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Eine Eschatologie aus katholischer Perspektive im Gespräch mit jüdischem Denken der Gegenwart
AutorIn: Josef Wohlmuth
Mysterium der Verwandlung – der Titel schließt sich an die eschatologische Verkündigung des Apostels Paulus (1. Kor. 15, 51) an: „Seht, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wohl aber werden wir alle verwandelt werden, und zwar im Nu, in einem Augenblick, beim letzten Posaunenstoß.“ Paulus denkt das ihm überkommene Kerygma in Eigenverantwortung theologisch weiter, um der Gemeinde die Beantwortung neuer Fragen zu erleichtern. Die Eschatologie hat im 20. Jahrhundert eine überraschende Neuorientierung erfahren. Sie hatte in der evangelischen Theologie begonnen, griff mehr und mehr auch auf das katholische Denken über und trug zu den programmatischen Veränderungen in der Ekklesiologie des Zweiten Vatikanums bei. Die hier vorgelegte Eschatologie versucht ein intensives Gespräch mit jüdischen Denkern der Gegenwart aus dem Bereich der Philosophie. Wer sich jüdischem Denken in Fragen der Eschatologie aussetzt, sieht sich zur Programmatik herausgefordert. Der Versuch, die katholische Lehre mit neueren Entwicklungen in den christlichen Eschatologien und jüdischen Denkströmungen zu konfrontieren, dient der Selbstvergewisserung und baut Brücken für das Gespräch zwischen Judentum und Christentum, ohne dabei die bleibenden Unterschiede zu verwischen. Die Eschatologie wird hier in den drei Dimensionen einer Eschato-Ästhetik, einer Eschato-Logik und einer Eschato-Praxis behandelt, die ihr jeweiliges Eigengewicht haben, aber auch eng aufeinander bezogen werden.
Mit der unveröffentlichten deutschen Originalfassung des Artikels "Erwachsenenbildung" von Martin Buber
HerausgeberInnen: Martha Friedenthal-Haase und Ralf Koerrenz
Der große jüdische Religionsphilosoph Martin Buber (1878-1965) war auch als Pädagoge und Andragoge eine bedeutende Persönlichkeit in der Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts. 1924 war er Gast der damals von Wilhelm Flitner geleiteten Volkshochschule Jena. An seinen dortigen Begegnungen lässt sich exemplarisch das Selbstverständnis und die Methodik Bubers eindrucksvoll sichtbar machen. Von der Analyse der Jenaer Konstellation geht dieser Sammelband aus, führt aber darüber hinaus zu Bubers weitgespannten Wirkungsfeldern, wobei auch bisher unerschlossenes Archivmaterial ausgewertet wird. Vertieft werden neben pädagogisch-andragogischen auch religiöse, sprachanalytische und politisch-ethische Aspekte, dargestellt u.a. auch über biographische Bezüge zu herausragenden Zeitgenossen wie Leo Boeck und Dag Hammarskjöld. Darüberhinaus enthält der Band auch Unveröffentlichtes aus Bubers Feder, so eine Auswahl aus seinem Briefwechsel mit Wilhelm Flitner sowie einen systematischen Grundlagenartikel zur Erwachsenenbildung.
