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Bild und Bilddidaktik im christlich-islamischen Dialog
Religion lebt in Bildern. Bilder stiften Gemeinschaft. Gleichzeitig ziehen Bilder Grenzen zwischen Menschen. In diesem Spannungsfeld erforscht die vorliegende Arbeit Kriterien eines angemessenen Umgangs mit religiöser Bildlichkeit in interkulturellen und interreligiösen Lernsituationen.
Diese interdisziplinäre Forschungsarbeit im Schnittbereich von Religions- und Kunstpädagogik analysiert die Bedeutung verbildlichter Religion für das interkulturelle und interreligiöse Lernen zwischen Menschen christlicher und islamischer Prägung. Dazu untersucht der Autor zentrale Verbildlichungen des Christentums und des Islams vor dem Hintergrund imaginationstheoretischer und bildwissenschaftlicher Erkenntnisse und im Abgleich mit religionspädagogischen und kunstpädagogischen Bildumgangskonzepten. Darauf aufbauend entwickelt er Grundlagen einer interkulturellen und interreligiösen Bilddidaktik und legt dar, welchen Beitrag Religions- und Kunstpädagogik zu einem mündigen Umgang mit kulturellen Figurationen im Allgemeinen und mit religiösen Verbildlichungen im Speziellen leisten können.
László Moholy-Nagy zwischen Friedrich Schiller und einer Ästhetik der Moderne
Author: Clemens Bach
Der Avantgardekünstler László Moholy-Nagy (1895–1946) hinterließ neben seinen zahlreichen künstlerischen Werken ein umfassendes theoretisches Œuvre, dessen Kerngedanke als kritischer Neuhumanismus lesbar ist: Die Pädagogik der Kunst birgt im Angesicht einer kapitalisierten Welt die Hoffnung auf die Hervorbringung ganzer Menschen zum Zweck einer befreiten Gesellschaft.
Ausgehend von dieser These untersucht die Studie systematisch die Reflexionen Moholy-Nagys und verortet sie zwischen der ästhetischen Bildungstheorie Friedrich Schillers und einer modernen Ästhetik am Anfang des 20. Jahrhunderts. In einer historischen Perspektive werden dabei die für Moholy-Nagy relevanten Referenzquellen rekonstruiert: Konzepte des Bauhauses, der Naturwissenschaft und der Reformpädagogik um 1900 sind in seinen Schriften ebenso aufzufinden wie Aspekte des Anarchismus und Marxismus sowie vielfältiger pädagogischer und philosophischer Positionen.
Perspektiven praxeologischer Hermeneutik
Wer interpretiert, tut etwas. Dieser schlichte Umstand trat mit dem practice turn verstärkt in den Fokus hermeneutischer bzw. interpretationstheoretischer Debatten. Wo steht die Diskussion heute? Wohin soll sie sich bewegen?
Als primärer Gegenstand der Hermeneutik erschien lange relativ klar eine Top-down-Reflexion auf die Natur von Erkenntnis, Verstehen und Interpretation. Das hat sich mit dem practice turn geändert. Durch diese zuerst seitens der Wissenschaftsgeschichte und der Sozialwissenschaften kultivierte Umorientierung kommt verstärkt der Bereich des konkreten Interpretationshandelns in den Blick. Die Aufmerksamkeit gilt, bottom-up, den Routinen der Bedeutungsproduktion - und dies insbesondere auch, wo die betreffenden kleinteiligen Praktiken nicht durch Methoden, sondern durch eine implizite und informelle Logik bestimmt sind. Der Sammelband lädt dazu ein, diesen produktiven turn im interdisziplinären Austausch zu bedenken und weiter voranzutreiben.
Ein kooperativer Kommentar
Augustins Werk De Genesi ad litteram ist das wichtigste Zeugnis christlicher Kosmologie in Antike und Mittelalter. Es wird hier erstmals umfassend interpretiert.
Augustinus gibt eine detaillierte Interpretation des biblischen Schöpfungsberichtes (Genesis 1-3). Seine Auslegung in zwölf Büchern ist nicht allegorisch, sondern sie folgt dem Wortsinn. In Auseinandersetzung mit der platonischen Philosophie und mit älteren jüdischen und christlichen Autoren erklärt Augustinus den Ursprung und den Aufbau des Kosmos, die Beschaffenheit von Leib und Seele des Menschen sowie die Entstehung des Bösen. Am Ende steht ein Ausblick auf das ewige Glück des Menschen in der Schau Gottes. Eine internationale Gruppe von Fachleuten aus verschiedenen Disziplinen analysiert und kommentiert Augustins Werk Buch für Buch. Die Aufsätze sind teils in deutscher Sprache, teils in englischer Sprache verfasst.
Die Akteur-Netzwerk-Theorie (ANT) zählt zu den meistdiskutierten Theorie- und Methodenansätzen der Gegenwart. In historischen Fallstudien vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert werden ihre Potentiale für die Geschichtswissenschaft ausgeleuchtet.
