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August Wilhelm Schlegel trat 1818 eine Professur an der neu gegründeten Königlich Preußischen Rhein-Universität in Bonn an. Seine Lehrtätigkeit in Bonn zeichnete sich durch eine beeindruckende Vielfalt aus, die von deutscher Literatur über Theorie und Geschichte der bildenden Künste bis hin zur Weltgeschichte und Alten Geschichte reicht. Schlegel, der Karl Marx und Heinrich Heine zu seinen Hörern zählte, übte auch mit diesen Vorlesungen eine gesamteuropäische Wirkung aus, die im Einzelnen erst noch zu entdecken ist.
Die Textbände V/1 und VI/1 der „Kritischen Ausgabe seiner Vorlesungen” präsentieren erstmals authentisch und vollständig den Textbestand der Bonner Vorlesungen Schlegels zwischen 1818 und 1845. Die Texte werden in chronologischer Reihenfolge dargeboten, jeweils nach dem Semester, in dem Schlegel die Vorlesung erstmals gehalten hat. Dabei zeigt sich, dass Schlegel zunächst einen deutlichen Schwerpunkt auf der deutschen Sprache und Literatur in ihrer geschichtlichen Erstreckung legt und sich in den folgenden Jahren und Jahrzehnten weitere Bereiche erschließt, insbesondere in kulturgeschichtliche und geschichtswissenschaftliche Gebiete bis hin zur Etruskologie, die er in Deutschland mitbegründet.
Auf die Textbände werden 2021 die Kommentarbände mit umfangreichen Materialien und Sacherläuterungen folgen.
Psychologie im Ersten Weltkrieg in Großbritannien und Deutschland
Der Erste Weltkrieg mit seinen ungeheuren militärischen, industriellen und medizinisch-psychologischen Anforderungen an die kriegführenden Parteien verhalf der Psychologie als junger Wissenschaft zu bis dahin unbekannter Bedeutung. Kriegstraumata, industrielle und diagnostische Aufgaben erforderten nun neue Therapiemethoden, neue diagnostische Verfahren und Methoden. In dieser Notlage eröffneten sich Möglichkeiten für Psychologen, bekannte Strategien in großem Umfang zu erproben, aber auch neue praktische Verfahren zu entwickeln und Freiräume zu nutzen. In Großbritannien waren es vor allem die psychoanalytisch arbeitenden Militärpsychologen Rivers, Meyers und Brown und die Arbeit in der Industrie, die den in der British Psychological Society organisierten Forschern Anerkennung verschaffte. In Deutschland arbeiteten die Psychologen und Mitglieder der Gesellschaft für Experimentelle Psychologie vor allem in der Psychotechnik und militärpsychologischen Diagnostik.
The Shipyard Strikes in Poland and the Birth of Solidarność in August 1980
Series:  FOKUS, Volume: 9
Author:
"Rebellion" is the multi-threaded, fascinating story about a rebellion that changed Poland. It begins when the authorities promised a better life after the bloody suppression of the strike in December 1970. The availability of goods increased, the world seemed closer. Yet rebellion had come. This book provides the reader for the first time with the full story of the Great Strike of August 1980, the center of which was located in the Gdańsk Shipyard. The same slogans and demands, however, were made by protesters in Szczecin, Elbląg, Kraków, Łódź, Wrocław, Silesia and dozens of other places across Poland. The eyes of the world were on Gdańsk, and the agreement signed in the light of the cameras, in which the communist authorities were forced to make concessions, was celebrated by Poles all over the country. From the very beginning, the strike demands were not only a fight for bread, but also a fight for the dignity of the worker. However, the most important thing was the creation of a new community. The authorities had to either yield or call for help from foreign troops and chose a compromise. Many days of negotiations with the strikers resulted in an agreement that started a new chapter in Polish history.
Gelände, Nachnutzung und Gedenken
Volume Editor:
