekannte Religionswissenschaftler Hubertus Mynarek deckt kritisch-ironisch das Zeitbedingte aller Jesusbilder auf, bis hin zu Franz Alts neuem, feministisch sanften Anti-Macho Jesus und Drewermanns Jesus als dem größten Therapeuten aller Zeiten. Aufgedeckt werden auch die Schattenseiten im Charakter Jesu und die Unhaltbarkeit der kirchlichen Dogmatik vom asexuellen, rein geistig liebenden Meister. Die ganz neue Interpretation der Gleichnisse Jesu erweist das Romantische und Erotische in Jesus. Erstaunliches kommt auch bei den Vergleichen zwischen den Frauenbeziehungen Buddhas und Jesu heraus. "Herausgekommen ist ein hochgescheites, kritisches und mit feiner Ironie durchsetztes Buch, das Jesus nicht nur in bezug auf die Frauen als schillernde Figur zeigt. Mit ihrem gespaltenen Verhältnis zu den Frauen folgt die Kirche ihrem Gründer." Dr. Norbert Copray, in: Publik-Forum "Ich empfinde diese Neuerscheinung als an-stößig im besten Sinne dieses Wortes und wünsche daher dem Buch, seinem Autor und Verlag möglichst viele Leser/innen." Dr. Gerd Stein, Professor für Politische Wissenschaft an der Universität Duisburg "Danke für das Buch und seine überraschenden Einsichten. Es war überfällig. Wir dürfen gespannt sein, wie die Horde der Kitschiers reagiert. Doch was bleiben wird, ist nicht der religiöse Zeitkitsch, sondern die nüchterne Analyse." Prof. Dr. Horst Herrmann, Kirchenrechtler und Soziologe an der Universität Münster