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Zum Reflexionszwang historischer Forschung
Technisierungsprozesse verändern derzeit die Lebenswelt in einer Weise, wie es zuvor nur der Industrialisierung attestiert wurde. Diese Herausforderungen der Gegenwart provozieren die historische Technikforschung, neue und große Fragen zu stellen.

Im Sinne einer gegenwartsorientierten Geschichtsschreibung kann Technikgeschichte nur dann zu aktuellen Debatten beitragen, wenn sie sich dem Zwang zur kritischen Reflexion stellt und neue Konzepte, Herangehensweisen und Untersuchungsfelder entwickelt. Der Band macht daher Vorschläge zur Erforschung von Digitalisierungs- und Globalisierungsprozessen sowie zur Reflexion des Menschseins in einer technisierten Welt. Weiter nimmt der Band zur Ausrufung des Anthropozäns und zur Problematik der unterschiedlichen Temporalitäten von Technik Stellung.
Zur Bedeutsamkeit des Sich-Einlassens im Erfahrungsvollzug
Author: Stephanie Mian
Lernen zwischen Gewohnheit und Leidenschaft Zur Bedeutsamkeit des Sich-Einlassens im Erfahrungsvollzug. Welche Bedeutung kommt dem Sich-Einlassen im Lernen zu? Ist das Sich-Einlassen in der Schule, welche mit institutionalisierten Rahmenbedingungen, Anforderungen und Pflichten verbunden ist, überhaupt möglich? Welche Rolle spielt dabei das Lehren? Diese Fragen beleuchtet Stephanie Mian aus einer umfassenden theoretischen und empirischen Perspektive, wobei sie das Lernen als responsives Geschehen in den Blick nimmt: Einen fremden Anstoß aufnehmend, verlassen Lernende Gewohntes und lassen sich auf Unbekanntes ein, wodurch sie sich auf dem Weg zu Neuem befinden: ein Weg, der mit Neugier, Interesse, Begehren sowie Scham, Zweifel und Leidenschaft verbunden ist.
Die Entwicklung der Vertonungen des Ordinarium Missae von 1743 bis 1798
Author: Gunnar Wiegand
St. Peter galt in ihrer spirituellen Bedeutung als Haupt- und Musterkirche des Christentums, heutzutage wird sie gar als bedeutendste neuzeitliche Kirche Roms angesehen. Das Domkapitel wählte für das Profiensemble der »Cappella Giulia« nur die besten Bewerber in das Amt des Kapellmeisters, sodass die Messen den neuesten musikalischen Geschmack widerspiegelten. Der Band lädt Musikwissenschaftler und andere an klassischen Klängen Interessierte dazu ein, eine neue musikalische Facette des Vatikans kennenzulernen, denn er präsentiert zum ersten Mal die faszinierende Musik, die zu den Messen in der Basilika erklungen ist, identifiziert sämtliche vertonte Messordinarien, die zwischen 1743 und 1798 entstanden sind, ordnet sie in den historischen Kontext ein und charakterisiert sie exemplarisch.
Katholischer Solidarismus im Ringen um die Wirtschafts- und Sozialordnung
Gustav Gundlach SJ gehört – schon in der Zeit der Weimarer Republik – zu den zentralen Figuren der katholischen Soziallehre. Der Band rekonstruiert das theoretische Profil dieses heute nur noch wenig beachteten Autors. Die katholische Soziallehre hat sich seit dem frühen 20. Jahrhundert – wesentlich geprägt von den Jesuiten Heinrich Pesch, Oswald von Nell-Breuning und Gustav Gundlach – als katholischer Solidarismus profiliert, der nach einem „Dritten Weg“ jenseits von Kapitalismus und Sozialismus Ausschau hielt. Dieser Solidarismus konnte – in der Weimarer Republik ebenso wie in der frühen Bundesrepublik – einige Impulse zur Entfaltung des nicht allein an Markt oder Staat, sondern an korporatistischen Konflikt- und Konsens-Arrangements orientierten deutschen Wirtschafts- und Sozialmodells setzen. Am Beispiel Gundlachs werden wichtige Einsichten des katholischen Solidarismus zur Sprache gebracht, die auch heute noch relevant sind.
Nachklänge der Leiden einer psychoanalytischen Ausbildung
Author: Rudolf Heinz
Zentrum des „Revivals 1“ bilden Auszüge aus der Leidensgeschichte meiner psychoanalytischen Ausbildung. Sie werden gerahmt – im Vorgriff – durch Gelegenheitsarbeiten, so zu Adorno, Philosophie und Psychoanalyse, psychoanalytische Geld-theorie, Wissenschaftlichkeit der Psychoanalyse, Auseinander-setzungen mit den „Europäischen Arbeiterfraktionen“ (ELC). Und folgend durch diverse Kasuistik: zu einer Einzelanalyse und zu psychotherapeutischer Studentenberatung. Abschließend diskutiert Philosophiekollege Peter Tepe meine Denkgepflogenheiten nach Maßgabe der „Kritischen Theorie“, vor der pathognostischen Wende.
