Orte jüdischen Gottesdienstes, Lernens und Lebens. Festschrift für Wolfgang Kraus
Durch die weite Ausbreitung und Zerstreuung des Judentums entstanden früh Orte des Lehrens und religiösen Lebens neben dem Tempel.
Der Band reflektiert die Entstehung der Synagoge, die Gelehrsamkeit und jüdische Versammlung in der Diaspora von Babylonien über Alexandria bis Rom, das Lehrhaus der Weisheit am Beispiel Ben Siras und die Ausbreitung der Lehrhauskultur nach der Zerstörung des Tempels. Er geht der Bedeutung der Schrift in ihrer griechischen Übersetzung (Septuaginta) für das Nachdenken in der Diaspora nach, prüft exemplarisch Impulse und Abgrenzungen, die bei der Entstehung des Christentums durch jüdische Lehre und Schriftworte entstanden, und greift Spuren des christlich-jüdischen Miteinanders bis in jüngste Zeit auf.
AutorIn: Paolo Astorri
It is clear that the Lutheran Reformation greatly contributed to changes in theological and legal ideas – but what was the extent of its impact on the field of contract law? Legal historians have extensively studied the contract doctrines developed by Roman Catholic theologians and canonists; however, they have largely neglected Martin Luther, Philip Melanchthon, Johann Aepinus, Martin Chemnitz, Friedrich Balduin and many other reformers. This book focuses on those neglected voices of the Reformation, exploring their role in the history of contract law. These men mapped out general principles to counter commercial fraud and dictated norms to regulate standard economic transactions. The most learned jurists, such as Matthias Coler, Peter Heige, Benedict Carpzov, and Samuel Stryk, among others, studied these theological teachings and implemented them in legal tenets. Theologians and jurists thus cooperated in resolving contract law problems, especially those concerning interest and usury.
Wehrwissenschaft und Medizinverbrechen im "Ahnenerbe" der SS
Im Nürnberger Ärzteprozess wurde Wolfram Sievers für die unter seiner Verantwortung im Institut für wehrwissenschaftliche Zweckforschung begangenen Medizinverbrechen zum Tode verurteilt.
Nun liegt erstmals eine Gesamtdarstellung dieser aus dem „Ahnenerbe“ der SS hervorgegangenen Einrichtung vor. Nahezu ausschließlich auf der Grundlage von Archivquellen rekonstruiert der Autor die Arbeit aller Bereiche des Instituts für wehrwissenschaftliche Zweckforschung. Dabei werden nicht nur bisher unbekannte Abteilungen vorgestellt, sondern auch zahlreiche weitere neue Erkenntnisse präsentiert: Die bislang ungeklärte Identität der Opfer von Kampfstoff-Versuchen wird ebenso aufgedeckt wie die Beteiligung des Instituts an der Entwicklung von B- und C-Waffen oder die Aneignung von Immobilien teils prominenter Voreigentümer.
„Das wichtigste Buch über das SS-Ahnenerbe seit Jahrzehnten. Vergleichbar profunde Studien wünscht man sich auch zu anderen Teilen des SS-Imperiums.“ (Sven Felix Kellerhoff, Geschichtsredakteur DIE WELT)