Das über den Menschen hinaus erweiterte Akteurskonzept der ANT gilt vielen als epistemologische Provokation. Die Ansätze der ANT gehen jedoch weit darüber hinaus und lassen sich weder auf Geschichten vermeintlich zum Leben erweckter Objekte noch auf das Werk Bruno Latours reduzieren. Trotz der Analyse historischer Gegenstände durch einige Akteur-Netzwerk-Theoretiker bleibt die Historizität jedoch eine Art blinder Fleck des Ansatzes. Die Aufsätze des Bandes nehmen dies zum Anlass, um Möglichkeiten und Grenzen der ANT für die historiographische Praxis aufzuzeigen.
Sozialethische Analysen
Ohne die Pflegearbeit, die in Privathaushalten geleistet wird, würde das deutsche Pflegesystem kollabieren, aber die Pflegenden finden kaum sozialpolitische Anerkennung. Das Buch erarbeitet sozialethische Anforderungen an eine anerkennungsorientierte Reform der Pflegepolitik.
Die Pflege älterer Menschen in Deutschland wird größtenteils von Angehörigen, migrantischen Care-Arbeiterinnen und ambulanten Pflegekräften in Privathaushalten geleistet. Die überwiegend weiblichen Pflegenden erfahren Asymmetrien, einen Mangel an Selbstbestimmung und sozialer Anerkennung. Das Buch analysiert die Bedingungen häuslicher Pflegearbeit in Deutschland, wertet Expert*innen-Interviews aus und profiliert Anerkennungsdefizite der Pflegearbeit durch einen Vergleich von Pflegeregimen. Es werden Kriterien für eine Reform der Pflegepolitik entwickelt.
Perspektiven für die hermeneutisch-theologische Grundlegung einer subjektorientierten und kontextbezogenen Korandidaktik
Author: Fatima Cavis
Im aktuellen islamisch-religionspädagogischen Diskurs ist ein Abschied von der traditionellen Art der Wissensvermittlung nach dem inhaltsorientierten Konzept und die Zuwendung zu einem reflektierten Lernprozess, der die Subjekte und ihre Lebenswelten ernst nimmt, evident.
Dieser Paradigmenwechsel in der islamischen religiösen Bildung hat bestimmte Konsequenzen – auch für die Korandidaktik, die einen wesentlichen Bestandteil des islamischen Religionsunterrichts bildet. Die Autorin nimmt diese Problematik zum Anlass und untersucht in einem interdisziplinären Rahmen die offenbarungs- bzw. schrifttheologischen und die hermeneutisch-exegetischen Voraussetzungen einer subjektorientierten und kontextsensiblen Koranarbeit. In Auseinandersetzung mit diesen und weiteren zentralen Fragen liefert die Studie die ersten wichtigen Ergebnisse für die religionspädagogische sowie die hermeneutisch-theologische Grundlegung einer zeitgemäßen Korandidaktik.
Analysen im Schnittfeld von Lehrerbildung, Professionswissen und Professionspolitik
Die vorliegende Untersuchung präsentiert die Ergebnisse eines DFG-Projekts zur Professionalisierung des Religionslehrerberufs in der Bundesrepublik Deutschland (1945–1990). Drei Aspekte stehen im Fokus: die Ausbildung von Religionslehrkräften, die Transformation des über Lehrbücher und Zeitschriften zugänglichen Professionswissens und die professionspolitischen Auseinandersetzungen in Verbänden und Gremien. Indem die Untersuchung diese Perspektiven zusammenführt und gegenwartsorientiert verdichtet, bildet sie eine Basis für eine tragfähige Professionalisierung von Religionslehrkräften in der Gegenwart.
Im 21. Jahrhundert steht die Demokratie in Deutschland und weltweit vor ganz neuen, bislang ungekannten Herausforderungen. Die Schere zwischen Arm und Reich weitet sich, demokratiefeindliche Tendenzen wachsen in virtuellen Halböffentlichkeiten und die Corona-Pandemie verstärkt zudem soziale Ungleichheiten und schwächt die Wirtschaftskraft. Wie kann eine gerechte Gestaltung der demokratischen Grundordnung vor diesem Hintergrund aussehen? Wie können die Partizipation aller Bürgerinnen und Bürger gestärkt, ein fairer Zugang zu Bildung gesichert und Solidarität in Wirtschaft und Gesellschaft garantiert werden? Antworten zu diesem herausfordernden und aktuellen Themenkomplex geben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Fachdisziplinen.
Band 4: Das 20. Jahrhundert
Blick ins Buch
Ästhetische Bildung wird im 20. Jahrhundert zu einer zentralen Dimension des modernen Alltags.

Die ästhetische Erfahrung, die Gestaltung eines schönen Alltags und die imaginäre Aufladung des Lebens durch unterschiedliche künstlerische Medien als auch Design zielen in der ersten Hälfte des Jahrhunderts häufig auf eine soziale, politische oder nationale Veränderung. In der zweiten Hälfte dienen sie stärker einer kritischen Perspektive auf die Gesellschaft sowie einer experimentellen Praxis eigener Lebensentwürfe. Die Autor:innen zeichnen anhand von ästhetischen Konzeptionen (u.a. von Alfred Lichtwark, Sigmund Freud, Walter Benjamin, Siegfried Kracauer, Theodor W. Adorno, Andy Warhol und Diedrich Diedrichsen), aber auch von Konzeptionen des Bauhauses, der NS-Zeit und der Musischen Bildung, den Diskurs über die Frage nach den (Un)Möglichkeiten einer pädagogischen Rahmung des Ästhetischen nach.