Browse results

You are looking at 101 - 110 of 137 items for :

  • Comparative Studies & World Literature x
  • Search level: All x
  • Status (Books): Published x
Clear All
In diesem Buch wird der Mensch, dieses Zwischenwesen zwischen Tier und Halbgott, in der ganzen Weite seiner Erscheinungsweisen von der Geburt bis zum Tod, vom Diesseits zum Jenseits dargestellt. Metaphysische Erlebnisse, Nahtod-Erfahrungen, Berichte Verstorbener werden einer kritischen, aber wohlwollenden Analyse unterzogen. Rätselhafte Phänomene und paranormale Fähigkeiten von Menschen und Tieren werden vor dem Leser ausgebreitet. Ausführlich wird die Frage nach dem Verhältnis von Materie und Bewußtsein, Gehirn und Unsterblichkeit untersucht. Aphorismen tiefster menschlicher Weisheit in der Einleitung und am Ende des Buches kreisen das Thema Unsterblichkeit ein und stimmen darauf ein.
Schellings Weg zur Selbstbildung der Persönlichkeit (1801-1810)
Author: Rie Shibuya
Schellings Identitätsphilosophie läßt sich auf den ersten Blick nur schwer als Plädoyer für den Identitätsgedanken lesen. In Wahrheit jedoch ringt sie kontinuierlich um einen adäquaten Begriff der Individualität. Aus ihr entfaltet sich das Konzept der Selbstbildung der Persönlichkeit, welches von 1809 an den Philosophen intensiv beschäftigt. Durch die Auseinandersetzung nicht nur mit Fichtes Begriff des Ich, sondern auch mit der Privationslehre von Leibniz gelang es Schelling allmählich, die Individualität so zu konzipieren, daß das Individuum weder zugunsten der Freiheit von seiner Wurzel in der Natur abgeschnitten wird noch um seiner Endlichkeit willen zum unfreien Scheinwesen herabgesetzt wird. In seinem bekannten Werk Über das Wesen der menschlichen Freiheit 1809 führt Schelling ein derartiges Konzept unter dem Begriff der Persönlichkeit ein. Ein Jahr später, in den Stuttgarter Privatvorlesungen, entfaltet er den Begriff der Selbstbildung. Ein Mensch ist ein Gebilde aus unzähligen Facetten, eine interaktive Aufeinanderfolge seiner individuellen Entwicklungsstufen. Eine lebendige Persönlichkeit ist er nur dort, wo er von seinen vergangenen Stadien – von seinem „niederen Selbst“ – nicht entwurzelt ist und dieses durch das „höhere Selbst“ überwindet. Durch dieses Konzept der Selbstbildung, welches die Zeittheorie der Weltalter von 1811 an vorbereitet, gewinnt Schellings Philosophie einen neuen Identitätsbegriff, der – jenseits des spinozistischen Quietismus – die Entwicklung des menschlichen Selbst darstellen kann.
Author: Timo Markworth
Um im 18. Jahrhundert Identität sinnvoll bestimmen zu können, muss erst einmal der diachrone Rahmen abgesteckt werden: Endet die persönliche Identität mit dem Tod oder ist von ihrer postmortalen Fortexistenz auszugehen? J. G. Herder entwickelt 1769 eine radikale Antwort auf diese Frage, um ein neues Identitätsmodell - das Individuum - erfolgreich etablieren zu können. Die vorliegende Arbeit analysiert Johann Gottfried Herders Unsterblichkeitsmodelle und ihren Einfluss auf Konzepte der persönlichen Identität bis zur Geschichtsphilosophie von 1774. Dabei wird gezeigt, dass erst die retributionsfreien, auf die jenseitige Fortdauer der individuellen Anlage beschränkten Unsterblichkeitskonstruktionen Herders es möglich machen, die orthodox-christlichen und aufklärerischen Identitätskonzeptionen theoretisch zu überwinden und die Grundlage für das Modell des Individuums zu schaffen.