Zur Relevanz eines kulturwissenschaftlichen Konzepts für die Systematische Theologie
Ein konkretes Performativitätskonzept – die »Ästhetik des Performativen« – wird hinsichtlich der Relevanz für die (Grundlagenreflexion der) Theologie erschlossen. Der Begriff »Performativität« wird bereits als »umbrella term« bezeichnet, worin die implizite Gefahr mitschwingt, dass das Performative aufgrund seiner umspannenden Offenheit für die prägnante Analyse von Phänomenen an Kraft verlieren könnte. Eine verantwortliche Arbeit mit dem Performativen verlangt also, die vielfältigen Ausdifferenzierungen der unterschiedlichen Performativitätskonzepte wahrzunehmen und den spezifischen Kontext des jeweils zur Anwendung gebrachten Konzepts mitzubedenken. Dem versucht die vorliegende Arbeit gerecht zu werden, indem sie die »Ästhetik des Performativen« genau beleuchtet. Diese wird zur Annäherung an die kontemplative Gebetspraktik eingesetzt, woraus auch grundlagentheoretische Impulse für die Systematische Theologie resultieren.
Herausgeforderte Identität
Worin besteht das „Katholische“ einer katholischen Schule? Das religiös-konfessionelle Label in Bezug auf Bildung und Erziehung als Hauptanliegen von Schule adäquat zu füllen, ist mit Blick auf die gesellschaftlichen Veränderungen und die verschiedenen Akteursebenen eine schwierige Aufgabe. Die Schulen müssen sowohl kirchliche als auch staatliche Ansprüche erfüllen und sehen sich nicht zuletzt Erwartungen von Schüler_innen, Lehrer_innen und Eltern gegenüber. Der Band will einen Austausch zwischen Theorie und Praxis anregen und Verbindungen zwischen den überlappenden Handlungsfeldern von Schule, Kirche und Erziehungssystem reflektieren. Die Programmatik katholischer Schulen wird aus religionspädagogischer Perspektive und aus der Sicht der Schulforschung analysiert und anhand von Praxisbeispielen auf den Prüfstand gestellt.
Author: Raimar Hartge
Man erwartet unter diesem Thema vielleicht eine Schrift des Zen-Buddhismus oder den Text eines mahnenden päpstlichen Appells an die Menschheit. – Doch weder die eine, noch die andere Annahme ist zutreffend. – Geboten wird stattdessen ein Versuch, dasjenige Friedensverständnis zu thematisie¬ren, das sämtliche sich mit dem Thema ´Frieden` befassenden Weltanschauungen gemeinsam haben. – Frieden – sei es äußerer oder innerer – bemüht sich darum, Grenztore zu öffnen, Brücken der Verständigung zu bauen, Tunnelverbindungen offen zu halten und freie Hafeneinfahrt zu bieten. – Es heißt, dass Frieden trägt, doch manchmal muss er selber auch ertragen, um mit Weisheit und Würde ausreifen zu können. – Stabiler äußerer und innerer Frieden gleicht einer ´Rettungsinsel`, die uns Schutz in den Stürmen des Weltgeschehens bietet, und an deren Klippen sich die schroffsten Wellenberge brechen. – Das Wort Frieden wird oft mit Freiheitsempfinden in Verbindung gebracht, auch mit Verständnis bzw. Verständigung. – Das Bewusstsein von Frieden will überzeugen. Es will weder einschläfern, noch Achtsamkeit durch Leichtgläubigkeit ersetzen. – Um äußeren Frieden muss man kämpfen und verhandeln – Um innerem Frieden zu begegnen, hilft es schon, sich im Zustand der Ruhe mit guten Gedanken darum zu bemühen. –
August Hermann Niemeyer und das pädagogische 18. Jahrhundert
Reformpädagogik erhält im 18. Jahrhundert ihre Grundlagen. Im Werk von August Hermann Niemeyer (1754–1828) spiegelt sich die Reformdynamik einer zunehmend als offen verstandenen Gesellschaft der Moderne.
Im 18. Jahrhundert gewann Pädagogik als Bindeglied zwischen den Generationen eine neue Bedeutung. Erziehung konnte nicht mehr ausschließlich von der Reproduktion vorgegebener sozialer Positionen aus bestimmt werden. Theoretisch und praktisch entstand das Problem, dass „die richtige“ Pädagogik nicht mehr absolut und allgemeingültig bestimmt werden konnte und so die Verbindung von „Reform“ und „Pädagogik“ systemisch-bedingt zu einem Dauerthema werden musste. Das Studienbuch macht grundlegende Quellentexte von Niemeyer wieder zugänglich und führt in biographische, historische und systematische Zusammenhänge seiner Deutung der Zeit ein.
Institutionen einer Art kritischer Psychoanalyse
Author: Rudolf Heinz
Diese redigierte Neuauflage verdankt sich dem fachlichen Umstand, daß es sich in den besagten „Lectiones“ um – allzeit wiederbelebungsreife – pathognostische Initialtexte handelt: um – didaktisch eher abdriftige – Traktate in drei konzentrierten Anläufen; sowie um Berichte aus einer Art größerer Pressure Group mit weitgestreuten psychopathologischen Themen; und schließlich um eine einmalige Korrespondenz mit Fachkollegen über pathognostische Essentials, inbegrifflich die kriteriale Objektivitätsekstatik.