Die Rezeption des christlich-jüdischen Dialogs in der Dogmatik
Hans Herrmann Henrix: Eine Verbindung von Gemeinschaft und Urgemeinschaft: Judentum und Christentum • Susanne Sandherr: Gott im Dativ? Ein Impuls zum Zusammenhang von Theologie und Ethik im jüdisch-christlichen Gespräch (Antwort auf H. H. Henrix) • Erwin Dirscherl: Das Sprechen Gottes als personales Beziehungsgeschehen • Florian Bruckmann: Kritische Bemerkungen zu E. Dirscherl • Heinz-Josef Fabry: 'Wo war denn euer Messias.?' Die Schwierigkeit der Messiasfrage im jüdisch-christlichen Dialog • Rudolf Hoppe: Antwort auf Fabry • Erich Zenger: 'Gott hat keiner jemals geschaut' (Joh 1, 18). Die christliche Gottesrede im Angesicht des Judentums • Michael Wolter: Neutestamentliche Gesichtspunkte (Antwort auf E. Zenger) • Georg Essen: 'Und das Wort ist Fleisch geworden'. Transzendenz Gottes im Horizont des Inkarnationsglaubens • Markus Hundek: Ist eine trans-ontologische Lesart der Christologie möglich? Transzendenz Gottes im Horizont des Inkarnationsglaubens • Zusammenfassung der Diskussionsaspekte • Josef Wohlmuth: 'Geben ist seliger als nehmen' (Apg 20, 35). Vorüberlegung zu einer Theologie der Gabe • Elazar Benyoëtz: Aphorismen
Gottesdienst und Gebet in Judentum und Christentum
AutorInnen: Albert Gerhards und Stephan Wahle
Die Liturgie wird zunehmend als privilegierter Ort der Begegnung von Judentum und Christentum wiedererkannt. Vergleichende Untersuchungen zeigen jedoch im Bereich von jüdischem und christlichem Gottesdienst bzw. Gebet ein grundlegendes Spannungsverhältnis auf, das von den beiden Polen Kontinuität und Unterbrechung gleichermaßen geprägt ist. Die vorliegenden historischen und theologischen Analysen zentraler liturgischer Texte beider Religionen verweisen auf direkte Abhängigkeit und strukturelle Analogie einerseits, inhaltliche Überformung und polemische Abgrenzung andererseits. Es stellt sich erneut die Frage nach einer Hermeneutik in der Verhältnisbestimmung jüdischer und christlicher Liturgie.
Das "jüdische" Grundmotiv bei Jean-François Lyotard
Bilderverbot, Tetragramm, Kabbala – das Werk des französischen Philosophen Lyotard ist unübersehbar von einem ‚jüdischen’ Grundmotiv geprägt. Erstmals ist dieses Motiv jetzt systematisch auf seine Funktion in Jean-François Lyotards modernekritischem Denken untersucht worden: Das ‚Jüdische’ begegnet hier als Name für eine Diskursart, die das Undarstellbare achtet. Der Längsschnitt durch Lyotards Gesamtwerk zeigt, dass der Autor das ‚Jüdische’ keineswegs als theologische Kategorie einführt. Er stilisiert ‚die Juden’ zu Zeugen für den Widerstreit zwischen der begrifflichen Sprache und den Ansprüchen des Unaussprechlichen. In dieser Rolle stellen sie, wie Lyotard im Anschluss an Freud und Lévinas herausarbeitet, für die selbstgewisse Moderne eine unerhörte Herausforderung dar. Das Buch zeigt, dass das Motiv des ‚Jüdischen’ bei Lyotard komplexer ist als bisher angenommen und dass von daher auch für die Diskussion über die Rolle des ‚Christlichen’ in seinem modernekritischem Diskurs interessante Differen- zierungen möglich und notwendig werden.
HerausgeberInnen: Heinrich Oberreuter und Hans Waldenfels
„Sterben für den Glauben“ war ein Rahmenthema in der Sektion Politische Wissenschaft bei der Jahresversammlung der Görres-Gesellschaft in Erfurt 2002 – „Islam und Politik“ war parallel Thema in der Sektion Religionswissenschaft. Die Arbeit beider mit erstrangigen Autoren besetzten Sektionen ist in dem vorliegenden hochaktuellen Band zusammengefasst. Inhalt: Einführung Hans Waldenfels: Der Islam – Religion und Politik Hans Maier: Religion und Gewalt Rotraud Wielandt: Islam und Gewalt Hort Bürkle: Kampf im Namen der Religion. Vom „Heiligen Krieg“ zu den Gebeten für den Frieden in Assisi Adel Theodor Khoury: Sterben für den Glauben. Motive und Gedankenwelt militanter Gotteskrieger Wolfgang Kluxen: Aufklärung aus dem Islam? Die Rolle der mittelalterlichen Philosophie Heiner Bielefeldt: Menschenrechte in der islamischen Diskussion Thomas Lemmen: Die Islamische Charta des Zentralrats der Muslime in Deutschland e. V. (ZMD)
Impulse der Ästhetik Franz Rosenzweigs für eine Theologie gottesdienstlicher Musik
AutorIn: Thomas Eicker
Die Musik in den christlichen Gottesdiensten hat die Menschen zu allen Zeiten fasziniert und sie in Tiefen erreicht, die dem gesprochenen Wort verwehrt bleibt. Das II. Vatikanische Konzil hat diese Bedeutung der liturgischen Musik erkannt und ihren hohen Wert beschrieben. In der Fortführung dieser grundsätzlichen Würdigung stellt sich die vorliegende Arbeit den grundlegenden theologischen, spirituellen, und ästhetischen Fragen geeigneter gottesdienstlicher Musik. Im Gespräch mit der Religionsphilosophie Franz Rosenzweigs eröffnet sich nicht nur ein Blick in die Faszination jüdischen Denkens, gleichzeitig werden die gemeinsamen liturgischen Wurzeln von Judentum und Christentum bewusst. Auf diesem Hintergrund können Kriterien entwickelt werden, die der Diskussion um eine angemessene, menschenzugewandte und traditionsverbundene Musik im Gottesdienst wertvolle Hilfe geben.
