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Es liegt seit je in der Natur des Menschen, mittels von Orakelsprüchen sowie mantischer Praktiken die Zukunft für das eigene Handeln zu erkunden. Auf einer anderen Stufe tritt der Prophet als Träger des Wortes Gottes auf, er verkündet den Willen der Gottheit, um so dessen Gegenwart den Menschen erfahrbar zu machen.
Parusie bedeutet also die Anwesenheit einer Gottheit, wie sie sich im Hellenismus vor allem an dem Phänomen der Epiphanie dokumentieren lässt. Im Neuen Testament meint Parusie dagegen die machtvolle Wiederkunft des Menschensohnes am Himmel zum Weltgericht.
Der Sammelband vereinigt 25 Beiträge von Altphilologen, Althistorikern, Archäologen, Religionswissenschaftlern und Theologen, um von Homer im 8. vorchristlichen Jahrhundert bis zu Augustin in der Spätantike eine Entwicklungslinie unter Beachtung der spezifischen Schlüsselbegriffe aufzuzeigen.
Einen Schwerpunkt bildet hierbei die Genese der Begriffe im frühen Christentum, wobei es auf den Nachweis ankommt, dass das Christentum auch ein Teil der griechisch-römischen Antike ist.
Historische Konstellationen und Gegenwartsanalysen
In politisch-kulturellen Auseinandersetzungen der Gegenwart lässt sich die Verwendung des Begriffs ‚Romantik‘ und die Aktivierung romantischer Argumentationsfiguren beobachten. Wird Romantik dabei instrumentalisiert, um die liberale Demokratie mit ihrer Orientierung an Verfahrensregelungen und dem unaufhebbaren Widerstreit verschiedener Positionen als defizitär zu kritisieren? Welche Denkangebote machen Autorinnen und Autoren der frühromantischen Phase und diejenigen einer späteren Romantik, die noch heute – unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen – in oft problematischer Weise angenommen werden? Wo bestehen Übereinstimmungen, wo Differenzen der politischen Romantik zu heute formulierten kulturkritischen, konservativen und neurechten Denkweisen?
Sinfonía para nombres solos III
A menudo se dice que la poesía no se lee. Antepoemas está protegido por un muro visible y audible y en ese muro posible verlo, mirarlo, escucharlo y leerlo. Así, en tanto que visión, Antepoemas no le teme a los disparates. No le importa perder el hilo. Puede alimentarse por sí mismo y de sí mismo asimilando su propia imagen, especialmente en los intermedios (ajustes) y en texto central, Metricanción. Antepoemas, tercera parte de la Sinfonía para nombres solos, se gestó a principios de 2019. En la primera parte titulada El Europicho, motivado por la dura realidad de Chile en 1973, los interlocutores pertenecían al texto mismo como Nombres Solos, solitarios y solistas. Más de cuarenta años después, retornan en Antepoemas que es en primer término un ajuste al silencio —individual, personal, colectivo, nacional. Ajuste de cuentas y ajuste de ropas: Total ajuste al sorprendente sobretodo de la Nada.

Man sagt oft, Gedichte liest man nicht. Dann soll man sie anschauen können. Antepoemas steht vor einer schützenden, sicht- und hörbaren Wand, und darauf kann es gesehen, angeschaut, gehört und gelesen werden. Antepoemas entstand Anfang 2019. Es ist der dritte Teil der Symphonie für einsame Namen/nur für Namen. Der erste Teil, El Europicho, hatte sich seit 1973 entwickelt, nach dem Umsturz in Chile, und wurde in Europa beendet (daher der Titel). Die Sprecher waren als Namen, Solo-Namen (Solisten) ein Teil des Textes selbst und das ist so geblieben mehr als vierzig Jahre später, in Antepoemas, insbesondere in den Zwischenspielen – ajustes (Abrechnungen) – und auch im zentralen Teil Metricanción. Antepoemas ist eine Abrechnung mit dem Schweigen – dem individuellen, kollektiven, auch nationalen Schweigen. Abrechnung oder Anliegen? Beide werden zu einem Zeichen, das auf ein totales Kleidungsstück hinweist: den erstaunlichen Überzieher des Nichts – el sobretodo de la Nada. Außerdem enthält das Buch einen musiktheoretischen Essay.
Zwischen transzendentaler Erkenntnis und absolutem Wissen
Author:
Die Arbeit rekonstruiert die epistemische Verschiebung von Kants transzendentaler Erkenntnis zu Hegels absolutem Wissen; erstmals im systematisch-historischen Zusammenhang der frühromantischen Texte Friedrich Schlegels.
