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Wehrwissenschaft und Medizinverbrechen im "Ahnenerbe" der SS
Im Nürnberger Ärzteprozess wurde Wolfram Sievers für die unter seiner Verantwortung im Institut für wehrwissenschaftliche Zweckforschung begangenen Medizinverbrechen zum Tode verurteilt.
Nun liegt erstmals eine Gesamtdarstellung dieser aus dem „Ahnenerbe“ der SS hervorgegangenen Einrichtung vor. Nahezu ausschließlich auf der Grundlage von Archivquellen rekonstruiert der Autor die Arbeit aller Bereiche des Instituts für wehrwissenschaftliche Zweckforschung. Dabei werden nicht nur bisher unbekannte Abteilungen vorgestellt, sondern auch zahlreiche weitere neue Erkenntnisse präsentiert: Die bislang ungeklärte Identität der Opfer von Kampfstoff-Versuchen wird ebenso aufgedeckt wie die Beteiligung des Instituts an der Entwicklung von B- und C-Waffen oder die Aneignung von Immobilien teils prominenter Voreigentümer.
„Das wichtigste Buch über das SS-Ahnenerbe seit Jahrzehnten. Vergleichbar profunde Studien wünscht man sich auch zu anderen Teilen des SS-Imperiums.“ (Sven Felix Kellerhoff, Geschichtsredakteur DIE WELT)
Kontroversen und Debatten. 2. Auflage
Das Verhalten der katholischen Kirche, ihrer Bischöfe, Priester und Mitglieder von 1933 bis 1945 ist nach wie vor eines der umstrittensten Themen der Zeitgeschichte. Anpassung oder Widerstand, Kollaboration oder Distanz - das sind bis auf den heutigen Tag die Pole der Kontroversen. Besonders heftig ist der Streit um Papst Pius XII. und den Holocaust.
Namhafte Historiker führen jetzt durch das kaum noch über-schaubare Gemenge von gesicherten Fakten und hartnäckigen Geschichtsklischees, von historischen Einsichten und moralischen (Vor-)Urteilen. Das Buch ist ein zuverlässiger Leitfaden durch die weit verzweigte, unübersichtliche Forschungs- und Meinungslandschaft. Wer ernsthaft über die katholische Kirche im Dritten Reich reden will, wird auf diesen Überblick nicht verzichten können.
Generalfeldmarschall Erich von Manstein (1887–1973) war einer der prominentesten Heerführer Hitlers. Bis heute ist er im kollektiven Gedächtnis als glänzender Stratege und als unpolitischer 'Nur-Soldat' lebendig geblieben. Dieses Bild hat er selbst entscheidend mitgeschaffen, nicht zuletzt durch seine Memoiren und seine engen Verbindungen zu Netzwerken ehemaliger hoher Wehrmachtoffiziere. Manstein wurde mehr als jeder andere zu einer Symbolfigur, die nachhaltigen Einfluss auf das Bild der Wehrmacht in Medien und Politik der Bundesrepublik ausübte, auch in der Bundeswehr. Die Beteiligung der Heereselite am Vernichtungskrieg im Osten verschwand wie seine eigene hinter der Wand eines angeblich nur nach den Gesetzen soldatischer Pflicht geführten Krieges. Oliver von Wrochem hat in seiner eindringlichen kritischen Studie die Biographie Mansteins in beispielhafter Weise mit der Formung des deutschen Nachkriegsgedächtnisses verknüpft.
Ein Lebensbild
Author: Eberhard Zeller
Es gibt viele Bücher über Stauffenberg, den Attentäter des 20. Juli, aber nur eines, über das seine Witwe Nina Gräfin von Stauffenberg gesagt hat: 'Das Bild meines Mannes ist mir aus anderen Veröffentlichungen fast hinter einer Wand verschwunden. Bei Zeller fand ich ihn wieder.' Zellers einfühlsame Biographie über den Motor des militärischen Widerstandes gegen Hitler ist das einzige große Lebensbild mit wissenschaftlichem Anspruch, das Stauffenberg so zeigt, wie Familie, Freundeskreis, dienstliches Wirkungsfeld und der Bund der Mitverschworenen gegen Hitler, von Beck bis Tresckow, ihn erlebt haben – ein Buch, das allen, die sich je gefragt haben: 'Wer war dieser Stauffenberg?', die Faszination und außergewöhnliche Ausstrahlung dieses Mannes so nahe bringt, wie es überhaupt nur möglich ist. Eine faszinierende Biographie, deren Inhalt ebenso beeindruckt wie ihr großartiger Stil. Autor dieser 'inneren Biographie' ist ein Berufener: Eberhard Zeller, der mit ihm auf eine Schule ging, ihn näher kennenlernte durch die gemeinsamen Freunde Frank Mehnert und Rudolf Fahrner, die engsten Vertrauten Stauffenbergs, denen Zeller wie dem einzig überlebenden Bruder Alexander Stauffenberg zeit ihres Lebens nah verbunden blieb.