Nach dem Ende des SS-Terrors war das ostwestfälische Dorf Wewelsburg ab Frühjahr 1945 zunächst von Verdrängung und Weiterleben geprägt. Der Band stellt neue Forschungen zur Geschichte des KZ Niederhagen, den Häftlingen und SS-Wachmannschaften vor. Wo wurden die Toten des Konzentrationslagers bestattet und wie erlebten die KZ-Häftlinge am 2. April 1945 ihre Befreiung? Die frühe Jagd der britischen Militärverwaltung nach Kriegsverbrechern wird ebenso beleuchtet wie das von den amerikanischen Soldaten initiierte „Sühnebegräbnis“. Der 1950 eingeweihte Gemäldezyklus von Jo Glahé steht für ein frühes Gedenken in Wewelsburg. Die Weiternutzung des Lagergeländes als Flüchtlingslager und spätere Wohnsiedlung wird ebenso skizziert wie die bauhistorischen Untersuchungen der baulichen Überreste.
Zu einer Urszene der Hermeneutik
Das omnipräsente Scheitern des Verstehens ist ein entscheidender Motor hermeneutischer Theoriebemühungen. Nebst dem Nichtverstehen ist es vor allem das Missverstehen, das einen produktiven Ansatzpunkt zur Klärung elementarer hermeneutischer Sachverhalte darstellt.
Die Bedeutung von Missverstehensdiagnosen ergibt sich insbesondere aus ihrer intimen Verbindung mit dem Anspruch eines Richtig- bzw. Besserverstehens: Wer ein Misslingen konstatiert, muss über eine gewisse Vorstellung verfügen, was das Gelingen ausmacht. Das Missverstehen ist aber auch aufschlussreich, weil es einlädt, auf Varianten im Umgang mit Verstehensproblemen zu achten. Missverständnisse gelten in der Regel als Übel, weshalb sie zu vermeiden bzw. richtigzustellen seien. Aber nicht jedes Missverständnis wird korrigiert oder muss es werden.
Nationale Selbstbestimmung oder geopolitisches Machtspiel?
Series:  FOKUS, Volume: 7
Volume Editors: and
Die Volksabstimmung 1921 über die staatliche Zugehörigkeit Oberschlesiens bildete den Höhepunkt, aber nicht Abschluss eines jahrelang mit Waffen und Mitteln der Propaganda geführten Kampfs um die Gunst der Oberschlesier, der auch geopolitische Interessenlagen der Alliierten mit einschloss. Vorausgegangen war der Zusammenbruch der alten Ordnung in Europa infolge des Ersten Weltkriegs. Auf den Trümmern der multinationalen Imperien begannen neue, auf nationalen Ideen basierende Staaten zu entstehen. Dort, wo die Bevölkerung ethnisch heterogen zusammengesetzt war, kam es jedoch zu regionalen Konflikten um Land, staatliche Zugehörigkeit und nationale Identität. So auch in Oberschlesien. Die in weiten Teilen national indifferente Bevölkerung musste sich nun zwischen Deutschland und Polen entscheiden.
Reihe ist mit Band 29 bei uns abgeschlossen.
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Abstract

In the hope of shedding some light on what it meant to be “Jewish” in the first century CE, and perhaps in other times, this article will closely examine what “everybody knows” about Tiberius Julius Alexander – that he was an apostate from Judaism – by carefully considering the arguments of earlier writers and critiquing them, in light of the events of his distinguished military and governmental career. It will also consider some remarks of his uncle Philo that others have thought relevant, and will offer an alternative narrative of his role as second in command of the Roman army in the Jewish War.

In: Journal of Ancient Judaism
Author:

Abstract

David’s depiction in 2 Sam 15 shows his absolute faith in YHWH and his sole reliance on Him. This portrayal accords with Dtn 17,14–20 and contrasts sharply with the characterization of Absalom. The description of Ittai’s oath in YHWH’s name is deemed an example of adherence to YHWH by non-Israelites. The narrative portrays the ideal relationship between the people (the Israelites and foreigners) and YHWH. It is construed to depict the essential objective of the Deuteronomists in the postexilic period. Consequently, 2 Sam 15 does not belong to the so-called Succession Narrative; instead, it represents a Deuteronomistic narrative accomplished by the Deuteronomists in the postexilic period to express their theological ideals and opinions.

In: Biblische Zeitschrift