Mit einer einleitenden Studie versehen, herausgegeben und kommentiert von Heidrun Eichner
Editor: Heidrun Eichner
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
Für eine Wiedergeburt des "europäischen Menschen"
Author: Giovanni Reale
Was ist Europa? Ein Ableger Asiens, wie Nietzsche polemisierte? Oder handelt es sich um eine Idee, die in einer besonderen Kultur (im Griechenland eines Sokrates und Platon) entstanden ist und dann universale Bedeutung und Tragweite gewonnen hat, wie Husserl erklärte? Können wir uns wirklich Europäer nennen? Die Dringlichkeit dieser Fragen war vielleicht nie so augenscheinlich wie in unseren Tagen, in denen die neue Verfassung Gestalt annimmt. Und doch - betont Giovanni Reale - ist man ihnen vielleicht nie zuvor so ausgewichen wie heute. Wenn man Europa nicht zu einer bloßen politisch-ökonomischen Herausforderung verkürzen will, wenn man ihm jenen Freiheitssinn wiedergeben will, der seit jeher zu ihm gehört, muss man aus der Erkenntnis, dass die Errichtung des 'gemeinsamen Hauses' von der Möglichkeit und Fähigkeit abhängt, den europäischen Menschen zu erneuern, seine kulturellen und geistigen Wurzeln in neuer Gestalt zu beleben, den Mut aufbringen, einen Blick auf den Ursprung unserer Geschichte zu werfen. Denn, wie Max Scheler sagte, 'nie und nirgends stiften bloße Rechtsverträge allein wahre Gemeinschaft, sie drücken sie höchstens aus'. Zur italienischen Originalausgabe: 'Mit analytischer Genauigkeit und kritischer Energie durchschreitet Reale die verschiedenen Epochen, die unser Bewusstsein als europäische Bürger geprägt und geformt haben.' (La Repubblica) 'Eine überaus nützliche Einübung, gerade auch für Politiker, wenn die historischen Wegmarken aufgezeigt werden, die man auch in der Diskussion praktischer und juristischer Fragen nicht außer Acht lassen kann.' (Corriere della sera 'Das Buch ist vor allem vor dem Hintergrund einer endgültigen Annahme einer gemeinsamen Verfassung für unseren Kontinent durch die europäischen Regierungen brandaktuell. Es sollte als eine ernsthafte Basis für eine ehrliche und vorurteilslose Diskussion über die Bedeutung der europäischen Identität gelesen und diskutiert werden.' (Secolo d’Italia
Author: Klaus Stein
Der idealistischen Suprematie des Geistes über die Natur hatten die Frühromantiker deren Gleichursprünglichkeit entgegen gesetzt. Entscheidend war dafür ein neues, dynamisches Verständnis von Natur. Anhand aktueller empirischer Befunde, wie etwa der galvanischen Phänomene, sollte sich zeigen, dass die gleiche Form, welche das Selbstbewusstsein prägt, sowohl in der Natur wirkt als auch die Poesie ermöglicht. Die Form der Reflexion selbst oder das Auseinandergehen in einen vermittelten Gegensatz, der die Potenz, sich selbst zu überschreiten, in sich birgt, wurde als Zeichen in den Phänomenen erkannt. Dieser Prozess wird hier in verschiedenen Phänomenbereichen rekonstruiert. Dabei liegt der Schwerpunkt in der Interpretation wenig bekannter naturphilosophischer Texte des romantischen Dichters Achim von Arnim in seiner diskursiven Beziehung zu Johann Wilhelm Ritter und Schelling. Eingebettet wird die Rekonstruktion des frühromantischen Diskurses in den zeitgenössischen naturwissenschaftlichen und philosophischen Kontext. Die Hauptthese ist, dass in der Frühromantik versucht wurde, Spekulation und Erfahrung nicht zu versöhnen, sondern zentrale spekulative Inhalte in der Erfahrung selbst nachzuweisen. Das Buch bietet neue Einblicke in das Innere der heute vornehmlich poetisch wahrgenommenen Frühromantik, die ein weit gespanntes Forschungsprogramm erkennen lassen. Ergänzt wird dieser Gang durch die spekulativ gefärbte Landschaft einer entstehenden empirischen Naturwissenschaft durch Interpretationen weniger bekannter Schriften aus dem frühromantischen Umfeld und Transkriptionen von Vorträgen Ritters in Gotha und des Chemikers Scherer in Jena.