Festgabe für Johannes Beutler SJ zum 70. Geburtstag
Das Johannesevangelium: in den christlichen Kirchen und ganz allgemein gilt es weithin als Zeugnis einer antijüdischen Frontstellung im frühen Christentum. Pauschal ist dort von „den Juden“ die Rede, die gar als „Teufelskinder“ bezeichnet werden, immer wieder wird von „ihrem“, dem jüdischen Gesetz gesprochen, von dem sich der göttliche Logos bzw. Jesus deutlich abhebe. Die in Folge der Shoa schmerzlich gewonnene Sensibilität für die jüdischen Wurzeln und die jüdische Gestalt des christlichen Glaubens hat zu einer weitreichenden Neubesinnung geführt und auch zu einer exegetischen Neubetrachtung des Johannesevangeliums. Die vorliegenden Studien eines internationalen und ökumenischen Kreises von Wissenschaftlern entwerfen ein differenziertes Bild von der Aufnahme, Anverwandlung und kontroversen Diskussion der grundlegenden Überzeugungen küdischer Tradition durch die johanneische Theologie.
Zum Status des "Jüdischen" in der Trinitätstheologie des 20. Jahrhunderts
AutorIn: Bernhard Wunder
Die bis heute ausgebliebene explizite Reaktion des Trinitätsdiskurses auf die Schoa hat nun eine fundamentale These hervorgebracht, die in ihrer Spitze bereits vom selben Gott in Judentum und Christentum und damit vom gemeinsamen Ursprung des Jüdischen wie des Christlichen spricht. Ob und inwiefern der Status des Jüdischen im Trinitätsdiskurs des 20. Jahrhunderts mehr als eine Art polemische Variante der trinitarischen Gottrede darstellt, wird davon abhängen, dass die bis heute motivgeschichtliche Hermeneutik der trinitarischen Gottrede zu diskursanalytischen Perspektiven hingeführt wird. In diesen Zusammenhängen wird das vorliegende Buch einen wichtigen Beitrag leisten.
Einführungen in das Denken Franz Rosenzweigs
AutorIn: Bernhard Casper
Der jüdische Philosoph Franz Rosenzweig ist in der Frage, wie zu Religionen ein Zugang gewonnen werden kann, für die religionsphilosophische Forschung immer zentraler geworden. Gründet Religion in Vernunft oder in bloßer geschichtlicher Faktizität? Rosenzweig war der erste, der im 20.Jh. zeigte, wie beides zusammenspielt. Rosenzweigs Denkansätze, auf die schon früh u.a. Walter Benjamin und Karl Löwith aufmerksam machten, wurden für Emmanuel Lévinas wegweisend und werden heute weltweit in ihrer Bedeutung gerade auch für die Theologie diskutiert. Bernhard Casper, der „Nestor der deutschen Rosenzweigforschung“ (H.J.Görtz), legt hier seine in zwei Jahrzehnten entstandenen wichtigsten Reflexionen über das Denken Rosenzweigs vor.