Europa 1939-1945. 2. Auflage
Die christlichen Kirchen waren Bestandteil der europäischen Kriegsgesellschaften. In den letzten Jahren fand ihre Rolle erneut hohe Aufmerksamkeit in Wissenschaft und Öffentlichkeit. Neue Quellen und Fragestellungen haben zu neuen Antworten geführt, sowohl für die deutschen Kirchen als auch für die der okkupierten Länder. Die eingängigen Geschichtsbilder vom angeblichen „Schweigen“ Pius’ XII. oder einem 1939 geschlossenen „Burgfrieden“ zwischen Kirchen und NS-Regime halten dabei der Überprüfung ebenso wenig stand wie z.B. die These vom „flächendeckenden“ Einsatz von Zwangsarbeitern. Das Buch dokumentiert erstmals den aktuellen Forschungsstand zum Verhalten von Katholiken, Protestanten, Bischöfen und Kirchenleitungen in Deutschland sowie in Nord-, West- und Osteuropa. Behandelt werden katholische und protestantische Kriegstheologie, Militärseelsorge, Kriegserfahrungen der Soldaten an der Front und der Gläubigen an der „Heimatfront“, der Einsatz von Zwangsarbeitern in kirchlichen Einrichtungen und die Arbeit protestantischer Pfarrersfrauen. Die NS-Kirchenpolitik (Himmlers „Klostersturm“ oder „Euthanasie“ – Maßnahmen) kommt ebenso zur Sprache wie christliche Hilfe für verfolgte Juden und der Widerstand von Christen. Die vergleichende Perspektive lässt auch die internationalen Aktivitäten des Papstes und des Ökumenischen Rates der Kirchen in verändertem Licht erscheinen. Die Frage nach dem Umgang mit der NS-Vergangenheit und mit der Schuldfrage lenkt abschließend den Blick auch auf die Wirkungsgeschichte des Krieges in Europa. Für jede ernsthafte Auseinandersetzung mit dem kontroversen Thema „Kirchen im Krieg“ bietet dieser Band künftig eine unverzichtbare Grundlage.
Diskurse von Katholizismus und Nationalsozialismus im Jahr 1934 - eine exemplarische Zeitschriftenanalyse
Author: Holger Arning
Zur Geschichte der katholischen Kirche im Dritten Reich gibt es reichlich Literatur, doch diese Studie geht neue Wege: Sie beschreibt Katholizismus und Nationalsozialismus als Diskurse, die auf ver-schiedenen Themenfeldern mit-, gegen- und nebeneinander wirkten. Der Nationalsozialismus erscheint dabei als Geflecht von Feindbildern und Mythen, die sich um Schlagwörter wie Rasse, Kampf, Volksgemeinschaft und Boden rankten und ihre Macht aus vielfältigen Versprechungen und Drohungen zogen. Wie der Katholizismus zu ihnen stand, untersucht der Band exemplarisch anhand der in Recklinghausen erschienenen Wochenzeitung „Unser Kirchenblatt“ im Jahr 1934. Dabei gelangt er zu Aussagen über Strategien und Taktiken konkurrierender Diskurse, die weit über den eigentlichen Untersuchungsgegenstand und Untersuchungszeitraum hinaus Gültigkeit beanspruchen können. Theoretisch fundiert und detailliert, aber doch anschaulich und verständlich zeigt der Autor einerseits, wie die katholischen Autoren bei bestimmten Themen Übereinstimmung mit dem Nationalsozialismus demonstrierten. Letztlich, so die zugespitzte These, wirkten sie sogar teilweise daran mit, die undemokratischen politischen Verhältnisse zu schaffen, auf deren Basis das rassistische Programm der Nationalsozialisten später gegen ihren Willen umgesetzt werden konnte. Andererseits hebt er aber auch hervor, dass der Katholizismus seine Eigenständigkeit bewahrte und viele Katholiken sich mutig und opferbereit gegen die feindliche Ideologie stellten – vor allem, wenn der Nationalsozialismus auf religiöses Terrain ausgriff.
Leben in der Angst - Hoffnung auf den Frieden: Feldpost aus der Heimat und von der Front. Herausgegeben von Militärgeschichtlichen Forschungsamt
Die letzten Kriegsmonate: Front und 'Heimat-front' wurden eins. Zu dem Schrecken des Bom-benkrieges kam etwas bislang nie Erfahrenes: Nun bemächtigte sich auch der Landkrieg mit voller Wucht der deutschen Zivilbevölkerung. Bis heute war es besonders diese brutale und angsterfüllte Endphase, die die Erinnerung der Deutschen an den Zweiten Weltkrieg geprägt hat. Echternkamp gibt eine durchstrukturierte Einführung in die gesamte Entwicklung von Ende 1944 bis Mai 1945. Durch die Auswertung eines besonderen Quellenfundes, nicht mehr zugestellter privater Briefe aus den letzten Kriegsmonaten, gelingt es ihm darüber hinaus, sehr anschaulich zu zeigen, wie unterschiedlich der Krieg auch inmitten der allgemeinen Not vom Einzelnen je nach Ort und Zeit erlebt und wahrgenommen werden konnte. Echternkamps Buch ist ein fesselnder und zugleich nüchterner Beitrag zur jüngsten Debatte über die deutsche Gesellschaft im Schatten des Krieges und der Niederlage.