Zur Interpretation und Rezeption der Saraerzählung
Editor: Rainer Kampling
Die Erzmütter – sie schienen bislang neben den Erzvätern Abraham, Isaak und Jakob in der christlichen Theologie ein Schattendasein zu führen. Wenn hier die Figur der Sara, der Frau des Abraham, aus diesem Schatten ins Licht gestellt wird, so ist das mehr als eine Art „Ehrenrettung“ durch die Exegese, sondern geradezu ein Blick in ein Stück Geschichte abendländischer Kultur, bzw. – denkt man an die Sara-Rezeption im Dritten Reich – Unkultur. Bislang wurde Sara, die Stammmutter Israels, die von Gott wundersam Begnadete, die bei der Ankündigung dieser Begnadung unwillkürlich in Lachen ausbricht, vielfach nur als Ehefrau wahrgenommen, aber nicht als eine der – wie neuere exegetische Untersuchungen zeigen – zentralen Figuren der Genesis. In den hier vorgelegten Untersuchungen gewinnt der kulturelle Kontext der Sara-Erzählung (Genesis 18) eine eigene Bedeutung, wird u.a. die Lebenssituation von Frauen im Alten Orient rekonstruiert. Dass dabei der androzentrische Blick auf die Bibel entlarvt und kritisiert wird, versteht sich von selbst. Die unterschiedliche Rezeption der Sarafigur bei Philon von Alexandria, im Neuen Testament und in rabbinischen Texten lässt bereits erkennen, wo die Gründe der abweichenden Wahrnehmung liegen. Die Ausblicke in die spätantike und mittelalterliche Bibelauslegung verdeutlichen die Probleme nochmals. Sie haben sich – wie hier nachgewiesen – auch in der bildenden Kunst niedergeschlagen. Erst in der Neuzeit beginnt sich die Wahrnehmung zu ändern: Sara tritt stärker ins Bewusstsein. Dazu gehört auch – unter negativem Vorzeichen – die Verächtlichmachung des Namens durch die nationalsozialistischen Verbrecher. Aber dieser Schändlichkeit zum Trotz: Sara kann immer mehr als Modell und Identifikation einer erneuerten theologischen Reflexion in Judentum und Christentum gesehen werden.
Author: Vittorio Hösle
Vittorio Hösle, der hier zentrale Aufsätze zu Platon vorlegt, ist einer der bekanntesten deutschsprachigen Philosophen der Gegenwart. Kein Philosoph – so Hösle – ist wohl bedeutender als Platon, keiner schwerer zu interpretieren. Die in diesem Band versammelten Texte nehmen zuerst einmal Abstand vom Platonischen Oeuvre, um die verschiedenen Arten des Zugangs zu ihm, die Möglichkeiten des Genres des Dialoges, das Verhältnis von Mündlichkeit und Schriftlichkeit grundsätzlich zu klären. Auf dieser Grundlage wird dann Platons komplexe und moderne Philosophie der Mathematik systematisch ausgewertet. In der Diskussion um Platons „Esoterik“ will dieses Buch durch einen Rückgang auf die allgemeine Hermeneutik einerseits, durch die Berücksichtigung der mathematischen Forschungen der Akademie andererseits einen neuen interpretativen Zugang zu der Platonischen Philosophie freilegen. Es spannt einen Bogen von dem geistesgeschichtlichen Hintergrund Platons bis zum Weiterwirken seines Denkens im Neuplatonismus, bei Schleiermacher und im neuen Platonbild des 20. Jahrhunderts.