Ankerpunkt der Untersuchungen ist dabei der von Schlegel erkenntnispositiv gewendete Gebrauch dialektischer Verfahren. Mit seiner paradigmatischen Umdeutung der „Transzendentalen Dialektik“ Kants werden erkenntnistheoretische Muster freigelegt, die der Einheit des Widerspruchs logischen Vorrang gewähren und den späteren Einsichten Hegels vorausgehen. Dialektik bestimmt dabei drei wesentliche Positionen im Umgang mit dem Absoluten: als transzendentale Idee bei Kant, als unendlicher Darstellungsverlauf bei Schlegel und als bewusstgewordene Einsicht in seine Selbstexplikation bei Hegel.

Ballade
Hartmann, der Mönch, lebte mit über neunzig Jahren im Dachgeschoß des Augustinerklosters Herzogenburg. In einer seiner beiden riesigen Zellen türmten sich an zwei Wänden Bücherregale bis an die Decke. Auch ich war ein Schüler dieses edlen Lehrers, der noch als Greis hochintelligent war und nichts von seinem aus dem Studium der Schriften erlangten Wissen vergessen hatte. Beinahe erreichte er das biblische Alter von hundert Jahren. In diesem Werk erscheint der Hartmann seinem ehemaligen Schüler in den Nachtstunden und bleibt bis zum Morgen, wenn die ersten Sonnenstrahlen aufleuchten. Die Gespräche gliedern sich in Poesie, Philosophie und Ethik. Der Schüler findet in diesem Werk noch nicht die Weisheit, doch er entschließt sich, den Weg zu beschreiten, der eines Tages dorthin führen wird.
Author:
Wir leben in einer Welt zwischen Traum und Albtraum. – Märchen bieten in diesem Grenzland virtuelle Stufen hin zu gewissenhafter Wahrheit. – Märchen wollen Auf¬merksamkeit fesseln. – Oft steckt in der Kürze ihre Würze. – Im Idealfall sprechen sie jede Altersgruppe an. – Es gibt rührend harmonische Märchen, aber auch aufschreckende, irritierende und beängstigende. – Besonders solche Märchen, die helfen, das Schicksal besser zu ertragen, bleiben in Erinnerung haften und erlangen eine Generationen überschreitende Tradition. – Das ´Drehbuch` für Geschichten auf der Märchenbühne stützt sich zwar auf Irreales, wahrt aber doch verblüffenden Bezug zu unmittelbar erlebter Realität. – In diesem Sinne sind Märchen Lehrstücke. – Sie erheben Anspruch auf erzieherischen Vorbildcharakter. – Die meisten Menschen fürchten Veränderungen; aber Veränderungen stärken, wenn man sich auf ihren Nutzen verlassen kann. – Dieses dritte Märchen-Buch des Autors geht intensiv auf Märchen-Wissenschaft ein, so hat es nur bedingt als Märchen-Buch zu gelten.
Die Forschung hat sich lange Zeit am Spannungsverhältnis von Fiktion und Wahrheit in der Autobiographie abgearbeitet. Dabei hat bereits J. W. Goethe im Blick auf seine Selbstbiographie Dichtung und Wahrheit deutlich gemacht, dass die höhere biographische ,Wahrheit‘ nur durch die Dichtung zur Darstellung gebracht werden kann. Der Beitrag gibt einen Einblick in Kernfragen der Autobiographieforschung, stellt das Konzept der ‚Autofiktion‘ vor und skizziert einige aktuelle Forschungsperspektiven.
Author:
Die Belastbarkeit einer Brücke läßt sich nur theoretisch bis an die Belastbarkeitsgrenze heran prüfen; denn sonst stände sie unter dem Risiko konkreten Schaden zu nehmen. In der Realität würde sie schlimmstenfalls einstürzen. Ähnlich verhält es sich mit der Belastbarkeit unserer Zukunftschancen. Wir dürfen nicht alles machen und nutzen wollen, was heute denkbar erscheint. – Unterwegs durch Gebiete, die jeweils sinnvolle Ziele verheißen, existieren äußerst geschickt getarnte ´Fallgruben`, in die hineinzugeraten fatal sein könnte. Deshalb besinne man sich rechtzeitig, schreite behutsam voran, und vertraue nur voraussichtlich sicheren Abschnitten. Am gescheitesten ist es wohl, auf den Hauptstrecken erfolgreich Vorausgegangenen auf der Spur zu bleiben und nichts ´Unabsehbares` zu riskieren. Zu erfinden und zu entdecken gäbe es dabei immer noch genug. – Auf solch simple Weise ließen sich Freiräume der Zukunft erschließen, die sowohl erreichbaren Segen gewährleisten, als auch vermeidbares Unglück ausgrenzen. –