Herausgegeben mit Unterstützung des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, Potsdam
Sommer 1940: Frankreich ist besiegt, die 'Neue Ordnung' des Marschalls Pétain richtet sich unter deutscher Aufsicht im unbesetzten Teil des Landes ein. Februar 1942: In Riom bei Vichy beginnt mit Billigung Hitlers ein Prozess wegen Hoch- und Landesverrats gegen die früheren Ministerpräsidenten Blum und Daladier, den Oberbefehlshaber Gamelin u. a. Ihnen werden Krieg und totale Niederlage angelastet. Doch statt das Vichy-Regime durch Diffamierung führender Köpfe der Dritten Republik zu stabilisieren, richtet sich der Prozess zunehmend gegen seine Betreiber selbst – sie entpuppen sich als Mitverantwortliche für das Desaster von 1940. Hitler lässt den Prozess abbrechen. Doch er kann nicht mehr verhindern, dass der Prozessverlauf das Vichy-Regime weitgehend diskreditiert hat. Der Prozess von Riom hatte eine wichtige Funktion für die Entstehung und Stärkung des Widerstands gegen die deutsche Besatzung und für die weitere politische Entwicklung in Frankreich. Elisabeth Bokelmann legt nun, gestützt auf reichhaltiges Quellenmaterial, die erste Darstellung dieses spektakulären politischen Prozesses im deutschsprachigen Raum vor.
Bilder und Praxen
Editor: Paula Diehl
Der Körper gehörte zu den zentralen Komponenten der NS-Ideologie. Sie verstand die Gesellschaft als biologischen 'Volkskörper' und arbeitete an Kriterien für einen 'Neuen Menschen', die den Körper als Hauptgegenstand hatten, an Möglichkeiten, ihn zu formieren, zu produzieren/reproduzieren und ggf. zu selektieren. Dem vollkommenen Körper des utopischen Entwurfs 'Arier' entsprach das negative Gegenbild des 'rassisch und biologisch Minderwertigen', den es auszusondern und 'auszumerzen' galt. Der Körper diente der Machtdarstellung und wurde zur Projektionsfläche für kollektive Wünsche und Ängste. Aber er war auch ein mehrdeutiger Ort. An ihm wurden die Stellen deutlich, an denen die politische Macht nicht greifen konnte. Der interdisziplinär angelegte Band füllt eine Lücke in der Erforschung des Nationalsozialismus: Er führt handbuchartig erstmals die verschiedenen Ansätze der Körperforschung zusammen.
Zentrale Steuerung - Regionale Initiative
Die besondere Dynamik des KZ-Systems im "Dritten Reich" lässt sich anhand der bekannten KZ-Hauptlager nur ansatzweise erläutern. Sowohl in der Frühzeit der Lagerentwicklung (1933/34) als auch in der zweiten Kriegshälfte (seit 1942) spielten bei der Errichtung der zahlreichen kleinen Lager regionale Strukturen, Interessen und Initiativen eine entscheidende Rolle. Erst ein regionalgeschichtlicher Zugriff bietet die Möglichkeit, die regionalen Lager als ein mit den Zentralbehörden und Hauptlagern vielfach verwobenes aber gleichwohl eigenen Entwicklungslinien folgendes System zu zeigen. Durch die immense Ausweitung des Außenlagersystems seit 1943/44 wurden die räumlich von Hauptlagern entfernten Außenlager zum eigentlichen Ort der Ausbeutung von Gefangenen. Die Lager in den für die deutsche Rüstungswirtschaft wichtigen Industrie- und Ballungsräumen wie auch in den ländlichen Gegenden des Rheinlands und Westfalens stehen damit beispielhaft für den gesamten KZ-Kosmos der zweiten Kriegshälfte. Die Beiträge des Sammelbandes thematisieren einzelne Lager (z.B. Niederhagen-Wewelsburg, Bochum, Gelsenkirchen, Witten, Wuppertal) und Orte, an denen verschiedene KZ-Außenlager bestanden (z.B. Köln, Essen, Lippstadt, Porta Westfalica), beschäftigen sich mit dem Einzelschicksal ehemaliger Häftlinge und widmen sich übergreifenden, für die gesamte Region wichtigen Themen (z.B. Einsatz der SS-Baubrigaden, Todesmärsche bei Kriegsende).